Lob von der Bundesregierung
Die Suchtbeauftragte der Bundesregierung hat Sonderglocke ein Lob für vorbildliches Engagement im Suchtbereich ausgesprochen. Der Orginalbrief als PDF: Suchtbeauftragte der Bundesregierung
NEU Sanfte Entgiftung
Es gibt eine neue Methode sanft zu entgiften. Abgeschwächte Entzugserscheinungen sollen durch Neuro-Elektrische-Stimulation erreicht werden... siehe NESCURE Entgiftung
Aufruf "Die Zeit"
Sucht Workshop
Wir laden zu einem kostenlosen mehrtätigen Suchtworkshop in München ein. Es sind noch 5 Plätze frei... weiter
ARD - Neuneinhalb
Das Kindernachrichtenmagazin Neuneinhalb (ARD) sucht Mitwirkende zum Thema "Computerspielsucht"... weiter
ZDF - Dr. Feld hilft
Zur Zeit realisieren wir für das ZDF das neue Sendeformat „Dr. Feld hilft". Hierbei suchen wir Menschen... weiter
Wir suchen unseren Sohn
Wir suchen unseren Sohn, der sich in der Szene PUNKT nennt. Er ist groß und schlank und hat und eine schlaksige Figur... Wir suchen "Punkt" |
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Die Geschichte des Harl-Heinz K.
Meine Krankengeschichte - Suchtverlauf 1965 - 2005
Seite -10-
...Stunde aufhören muss weil dann alles verschwimmt. Meine Angst wieder rückfällig zu werden war immer präsent dies hat sich erst seit der letzten Entgiftung 2005 geändert. Ich hatte immer Angst dann aus einem Delirium nicht mehr zu mir zu kommen und daran in einer Psychiatrischen Einrichtung elendig zugrunde zu gehen. Es fiel mir vor 2005 schon mehr als schwer bei meinen Stimmungsschwankungen und depressiven Phasen die mich einhüllten wie eine Nebelbank das Haus auch nur kurzfristig zu verlassen.
Jedes Mal wenn ich irgendeinen Termin hatte geriet ich schon Tage bzw. Wochen vorher so unter Stress dass ich mich auf nichts Wesentliches mehr konzentrieren konnte. Im März 2005 war mein Anspruch auf ALG erschöpft. Ab März 2005 hat mich Dr. W****** wegen Antidepressiva Unverträglichkeit sowie Benzodiazepinabhängigkeit erneut für arbeitsunfähig erklärt. Das Rentenverfahren läuft weiter wegen meines Einspruchs nach § 109 SGG. Seit Februar 2005 bin ich auch bei einem neuen Arzt in Behandlung und bei meinem jetzigen Therapeuten in Behandlung. Nach einem Versuch mich mit SSRI Medikamenten zu behandeln stellten sich bei beiden Medikamenten eine Unverträglichkeit heraus. Dies stellte Dr. W****** im März 2005 fest. Ich lebte seitdem nicht mehr so zurückgezogen wie vorher und das bisschen an mehr Lebensfreude die ich dahin wieder genießen konnte war mehr als ich mir jemals zu träumen gewagt hätte.
Seit Januar 2005 habe ich letztmals angefangen kleine Mengen Alkohol zu mir zu nehmen, dies hat sich bis Juni nochmals weiter gesteigert. Die erste Juni-Woche habe ich dann permanent so viel getrunken, dass ich den Überblick und die Kontrolle nochmals darüber verlor. Ich begab mich dann im Juni 2005 ein letztes Mal in die Klinik um frühzeitig einen Alkoholentzug unter ärztlicher Aufsicht zu machen, weil sonst die Gefahr bestanden hätte, dass ich wieder in eine sehr kritische Lage gekommen wäre. Seit dem Juni 2005 habe ich keinen Alkohol mehr angefasst dies habe ich einem Neurologen zu verdanken der extern hinzugezogen wurde und der mich als erster Arzt überhaupt darauf aufmerksam machte, dass man Medikamente vom Typ der Benzodiazepine nur sehr langsam ausschleichen darf weil alles andere unweigerlich wieder Rückfall bedeutet.
Mein Dank nochmals an diesen Arzt er hat mir vermutlich das Leben gerettet. Heute versuche ich nun im Rahmen der Akzeptanz meine Probleme in den Griff zu bekommen mit Hilfe meines Therapeuten der mir auch mal verbal bei Bedarf in den Hintern tritt. Aber das tut nicht weh sondern ist für manche die einzige Methode den Ausstieg zu schaffen. Mache mir seitdem jeden Tag einen Plan für den nächsten Tag und versuche diesen auch einzuhalten auch wenn es mir noch so schlecht geht um wieder einigermaßen am täglichen Leben teilnehmen zu können. Heute im Juli 2006 wenn ich das letzte Jahre Revue passieren lasse so kann ich auf eine recht positive Entwicklung zurückblicken.
Seit einem Jahr erstmals Trocken und die Medikamente langsam herunterdosiert wobei mich auch andere Betroffene und die Mitglieder einer SHG sehr motiviert haben. Ich werde zwar nie mehr so gesund werden als wenn dies alles nicht geschehen wäre, jedoch bin ich heute wieder in der Lage viele Dinge zu meistern die ich vorher für Undenkbar gehalten hätte. Die Verhaltenstherapie ist das Mittel der Ersten Wahl. Für mich jedenfalls ist das so vielleicht ist es bei anderen anders was ich jedoch stark bezweifle. Kein Medikament der Welt kann eine Störung behandeln. Benzodiazepine gehören in die Klinik oder zu einem Spezialisten der sich damit auskennt und sie nur im absoluten Notfall aus dem Schrank holt. Bin momentan bei 5 mg Diazepam angelangt und werde mir noch genügend Zeit lassen für den Rest. Es geht mir zwar physisch schlechter aber mein Kopf hat heute durch die erlernte Therapie wieder die Kontrolle übernommen. Danke dem Doc und dem Therapeuten und all den Leuten die mich bis heute unterstützt haben. Ich werde meine Hilfe und mein erlerntes das sehr wertvoll ist gerne an Betroffene weitergeben.
Fazit:
Die Kasse hat mich 1985 mit meiner Krankheit alleine gelassen indem sie mir eine weitere psychotherapeutische Behandlung verweigerte die sehr gut angeschlagen hatte und damit indirekt zu meiner Benzodiazepinabhängigkeit beigetragen. Denn erst 1986 habe ich aus Verzweiflung wieder zu dem Medikament gegriffen Die Suchtproblematik war mir nicht bewusst. Die Kasse hat mir 2005 mitgeteilt, dass ich zur Suchtberatung müsse weil ich Benzodiazepinabhängig bin. Die Kasse tat so als wenn ihr dieser Punkt neu gewesen wäre. Zuerst bezahlt die Kasse Jahrzehnte lang ein Medikament und dann macht sie einem den Vorwurf dass man abhängig ist. Wo war hier die Kontrollfunktion der Kasse die den Arzt darauf hinweisen hätte müssen was er hier verschreibt.
· Dr. H******** hat1986 durch die leichtfertige Verschreibung von Betäubungsmitteln ohne Aufklärung und ohne Alternativen aufzuzeigen wie z.Bsp. einen Facharzt hinzuziehen oder einen Therapeuten einzubinden grob fahrlässig gehandelt. Siehe ärztliche Leitlinien.
Politiker müssten schärfer durchgreifen denn diese leichtfertige Abgabe solcher Medikamente stellt absolut kein Kavaliersdelikt mehr dar!
Arzte sollten sich wieder mehr auf das Heilen besinnen was eigentlich ihr Auftrag wäre. Medikamente heilen keine Ängste! Das Problem ist ein geheilter Patient ist kein Kunde mehr.
Ärzte wollen hoch angesehene Bürger sein und sind nicht mal im Stande für ihre Taten Verantwortung zu übernehmen!
Ende
Lesen Sie auch Karl Heinz K's offenen Brief an verschiedene Presseorgane. <--zurück |
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