::: von "Mohawk" :::
Ich war 14 als ich das erstemal Heroin genommen habe
Ich war 14 als ich das erstemal Heroin genommen habe, heute bin ich 31 und kämpfe mit dem was ich habe gegen die Sucht und das schon seit meinem 18.Lebensjahr. Ich habe viele "Geschichten" gelesen, das soll nicht heißen das ich sie dafür halte, im Gegenteil für einen großen Teil der Menschen sind dies Horrorgeschichten aber diese sind unser Leben...hier ist meine!!!
Reiz des Verbotenen
Am anfang war das einfach nur Geil zur der kleinen Gemeinde zuzugehören die mit Stoff (aller art) zu tuen hat. Es war der Reiz des Verbotenen, das kribbeln am Anfang wenn man Stoff holte, und ja er törnte auch noch gut. Also meine Eltern waren in Ihrer heilen Welt gefangen, und sahen nicht mal das ich junge nachts Autoradios stehlen mußte um den Stoff zu finanzieren. Mit 16 stand ich dann das erstemal vor dem Richter und die wollte mir über 100 Aufbrüche anhängen.
In der Nacht als sie uns erwischten waren ich und ein "Freund" voll auf LSD und kamen von einer Partie. Naja, das ging in die Hose. Meine Lehre auf der Zeche konnte ich halbwegs mitmachen, aber nur wenn Stoff da war.´92 gab es nicht mal so einfach Metha und ich war 17 wohnte noch zuhause. Als dann alles zusammenbrach auf der Arbeit weil ich ständig Krank war und meine Leistungen in den Keller gingen, war es an der Zeit die Sucht offen zulegen (damals sah ich das nicht so).
Ich war 18, 4 Jahre drauf und geoutet. Zu meinem Glück sagte meine Firma Ok du bist krank mache eine Therapie. Also wurde ich über 7 Monate Krank geschrieben bis ich die Therapie antreten konnte. In der Zeit aber beklaute ich alle, Dad, Mom, gr.Bruder... jeden, nur um an Geld für Heroin zu kommen. Das Aufbrechen von Autos habe ich sein gelassen den ich hatte Angst vor dem Knast. So klaute ich nur noch in Läden. Den meine Familie hat mich rausgeschmissen, zuviel habe ich geklaut, Vertrauen gebrochen und alle enttäuscht.
OK.
01.06.93 war mein erster Antritt in der Entgiftung Hagen Elsey. Das war da geboten wurde war der reinste abfuck (in meinen Augen und ich sollte noch etliche Male da auflaufen) eine kalte Entgiftung kannte ich bis dahin nicht den ich war ja ständig bedient mit Stoff. So kam es auch das ich am 02.06 als der Entzug kam einen Schuh machte, mir von den 50 DM die ich hatte Stoff holte und wider zurück bin in meinen Schlafsack, den ich lebte auf der Straße. Da kam es mir das erstemal das dieses dasein nicht so ganz das wahre ist. Aber das Ganze Ausmaß der Sucht das was alles dabei ist, der Kampf ein Cleanes Leben zuführen, all das wußte ich bis dahin nicht, noch nicht! Also ab zum Drobser und für den 01.07.93 ein neuer Anlauf in die besagte Entgiftung Hagen-Elsey -das zweite Mal.
Doch diesesmal sagte ich bei mir ,T... Du mußt wenigstens in der Therapie ankommen, sie dir anschauen um zu wissen ob es was bringt. Dieser Gedanke, die Aussicht wieder auf der Straße zu leben und die Neugier auf Therapie waren der Grund für mich den Entzug durchzustehen. Wer entgiftet hat weiß wie hart es ist von damals 10 kappen Kodisaft, 5 Ruppies und noch Schore kalt zu Entgiften. Damals konnte ich das mit meinem Willen, ich war 18.
Andere fuhren mit Ihrer Freundin zum Schwimmen oder auf Grill Partys; ich saß in der Entgiftung. Nach 3 Wochen war es dann soweit: die Einrichtung schickte einen Mitarbeiter um mich abzuholen. 'Angst, Unsicherheit all das was man wieder spüren kann wenn man Clean ist war da, und mir schlotterten die Knie...
12 Monate später wurde ich entlassen am 19.07.94 nach erfolgreicher Therapie. Ich ging in die Nachsorge in Hamm um meine Lehre wieder aufzunehmen, das aber auf einem anderen Kraftwerk, andere Stadt ein neuer Start. Leider war die Arbeit gar nicht auf meinem Mist gewachsen und meine Entscheidung Energieelektroniker zu werden hat mir mein Dad damals abgenommen, er sagte mir, bewirb dich da, das ist eine gute Firma.
Naja, erst als ich da war merkte ich das Strom, Kabel, Amper und Volt nicht meine Freunde sind. Weiter kam dazu das ich eine Beziehung in der Therapie angefangen habe. Um es zu kürzen, nach 6 w öchigem Aufenthalt hatte ich einen Koks-Rückfall nur um in die Nachsorge zu kommen in die meine "Freundin" kam. Das war voll das Therater und es stand auf Messersschneide, dass ich überhaupt einen Platz bekam.
Es wurde wer rückfällig und ich konnte das Zimmer übernehmen. 8 Monate Nachsorge, in der ich am Wochenende ständig trank. Am Ende Kiffte ich sogar weil ich den Bezug zur Realität verlor. Bis eine UK [Urinkontrolle] anstand. Rauswurf! Peng! Doch wenns hart wird funktionier ich gut, Bude gesucht, Arbeit hatten wir beide, eingerichtet.....3 Monate später vögelte meine mit meinem "Besten Freund" -ABSTURZ TOTAL!!
Nach ca.6 monatigem Rückfall der alles übertraf was ich damals kannte, an Drauf sein, und ich fast an einer Koks Überdosis drauf ging kam mein Dad in die Stadt und suchte mich. Er fand mich nicht direkt. Ich wußte nicht das er da war. An diesem Abend habe ich einem Dealer seinen Bunker abgezogen, dummerweise mußte ich mir noch pumpen ziehen am Automat, und dort standen SIE 3 Leute die Ihr Zeug zurück wollten. Ich sprang die Treppe runter, genau Ihm ins Gesicht.
Als die anderen sahen das Ihm so ziemlich alles im Gesicht gebrochen war kümmerten sie sich um Ihn und ich konnte nach Hause flüchten wie ein gehetztes Tier, stolz drauf die Beute verteidigt zu haben aber gleichzeitig mit einem schlechten Gewissen belastet einen Menschen so schwer verletzt zu haben. Da stand mein Dad abends vor der Tür schellte Sturm weil er Licht sah, ich dachte aber es wären "Sie" um sich für den Abzug zu rächen.
ANGST!!!
Als mein Dad in der Wohnung war und ich voll drauf mir einen Schuß setzte, sagte er zu mir: "Komme mit oder Sterbe hier!" Ich ging mit, ging 2 Wochen später in eine Entgiftung und dann nochmal 1 Woche später flogen wir für 3 Monate nach AUSTRALIEN! ! ! Im Urlaub habe ich von heute auf morgen nur getrunken, und mir hin und wider Graß gekauft. Alles Super, bis wir wieder in Deutschland waren. Kaum die Koffer in die Ecke gestellt schon wieder die Nadel in der Hand. Ich lernte eine Dealerin kennen, Koks, Rotterdam, Absturz!!! Da ging ich dann das erstemal ins Metha-Programm. Für ein Jahr, in der Zeit hatte ich ständig Rückfälle mit Koks.Mir war klar das ich so nie Clean werde also nochmal eine Therapie, die selbe Einrichtung wie beim erstenmal.
Diesmal aber nur 6 Monate, die Zeiten haben sich geändert, die Therapien waren nicht mehr so hart wie ´93, und überhaupt war es nicht das was ich wollte. Mal wider eine Beziehung zu einer Patientin. Das war nix, also verliebte ich mich in eine Mitarbeiterin. Der größte Fehler den ich machen konnte, doch das wußte ich nicht zu der Zeit. Ab in die Nachsorge und heimliche Treffen mit Ihr. Sie arbeitet ja noch oben im Laden. Voll schön die Zeit. Aber kurz gesagt, als ich wider Rückfällig wurde ließ sie mich fallen wie eine heiße Kartoffel. Ich hätte mir mehr Unterstützung gewünscht, also ABSTURTZ TOTAL! Teil II
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