Benzoabhängigkeit
::: von "Oliver" :::
Meine Geschichte
Ich heiße Oliver bin 34 Jahre alt und komme aus dem südlichen Teil des Bundesgebiets.
In meiner Ausbildung zum Gesellen auf der Berufsschule Anno 1990, kam ich mit weichen
Drogen (Haschisch) in Kontakt. Es war das Neue und das dazu gehören wollen, das mich an
die Drogen 14 Jahre fesselte.
Später probierte ich auch harte Drogen, von denen ich heute
weiß, dass man sie besser für medizinische Zwecke einsetzt und nicht zu Eigenversuchen
einsetzt. In den 90er Jahren war ich über 2 Jahre in einem ambulantem
Ersatzdrogenprogramm, in dieser Zeit verschrieb mir ein Psychotherapeut die Ersatzdroge
Codein auf Privatrezept.
Ausschlaggebend für die Beendigung des Ersatzdrogenprogramm, war ein Besuch meiner
Cousine in Italien, die mich längere Zeit nicht gesehen hatte. Als sie mich dann in diesem
benebelten hilflosen Zustand sah, erkannte ich in ihrem Gesichtsausdruck, dass sie sehr
enttäuscht war und von der sonstigen Freude wie sonst nichts mehr da war. ( Ich wünsche
jedem Hilfsbedürftigem dass ihr/ihm so eine Situation begegnet in der sie/er erkennt dass es
an ihm selbst liegt, welchen Weg er weitergehen kann).
Fest entschlossen dazu aufzuhören, habe ich mich über mehrere Monate von der Ersatzdroge
herunterdosiert bis ich nur noch wenige Tropfen einnahm. Es war bis zu dem Zeitpunkt in
dem ich fast weg war von der Droge, eher leicht, doch als ich dann nichts mehr nahm, begann
für mich der kalte Entzug. Anfangs hatte ich einen Eisenhaltigen Geschmack im Mund und
mein Körper sehnte sich sehr nach der Droge.
Ich half mir in Maßen mit Baldrian und
Melissengeist der auch etwas half. Nach 3-4 Monaten circa war das Gröbste überstanden. Nun
galt es für mich standhaft zu bleiben. Bald darauf fand ich eine Freundin und die große Sucht
war fast vergessen. Das weiche Drogenproblem hat aber doch noch weitere Jahre
angehalten.
Leider rauchte ich noch immer Cannabisprodukte und gab mir selbst zur
Entschuldigung, dass andere Menschen Alkohol trinken. Sich Selbst mit dem Genuss von
anderer Rauschmittel der Andern zu vergleichen ist kein guter Ratgeber. Es ist besser ist man
orientiert sich an den Menschen, die das Leben ohne Sucht meistern.
Diese Leute kann man
in Vereinen, öffentlichen Stellen und in Kirchlichen Einrichtungen finden.
Erst mit dem Beginn der Meisterschule und dem bekannt werden der Trennung von meiner
damaligen Frau wollte ich ein Leben ohne Drogen weiterleben. Bis heute nehme ich nichts
mehr und danke Gott dafür.
Ich fürchte die Nachwirkungen meines Drogenmissbrauchs und wäre froh wenn ich Dinge
früher anders und nicht getan hätte. Trotzdem bin ich froh am Leben zu sein und denke dass
es vorteilhaft ist sein Leben ohne Drogen zu gestalten.
Bewusstseinserweiterung kann auch in
Form von Bücher lesen, Musik hören, Tanzen und dem aufmerksamen Betrachten der Natur
(u.v.m) stattfinden.
Ich bin heute aktives Mitglied in einem Chor und habe eine wunderbare Freundin plus
Tanzpartnerin gefunden.
Da ich gerne dichte möchte ich euch Dieses mitgeben:
Erträume (Stell dir) dein Leben so vor, wie du es dir wünschst und gib acht dass du den Weg
auch richtig gehst.
Oliver
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