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Die Suchtbeauftragte der Bundesregierung hat Sonderglocke ein Lob für vorbildliches Engagement im Suchtbereich ausgesprochen. Der Orginalbrief als PDF: Suchtbeauftragte der Bundesregierung
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Es gibt eine neue Methode sanft zu entgiften. Abgeschwächte Entzugserscheinungen sollen durch Neuro-Elektrische-Stimulation erreicht werden... siehe NESCURE Entgiftung
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Suchtstoffe:

Alkohol

Alkohol als natürlicher Stoff

Alkohol, oder chemisch ausgedrückt "Ethanol", ist ein Abbauprodukt des Zuckers, welches bei der alkoholischen Gärung entsteht. Verantwortlich dafür sind winzige Hefezellen, die aus dem Zucker Energie gewinnen und im letzten Abbauschritt Ethanol abgeben. Es handelt sich dabei um eine farblose, flüssige Substanz.

Alkohol als Modegetränk

Alkohol wurde bereits vor Jahrtausenden als Nahrungs-, Genuss- und Rauschmittel verwendet und galt als Luxusgut, welches sich nur wohlhabende Leute leisten konnten.

Die Menschen stellten schon damals fest, dass sich sich durch den Konsum von Alkohol ein Rauschzustand einstellte, der als angenehm empfunden wurde.

Besonders im Mittelalter war das Getränk aufgrunddessen beliebt und der "Genuss" wurde bekanntermaßen regelrecht zelebriert.

Heute gilt Alkohol als ein "legales Rauschmittel".

Allein seiner Tradition verdankt er die gesellschaftliche Akzeptanz, welche er hierzulande genießt.

Alkoholische Getränke sind überall frei verfügbar, ob in Form von Wein, Bier oder Spirituosen und erfreuen sich nach wie vor, besonders zu Anlässen und Festen, großer Beliebtheit

Durch ein Gesetz, welches die Abgabe alkoholischer Getränke an unter 16- bzw. 18-jährige Jugendliche verbietet, sollen diese vor dem süchtigmachenden Rauschmittel geschützt werden - doch auch in dieser Altergruppe hat der Alkoholkonsum erschreckend zugenommen.

Gefährlicher Rausch

Alkohol wirkt berauschend - das ist kein Geheimnis - doch die genaue Wirkung hängt jeweils davon ab, in welcher Form und Menge er aufgenommen wurde, wie sehr die Person an den Konsum "gewöhnt" ist oder nicht und letztlich auch vom Geschlecht, denn die Wirkung ist bei Frauen stärker als bei Männern.

Bei der Verdauung von Alkohol wird dieser durch die Schleimhäute ins Blut abgegeben und gelangt ins Gehirn.

In geringer Dosis werden die Nervenzellen zur Ausschüttung stimulierender Botenstoffe (Transmitter) angeregt.

Dies zeigt sich durch gesteigerte Stimmung und Antrieb - einen Zustand, den sicherlich jeder als "angetrunken sein" kennt und der in der Regel als angenehm erlebt wird.

Wird Alkohol allerdings in hoher Dosis konsumiert, führt er eine Ausschüttung hemmender Transmitter herbei.

Folge: Es stellen sich unter anderem Wahrnehmungs-, Koordinations-, Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und Wortfindungsstörungen, sowie ein Gefühl der Benommenheit ein.

Bei regelmäßigem Alkoholkonsum versucht der Körper, sich an die erhöhte Ausschüttung hemmender Botenstoffe anzupassen. Es kommt zu Veränderungen an den Synapsen (Verbindung zwischen Nervenzellen) im Gehirn.

Beim plötzlichen Absetzen der Droge (und somit Ausbleibens der Hemmstoffe) reagiert der Körper mit einer übermäßigen Ausschüttung erregender Botenstoffe.

Es kommt zu den bekannten Entzugserscheinunge, z.B. Muskelkrämpfe, Zittern, Halluzinationen, Unruhe, Angstzustände.

Abhängigkeit

Bei der Alkoholsucht handelt es sich um eine psychische und körperliche Abhängigkeit.

Der Betroffene braucht die Droge, um den Zustand der "Betäubung" aufrecht zu erhalten, welcher sich durch die überhöhte Ausschüttung der hemmenden Botenstoffe einstellt.

Der Körper vermindert seinerseits die Rezeptoren für diesen Transmitter (GABA), so dass eine immer höhere Dosis nötig ist, um den angestrebten Zustand zu erreichen.

Beim Verzicht auf Alkohol kommt es zu den oben erwähnten Entzugssymptomen.

Folgen dauerhaften Konsums

Alkoholabhängigkeit wirkt sich im körperlichen, seelischen und sozialen Bereich aus.

Körperliche Folgen:

  • Schädigung der Leber: Fettleber, Leberentzündung, Leberzirrhose (=kompletter Funktionsverlust)
  • Schädigung der Bauchspeicheldrüse und des Magens: Entzündungen, Geschwüre, Spätfolge: Diabetes
  • Schädigung des Herzens: Entzündungen, Insuffizienz (Schwäche)
  • Verlust geistiger Fähigkeiten: Vergesslichkeit, Denkstörungen, gestörte Realitätswahrnehmung, Psychosen
  • Schädigung der Nerven: Polyneuropathie (Kribbeln/Taubheitsgefühl besonders in den Händen und Füßen)
  • erhöhtes Krebsrisiko (Alkohol schädigt Reparaturmechanismen der Chromosomen)
  • Gewebeschäden: Muskelatrophie (Abbau von Muskelgewebe)
  • allgemeine Folgen von Mangelernährung

Seelische Folgen:

  • Stimmungsschwankungen
  • Depressionen, bis hin zu Suizidgefahr
  • Angstzustände

Soziale Folgen:

  • Konflikte im sozialen Umfeld
  • Verlust sozialer Kontakte ® Rückzug, Isolation

Trinkertypen

Alpha-Typ:

  • Alkoholkonsum bei Problemen, Konflikten, Kummer oder anderen Belastungen
  • zunächst psychische, bei anhaltendem Konsum auch körperliche Abhängigkeit

Beta-Typ:

  • sog. "Gelegenheitstrinker"
  • weder psychisch noch körperlich abhängig, aber auch von Spätfolgen betroffen

Gamma-Typ:

  • sog. "Gewohnheitstrinker"
  • stärkere psychische als körperliche Abhängigkeit
  • Alkoholkonsum führt zum Kontrollverlust / nicht mehr aufhören können
  • Phasen starken Alkoholkonsums wechseln im Tagesverlauf mit relativ unauffälligen Phasen
  • starke Rauschzustände wechseln mit Phasen ohne Rauschsymptome
  • phasenweise Abstinenz möglich

Delta-Typ:

  • ähnlich Gamma-Typ, jedoch stärkere körperliche als psychische Abhängigkeit
  • Trinken führt nicht zum Kontrollverlust
  • täglicher, regelmäßiger Alkoholkonsum ohne Rauschssymptome (erhöhte Alkoholtoleranz)
  • Abstinenz nicht möglich (starke Entzugssymptome)

Epsilon-Typ:

  • sog. "Quartalstrinker"
  • monatelange Abstinenz möglich
  • exzessiver Alkoholkonsum mit Kontrollverlust in unregelmäßigen Abständen
  • psychische Abhängigkeit deutlich stärker ausgeprägt als körperliche Abhängigkeit

Alle aufgeführten Varianten des Alkoholkonsums sind stark gesundheitlich beeinträchtigend.

"Trocken sein"

Nach überwundener Alkoholabhängigkeit ist eine vollständige Abstinenz anzustreben, da schon eine geringe Menge Alkohol einen Rückfall verursachen kann.

Sucht Fragen

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