von "Emi"
Suchtbericht
In München fing alles an, und in München sollte alles Enden. also zumindest was die Betaubungsmittel anging. Ich war gerade ma 18 einhalb und ging in meine Berufsausbindung, bei München. Das was mich dort zur sucht verführte [Drogensucht] war eigentlich nur der Gruppenzwang und die Suche nach anerkennung. Ich wurde dort in der Berufsschule nicht so richtig akzeptiert, wie es eigentlich sonst immer der Fall war. Ich war mehr ein ausgeschlossener. Und ich wusste das mein Arbeitskollege irgendwie mit den andern dort ständig am Kiffen ist. Weil ich ja auch dabei sein wollte, dachte ich mir ich könnte da mittmachen und wäre dann kein ausenseiter mehr. So kam es das ich eines Tages auch meinen ersten Eimer gezogen habe und total dicht auf meinem Bett saß und keinen Ton mehr rausbrachte....ich errinere mich noch das gelegentlich ma einer ins Zimmer kam und irgendwas sagte, aber ich dachte die ganze zeit ich schwebe über mir.
Eine ganze weile und viele Bongs später.
mit meiner Ausbildung ging es nich mehr so gut, ich war abhängig geworden, und hatte nur noch eins im Kopf Haschisch. Als ich früh aufwachte an den genauen Tag kann ich mich nicht mehr genau errinnern es war aber schon 1999 ich war also 19 Jahre alt, nahm ich meine Bong wohlgemerkt ich lag noch im Bett, es war der letzte rest und es musste hezte unbedingt neues zeug her...also fuhr ich mit einem Kumpel ca. 160 Km in der Hoffnung gute 100 G mit nach Hause nehmen zu können.
Aber Ebbe - nachdem wir dann dort 4 Stunden mit den absoluten Hirnis durch die Stadt gefahren sind und immer noch nix hatten gab ich es auf, einer der Hirnis gab mir dann noch zum Abschluss, und als entschädigung ein kleines weisses pächen mit einem seltsamen weissen Pulver darin, er sagte es wäre Speed und das es ihm leidtut das heute nix gegangen ist.
Meine Heimfahrt war wohl man könnte sagen....So wach warst du noch nie.
das war dann also der Einstieg in die härteren Sachen.
Von nun an sah der Tagesablauf folgendermaßen aus 10 Uhr aufstehen..10.01 die erste Bong....11.00 die Zweite Bong....12.00 mit einem Kumpel treffen und überlegen was man heute so macht(obwohl das jeden Tag so war)....13.00 die oplikatorischen nachmittagsbier werden getrunken , 3 Stück normal. Danach wird der letzte Hasch geraucht und schön dicht macht man sich auf dem Weg zum Dealer. Dort angekommen kauft man so gegen 15.00 Hasch für 3 Tage und Crystal Speed für einen Abend. auf dem Nachhauseweg kann man es nicht mehr erwarten und man stopt vorzeitig um sich den Chrystel einzuschmeissen...das passiert immer so gegen 16 - 16.30 jenachdem wie lange man n noch bei Verchecker war. Schniefend und tränen in den Augen macht man sich dann auf den weg ins Heimat-dörfchen. dort angekommen so gegen 17.00 wird der rausch genossen...und man hatt sich schon ein gemütliches plätzchen gesucht um neben her noch ein paar Bongs zu rauchen....mit heftigen diskusionen und 10 Bongs später nähern wir uns der 22. Uhr marke und es ist Zeit nachhause zu gehen.....12 Stunden und keine geschlafene Minute Später...ruft man seinen Kumpel an, man fühlt sich so dreckig und brauch dringendst etwas beschäftigung....so geht das dann wieder los....mann raucht um sich runterzubringen, nachdem man den restlichen Crysten eingefahren hatt um den Tag zu überstehen. das man nach dieser Kombination anfängt merkwürdige sachen zu sehen die gar nich da sind und Sachen zu hören die gar nicht da sind. ist mir dann auch schon zur gewohnheit geworden.
1 Jahr und eine Psychose später.
Ich hab es übertrieben...denke ich mir in absoluter panik...ich drehe mich um , dachte hinter mir is einer...ich kann meine Arbeit nich mehr machen. Ich bin viel zu abgelenkt. Ich habe panik verfolgungswan angstzustände. aner ich höre nich auf zu kiffen das ganze macht die Sache dann doch noch erträglich. es ist 2001
Ich gehe auf meine erste entgiftung , der Notarzt fährt mich in die Stationäre behandlung. Ich bin freiwillig dort.
nach 2 Wochen in der Entgiftung gehts mir einigermasen besser. ich entlasse mich selbst und bin tatsächlich 2 Monate clean, fange aber wieder an zu rauchen und zu ziehen.
Im grossen und ganzen hab ich knapp 3 Jahre mit meinen Angstzuständen gelebt, bis ich mich einfach daran gewöhnt habe und heute is alles wieder 90 % normal....aber naja.
Ich lebe also 2002 so in den Tag hinein, Führerschein habe ich schon längst nicht mehr , Arbeit auch nicht,aber mein Kumpel hatt noch einen, und so machen wir uns wieder einmal auf um den (normalen) Tagesablauf hinterherzukommen.
Ich habe gar nicht gemerkt was ich schon alles verloren habe ....Freundin, Arbeit, Auto, Führerschein, vertrauen, ...als mich der übelste Schlag von allen trifft.
Eine medizinische Untersuchung beim Arbeitsamt, wo mir als Folge dieser mein Geld gestrichen wurde da ich mir bewiesenermassen Drogen davon kaufe.
Sie sagten zu mir entweder sie machen eine Therapie oder sie bekommen kein Geld mehr. Da ich ja ein Freund der neuen Umgebung bin und auch gerne ma was neues ausprobiere sagte ich mir , OK dann machen wir halt ma ne Therapie...(aber ich wollte danach auf jeden fall wieder weitermachen).
Dieses 1 Jahr sollte das härteste meines Lebens werden. - .2 Monate Entgiftung...6 Monate Therapie....3 Monate Adaptionsphase....Der Therapieverlauf in der Würmtalklinik
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