Die Suchtbeauftragte der BundesregierungLob von der Bundesregierung
Die Suchtbeauftragte der Bundesregierung hat Sonderglocke ein Lob für vorbildliches Engagement im Suchtbereich ausgesprochen. Der Orginalbrief als PDF: Suchtbeauftragte der Bundesregierung
Die Suchtbeauftragte der BundesregierungNEU Sanfte Entgiftung
Es gibt eine neue Methode sanft zu entgiften. Abgeschwächte Entzugserscheinungen sollen durch Neuro-Elektrische-Stimulation erreicht werden... siehe NESCURE Entgiftung
Unterstützung in LebensfragenAufruf "Die Zeit" Unterstützung in LebensfragenARD - Neuneinhalb
Das Kindernachrichtenmagazin Neuneinhalb (ARD) sucht Mitwirkende zum Thema "Computerspielsucht"... weiter
Auswandern und AbenteuerZDF - Dr. Feld hilft
Zur Zeit realisieren wir für das ZDF das neue Sendeformat „Dr. Feld hilft". Hierbei suchen wir Menschen...weiter
Unterstützung in LebensfragenWir suchen unseren Sohn
Wir suchen unseren Sohn, der sich in der Szene PUNKT nennt. Er ist groß und schlank und hat  und eine schlaksige Figur... Wir suchen "Punkt"

Die Geschichte des Harl-Heinz K.

Meine Krankengeschichte - Suchtverlauf 1965 - 2005

Krankheitsverlauf Karl-H.  xxxxx

Meine allererste Panikattacke erlitt ich im Alter von 15 Jahren während meines Schulunterrichts. Ich befand mich  in meinem Klassenzimmer als mir plötzlich alles vor den Augen verschwamm und ich die Lehrerin sowie die Mitschüler und den Klassenraum nur noch schemenhaft erkennen konnte. Ich geriet in Panik bekam Schweißausbrüche, Herzrasen und vibrierte am ganzen Körper. Ich verließ daraufhin das Klassenzimmer und begab mich nach draußen  wo ich ca. 30  Minuten verweilte.

Nach einiger Zeit bekam ich enorm starke Kopfschmerzen und das flimmern vor meinen Augen ließ langsam nach. Meine erste Panikattacke hatte einen visuellen Hintergrund dies erklärt auch warum ich später auf visuelle Veränderungen so extrem panisch reagierte. Hier hätte ein guter Diagnostiker schon die spätere Katastrophe verhindern können. Aber damals war diese Art von „Krankheiten“ noch nicht bekannt.

Seit dieser Zeit lebte ich in ständiger Angst, dass diese Symptome wieder auftreten und ich ging ab diesem Zeitpunkt sehr ungern in die Schule. Während des Unterrichts war ich seitdem ständig damit beschäftigt andauernd alles immer und immer wieder genau zu beobachten. Meine Gedanken kreisten immer um dieses unangenehme Ereignis das ich nicht nochmals erleben wollte.

Meine Leistungen verschlechterten sich und  beeinträchtigten meine  Konzentration um ein Vielfaches obwohl ich bis zu diesem Zeitpunkt immer zu den besten meines Jahrgang gehörte. Die Lehrer bemerkten zwar dass irgendetwas nicht stimmte aber sie haben diese Störung auch nicht lokalisieren können. Ich war pausenlos damit beschäftigt Veränderungen an meinem Körper zu beobachten und schon bei der geringsten Abweichung geriet ich erneut in Panik. So traten diese Ängste in unregelmäßigen Abständen immer wieder auf. Ich steigerte mich dann so stark in die Situation rein, dass es immer öfters zu immer stärkeren Panikattacken kam.

Im Alter von 16 Jahren, ich war damals im 2. Ausbildungsjahr (die Beschwerden hatte ich bis dahin schon seit 2 Jahren) kam ich während der Mittagspause an einem Berufsschultag zum ersten Mal in meinem Leben mit Alkohol in Berührung. Ein Klassenkamerad lud mich anlässlich seines Geburtstages zu einem Bier ein. Als ich das Bier (0,5 l) ausgetrunken hatte musste ich mich kurze Zeit später auf de Toilette übergeben. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Kontakt mit alkoholischen Getränken gehabt. Nach dem Erbrechen bemerkte ich die mir bis zu diesem Zeitpunkt unbekannte Sedative Wirkung des Alkohols.

Ich war innerlich ruhig und ein wohliges angenehmes Gefühl durchströmte meinen Körper. Seit dieser Erfahrung benutzte ich den Alkohol um unangenehme Situationen leichter ertragen zu können oder vorbeugend wenn ich mich in solche begeben musste. Habe mich aber niemals betrunken. Ich betrachtete es als Hilfe zur Selbsthilfe da damals jeder Arzt den ich damit konfrontierte mich auf labilen Blutdruck behandelte und mir Betablocker verordnete die ich aber schon nach kurzer Einnahme vernichtete. Durch die Betablocker wurde mir sehr übel da mein Kreislauf durch diese Betablocker stark ins Schwanken geriet und mir schwindelig wurde was wiederum die Panik in mir aufsteigen lies. Angststörungen waren damals noch eine Fremdwort und als solche in Arztkreisen unbekannt.

Für diese scheinbare Hilfe durch den Alkohol zahlte ich viel später einen sehr hohen Preis (damals hätte ich niemals gedacht was das 30 Jahre später mal für Folgen haben wird).  Ich versuchte nicht nur ein Übel mit einem anderen auszutreiben sondern mein ganzes Wesen veränderte sich. Mein Freundeskreis wurde ein anderer. Ich bekam auch zunehmend ein sehr gestörtes Essverhalten mit Zunahme meines Gewichtes. Dies wiederum führte langfristig auch noch  zu einem  sehr gestörten Verhältnis zum anderen Geschlecht und das ausgerechnet in der Pubertätsphase.

Durch all diese unangenehmen Lebensumstände wurde ich nach und nach immer mehr auch aggressiv. Nur wenn Alkohol im Spiel war fühlte ich mich in der Gesellschaft von Menschen  wohl, wurde aber teilweise abartig aggressiv anderen Menschen gegenüber was eigentlich  überhaupt nicht meinem Naturell entspricht und was mir auch hinterher immer sehr leid tat weil ich diese Entgleisungen einfach abartig empfunden habe am Tag darauf. Ich machte mir zwar so meine Gedanken aber was der Grund für  all dies sein könnte ist mir und auch keinem Arzt bewusst geworden.

1970 hatte ich dann auch noch das Pech als Beifahrer eines Bekannten einen schweren Autounfall zu erleiden. Ich zog mir einen offenen Unterschenkelbruch zu wobei die ersten 6 Wochen eine Amputation nicht ausgeschlossen werden konnte. Nach mehreren Operationen wurde ich dann nach 3 Monaten entlassen und war im Anschluss noch 9 Monate arbeitslos. In dieser Zeit verschrieb mir mein damaliger Hausarzt die Medikamente Dolviran für die Schmerzen sowie erstmals das Schlafmittel Nitrazepam.

Als ich zum ersten Mal die Sedative Wirkung von Nitrazepam verspürte wurde es zu meinem ständigen Begleiter. Ich setzte es anstatt Alkohol zur Linderung und Vorbeugung meiner Panikstörungen ein, so konnte ich mich sicher und ohne Einschränkungen in der Gesellschaft bewegen. Auch das Nitrazepam habe ich wirklich nur im Ausnahmefall benutzt. Damals stand noch nichts im Beipack von wegen Abhängigkeit. Dies wurde vom Hersteller schön verschwiegen. Benzodiazepine tauchten erstmals 1984 in den Roten Listen auf.

| weiter-->

Seite -1- -2- -3- -4- -5- -6- -7- -8- -9- -10-

Lesen Sie auch Karl Heinz K's offenen Brief an verschiedene Presseorgane.


Tabettensucht

Texte zu diesem Thema:

 

 

Weitere Autorinnen und Autoren gesucht.

Schreibt uns Eure persönliche Geschiche. Ihr bleibt anonym. Helft mit! Die Gesellschaft braucht Euer Feedback. Ihr seid die Experten!

User, Exuser, Süchtige, Drogenabhängige, Alkoholiker, Spielsüchtige, Leute mit Essstörungen, Medikamentenabhängige, Süchtige und Abhängige dieser Welt: beteiligt Euch an diesem Forum.

Hier gibt es weitere Informationen

Sponsor/Werbung

Wie weit gehen Sie für Ihre neue Liebe?
Weiter

 

SchuldenSchulden Probleme
Das Verbraucher Insolvenz-Verfahren hilft von den Schulden wegzukommen. Informiere Dich, denn es ist gar nicht so schwer: Information zum Insolvenzverfahren
ComputerTwitter uns JETZT SuchtberichteSexsucht
Ich ich bin weiblich, Ende 40 und sexsüchtig geworden. In der Zeit ist auch das erste mal ein ganz starkes Verlangen aufgetaucht... Sexsüchtig
Weiterbildung im Suchtbereich, SuchtfragenWeiterbildung
Schulabschlüsse, Allgemeinbildung, Fremdsprachen, kaufmännische Berufe und, EDV Lehrgänge, Techniker und Meister. Weiterbildung
ComputerJobs & Stellenmärkte
Wir haben sorgfältig recherchiert und über 200 Job Portale zusammen-gestellt, damit die Arbeit Suche erleichtert wird. Hier geht es zum Stellenmarkt
 

Alle Markenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber

Impressum | Kontakt | Datenschutz
Sozialpädagogen/innen gesucht
| Übersetzer/innen gesucht | Lektoren/innen gesucht | Suchtberater/in gesucht