Die Suchtbeauftragte der BundesregierungLob von der Bundesregierung
Die Suchtbeauftragte der Bundesregierung hat Sonderglocke ein Lob für vorbildliches Engagement im Suchtbereich ausgesprochen. Der Orginalbrief als PDF: Suchtbeauftragte der Bundesregierung
Die Suchtbeauftragte der BundesregierungNEU Sanfte Entgiftung
Es gibt eine neue Methode sanft zu entgiften. Abgeschwächte Entzugserscheinungen sollen durch Neuro-Elektrische-Stimulation erreicht werden... siehe NESCURE Entgiftung
Unterstützung in LebensfragenAufruf "Die Zeit" Unterstützung in LebensfragenARD - Neuneinhalb
Das Kindernachrichtenmagazin Neuneinhalb (ARD) sucht Mitwirkende zum Thema "Computerspielsucht"... weiter
Auswandern und AbenteuerZDF - Dr. Feld hilft
Zur Zeit realisieren wir für das ZDF das neue Sendeformat „Dr. Feld hilft". Hierbei suchen wir Menschen...weiter
Unterstützung in LebensfragenWir suchen unseren Sohn
Wir suchen unseren Sohn, der sich in der Szene PUNKT nennt. Er ist groß und schlank und hat  und eine schlaksige Figur... Wir suchen "Punkt"

Suchtstoffe:

Kokain

"Einmal Cola mit Koks, bitte..."

Kokain hat seinen Ursprung in Südamerika. Dort wächst der immergrüne Kokastrauch, dessen Blätter den Suchtstoff enthalten, der sowohl berauschend, als auch örtlich betäubend wirkt. In Peru und Bolivien gehört das Kauen jener Blätter fast zur Tradition - früher als Kulthandlung, später (nach der spanischen Eroberung) vor allem zur Bekämpfung des Hungers und als Aufputschmittel, um die schwere Arbeit bewältigen zu können.

Die chemische Isolierung des Stoffes gelang erstmals in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts. Daraufhin wurde er in der Medizin zur Behandlung von Depressionen und zur lokalen Betäubung bei kleineren Operationen eingesetzt.

In den USA wurde das Kokain sogar in Form von Getränken vermarktet - beispielsweise in "Coca Cola", welches als Allheilmittel dargestellt wurde und pro Liter 250 g des Stoffes enthielt. Im Jahr 1914 verbot man jedoch den Verkauf kokainhaltiger Getränke gesetzlich, nachdem sich die Todesfälle in Verbindung mit dem "Genuss" der Getränke gehäuft hatten...

Erst in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts gewann die Rauschwirkung von Kokain in den USA und in Deutschland an Bedeutung. Hierzulande ist der Konsum gesetzlich verboten und wird strafrechtlich verfolgt. Trotzdem hat das Schnupfen des Kokainpulvers besonders unter jungen Erwachsenen seit den 90er Jahren an Popularität gewonnen.

Stoff & Konsum

Bei Kokain (je nach Verarbeitung auch: Koks, Schnee, Coke, Crack, Rocks) handelt es sich um ein weisses, kristallines Pulver. Konsumiert wird der Stoff entweder durch Rauchen, "Schnupfen" oder in aufgelöster Form als intravenöse Injektion. Auch das Kauen der Blätter hat eine, wenn auch verhältnismäßig geringe, Wirkung.

Bei chronischem Kokainkonsum unterscheidet man zwischen episodischem und kontinuierlichem Konsum. Ersterer ist durch die wiederholte Aufnahme einer hohen Dosis gekennzeichnet, die entweder so lange fortgesetzt wird, bis der Stoffvorrat aufgebraucht oder der Süchtige körperlich vollständig erschöpft ist. Die kontinuierliche Konsumform bezeichnet eine (fast) tägliche, gleich bleibende Menge an konsumiertem Kokain.

Wirkung auf das Nervensystem

Kokain wirkt direkt im Zentralen Nervensystem. Dort verhindert es die Wiederaufnahme der Botenstoffe Dopamin, Noradrenalin und Serotonin in die Nervenzelle, so dass diese dauerhaft im synaptischen Spalt wirksam bleiben und die spezifischen stimulierenden und blutgefäßverengenden Reaktionen hervorrufen. Chronischer Gebrauch von Kokain kann zu nachhaltigen Störungen des Nervensystems führen.

Wirkung auf Körper & Psyche

Kokain gilt als "Leistungsdroge", da es für eine gewisse Zeit die körperliche Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit steigert. Außerdem dämpft es Hungergefühl und Schlafbedürfnis und bewirkt ein Gefühl der Euphorie. Auch eine Lust- und Potenzsteigerung ist typisch, schlägt allerdings beim übermäßigen Konsum ins Gegenteil um. Der Ausmaß des aufputschenden Effektes hängt weiterhin von der Person des Konsumenten, der Qualität und dem Wirkstoffgehalt des Stoffes, sowie von Dosis und Art der Aufnahme ab. Rauchen und intravenöse Injektion führt schneller zu einer kurzzeitigen Wirkung, während Schnupfen eine verzögerte, länger anhaltenden Effekt zur Folge hat.

Man kann die Wirkung des Kokains in 3 Stadien unterteilen:

1. Euphorisches Stadium

verbesserte Stimmung, erhöhtes Selbstwertgefühl, Antriebssteigerung, bessere Denkfähigkeit stärkere Sinneswahrnehmung und Kreativität, Sorglosigkeit, Nachlassen sozialer und sexueller Hemmungen, vermindertes Schlafbedürfnis, erhöhte Libido, gelegentlich einfache Halluzinationen und Pseudohalluzinationen

2. Rauschstadium

Nach etwa 20-60 Minuten, weiterhin veränderte Wahrnehmungen, teilweise zusätzlich mit ängstlich paranoiden Stimmungen durch akustische und optische Halluzinationen

3. Depressives Stadium

Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Erschöpfung, evtl. Angstzustände, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe und Suizidgedanken

Körperlich verursacht der Kokainkonsum eine motorische Hyperaktivität und einen Anstieg von Pulsfrequenz, Blutdruck, Körpertemperatur, Atemfrequenz und Atemtiefe.

Risiken

Ein großes Risiko liegt in der starken Abhängigkeit, welche bereits nach kurzer Zeit des Kokainkonsums eintritt.

Besonders beim Rauchen und Injizieren des Stoffes kann durch das schnelle und starke Eintreten der Wirkung eine unmittelbare Lebensgefahr gegeben sein. Das Rauchen kann weiterhin zu starken Schädigungen der Atmungsorgane führen.

Auch beim Schnupfen sind aufgrund möglicher Unverträglichkeit oder Überdosierung lebensgefährliche Risiken gegeben: Eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Stoff führt innerhalb kürzester Zeit zum "Kokainschock". Erste Anzeichen sind Blässe, kalter Schweiss und Atemnot, gefolgt von schwerem Kreislaufversagen. Symptome einer Überdosierung sind: zunehmender Verlust der Koordinationsfähigkeit, Verwirrtheit, Unruhe und zerebrale Krampfanfälle mit Bewusstseinsstörungen, schließlich Bewusstlosigkeit und Tod durch Atemlähmung und schweres Kreislaufversagen.

Langzeitfolgen

Körperliche Folgen

  • Schwächung der körperlichen Widerstandskraft ® verminderte Belastbarkeit
  • starker Gewichtsverlust
  • Schädigungen der Blutgefäße
  • Schädigung von Leber, Herz und Nieren
  • Erkrankungen der Atmungsorgane (durch Rauchen und dauerhaftes Schnupfen)
  • Schädigung der Nasenschleimhäute und Nasennebenhöhlen (durch Schnupfen) ® chronisches Nasenbluten,
  • Verminderung des Geruchs- und Geschmackssinns
  • lokale Infektionen oder Infektionskrankheiten als Folge des Spritzens
  • bei Schwangerschaft: Früh- oder Totgeburten, massive Reifungs- und Wachstumsstörungen des Fötus

Psychische Folgen

  • ausgeprägte Verstimmungen
  • sexuelle Funktionsstörungen
  • Ess- und Schlafstörungen
  • Depressionen
  • innere Unruhe, starke psychomotorische Erregung
  • Angststörungen und übersteigertes Misstrauen
  • Antriebs- und Konzentrationsstörungen
  • verstärkte Reizbarkeit und Aggressivität
  • Verwirrtheit, bis hin zur Kokainpsychose (paranoide Wahnvorstellungen, Beeinträchtigung des Realitätsbezugs, optische, akustische und taktile Halluzinationen; charakteristisch: Dermatozoenwahn, bei dem der Konsument davon überzeugt ist, Insekten krabbelten über seinen Körper), Psychose kann chronisch werden.

Soziale Folgen

  • nachhaltige Persönlichkeitsveränderungen (bei dauerhaftem Konsum)
  • antisoziales und narzisstisches Verhalten
  • Kontaktstörungen, Isolation ® Zerbrechen der sozialen Bindungen
  • finanzielle Probleme

Abhängigkeit

Bei Kokain ist besonders die Gefahr der psychischen Abhängigkeit sehr groß. Das Absetzen des Stoffes führt zu Entzugssymptomen wie Müdigkeit, Erschöpfung, Depressionen, allgemeiner Verstimmung, mangelnder Energie und sexueller Lustlosigkeit, sowie einem erhöhten Schlafbedürfnis. Diese Symptome können über mehrere Wochen anhalten. Ein starkes Verlangen nach dem Stoff bleibt auch noch über diesen Zeitraum hinaus noch bestehen.

Regelmäßiger Kokainkonsum führt zur Toleranz gegenüber der Wirkung und somit zur Dosissteigerung - allerdings nur bis zu einer gewissen Höchstmenge. Konsumpausen führen wiederum zur Senkung der Toleranz des Körpers.

Wechselwirkungen

In Verbindung mit Nikotin wird die gefäßverengende Wirkung des Kokains und somit auch die Gefahr eines Schlaganfalls verstärkt. Der Mischkonsum mit anderen Substanzen kann zum völligen Kontrollverlust und bis hin zum Kollaps führen. Besonders gefährlich ist eine Injektionsmischung aus Heroin und Kokain, da das Heroin seinerseits zur starken körperlichen Abhängigkeit führt. Eine zusätzliche Einnahme von Benzodiazepinen zum Kokain verstärkt die psychische Abhängigkeit nach psychogenen Substanzen um ein Weiteres.

Sucht Fragen

Hast Du noch Fragen zu Sucht und Abhängigkeit?

Hast Du Fragen zur Drogenabhängigkeit oder Sucht?

Suchtfragen

sg/si'ba


SchuldenSchulden Probleme
Das Verbraucher Insolvenz-Verfahren hilft von den Schulden wegzukommen. Informiere Dich, denn es ist gar nicht so schwer: Information zum Insolvenzverfahren
ComputerTwitter uns JETZT SuchtberichteSexsucht
Ich ich bin weiblich, Ende 40 und sexsüchtig geworden. In der Zeit ist auch das erste mal ein ganz starkes Verlangen aufgetaucht... Sexsüchtig
Weiterbildung im Suchtbereich, SuchtfragenWeiterbildung
Schulabschlüsse, Allgemeinbildung, Fremdsprachen, kaufmännische Berufe und, EDV Lehrgänge, Techniker und Meister. Weiterbildung
ComputerJobs & Stellenmärkte
Wir haben sorgfältig recherchiert und über 200 Job Portale zusammen-gestellt, damit die Arbeit Suche erleichtert wird. Hier geht es zum Stellenmarkt
 

Alle Markenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber

Impressum | Kontakt | Datenschutz
Sozialpädagogen/innen gesucht
| Übersetzer/innen gesucht | Lektoren/innen gesucht | Suchtberater/in gesucht