Meine Jahre mit der Sucht
von "Poetin"
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Der Rückfall
Der Rückfall kam im Januar 2003
Plötzlich waren die Kopfschmerzen wieder da und sie wurden unerträglich. Ich sagte mir: "Eine Packung Schmerztabletten kann ich mir holen. Ich habe es ja unter der Konntrolle". Die Tabletten wirkten sehr gut und schnell. So wurde eine nach der anderen Packung gekauft. Somit hing ich wieder voll in der Sucht drin.
Nach 3 Monaten ging ich dann zu meiner Suchtberaterin und sie meinte, ich hätte sofort kommen müssen. Dann erzählte ich es meiner Mutti. Sie ahnte es schon, daß was mit mir nicht stimmte, aber sie hielt es nicht für möglich, daß ich rückfällig geworden war. Einige Zeit später erzählte ich es meinen Vati. Das, was er mir sagte, hatte mich zutiefst verletzt. "Du hast mich schwer enttäuscht und Du hast kein Willenskraft".
Immer wenn ich verzweifelt oder wütend war, schluckte ich mehr Tabletten
Immer wenn ich verzweifelt oder wütend war, schluckte ich mehr Tabletten, merkte nach einiger Zeit, daß es keine perfekte Wirkung für mich hatte. So kam die Zeit, wo ich mir Tramalgan 50 und Diclo 75 spritzte. Da ich öfters unter Migräneanfälle hatte, schrieb mir mein Hausarzt einen Schein aus in dem der Inhalt bestand: "Die Patientin leidet unter starken Migräneanfälle. Sie hat mit Tramalgan 50 und Diclo75 gute Erfahrungen gemacht". So konnte ich beruhigt auf Reisen gehen, falls dies auftrat, konnte ich diesen Schein vorlegen und mir wurde es gespritzt.
Dann kam der Tag, an dem ich mich selber spritzen konnte
Dann kam der Tag, an dem ich mich selber spritzen konnte. Es war am Wochenende und hatte wieder mal diesen Migräneanfall. Ich fuhr mit dem Auto zur Notdienststelle und zeigte dem Arzt diesen Schein vor. Der Arzt meinte: "Das Tramalgan 50 muß ich Ihnen auf Rezept aufschreiben. Gehen Sie nebenan zur Apotheke,dann kann ich es Ihnen spritzen".
Wie gesagt und getan,dann kam der Moment, womit ich niemals rechnete. Er gab mir die restlichen 4 Ampullen Tramalgan sowie 4 Ampullen Diclo in Packungen. "Die nehmen Sie mit,wenn Sie wieder in so einer Lage sind, haben Sie diese bei und es kann Ihnen gleich gespritzt werden", sagte der Arzt zu mir. Als ich im Auto saß, sah mir die Packungen an, da machte es bei mir Klick. "Nun brauche ich die Spritzen und kann es selbst machen", waren meine Gedanken.
Am Tag darauf fuhr ich zu dieser Apotheke, wo ich das Rezept einlöste. Ich erklärte ihnen : "Ich brauche für diese Schmerzmittel Spritzen. Der Arzt meinte, ich könnte es selbst machen". Prompt bekam ich die Spritzen und ich war überglücklich. So kehrte ich die erste Zeit alle 4 bis 5 Tage bei der Notdienststelle ein. Nahm die leeren Packungen mit und legte meinen Schein bei einem Arzt oder Ärztin vor.
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