Cannabis und XTC
::: von "A" :::
Erläuterung: XTC = Ecstasy
Seite 2
Na ja, irgenwann kam dann die Neugier auf andere härtere Sachen, da war ich 14 Jahre. Ich hatte mich ja schon durch die Broschüren informiert und begann jetzt Freunde, die schon was älter waren nach ihren Erlebnissen mit XTC und LSD zu fragen und woher man das Zeug bekommen kann. Viel konnte ich nicht in Erfahrung bringen bis ich M. kennen lernte. Er wusste alles und konnte mich auch an das Zeug bringen. Er nahm mich und eine Freundin an einem Wochenende mal mit zu einer Disco in Düsseldorf, wo wir die ganze Nacht im Bahnhof auf einer Treppe verbrachten. Das da eine Disco ist, wussten wir nicht wirklich. Er war immer mal verschwunden und kam wieder. Dann hatte er uns was mitgebracht.
Es war eine Pappe. Wir wussten nicht so genau, was es ist und wie man es anwendet. Er sagte, man muss sie lutschen, ca. 10 Minuten lang und dann kann man die runterschlucken. Also teilten wir die Pappe in zwei Stücke und jeder lutschte seine Hälfte erwartungsvoll. Auch davon habe ich nicht viel gemerkt, ausser einen Anflug von Paranoia als ich einmal alleine da sass und wartete. Ich hatte das Gefühl, ich werde von den aus beobachtet, es sässe jemand drin und guckt mich die ganze Zeit an. Damals wusste ich noch nicht, das es tatsächlich Paranoia waren. Na ja, die Nacht an sich war ganz lustig, mehr nicht.
Den Montag darauf schrieb ich eine Klausur in der Schule. Leider konnte ich nichts aufs Papier bringen, da mein Kopf völlig leer war. Erklären konnte ich mir das nicht und egal wars mir auch. Heute weiss ich, dass das die Nachwirkungen von der halben Pappe am Wochenende waren.
So nahm es seinen Lauf. Ich fuhr noch mehrmals mit M. zu dieser Disco, wo ich auf Freunde von ihm im Bahnhof traf. Irgendwann habe ich dann angefangen Pep zu ziehen. Ich wusste nicht wie ich das machen sollte, er zeigte es mir dann. Die erste Nase hab ich verschüttet. Bei der zweiten hats geklappt. Man war das eine tolle Wirkung. Ich habe mich total frei, leicht und glücklich gefühlt und hatte einen unwahrscheinlichen Rededrang. Im Laufe der Nacht hatte ich noch eine Nase gezogen.
Das war ne tolle Nacht.
Ich war auf den Geschmack gekommen und fuhr immer wieder mit dahin. Ich habe viele Leute da kennen gelernt, die meisten waren spendierfreudig und alle waren älter wie ich und fanden es nicht gut, das ich mich da rumtreibe, aber na ja...
Zu der Zeit habe ich nur wenig konsumiert, von allem ein bisschen, aber wenig. Irgendwann, es war auch an einem Wochenende in Düsseldorf und ich war gerade dabei eine 5 köpfige Gruppe zu unterhalten mit meinem Rededrang als ich hinter mir die Stimme meiner Mutter hörte: aber jetzt schnell nach Hause, Freundin !
Ich wurde kalkbleich und drehte mich um, da stand meine Mutter und mein Stiefvater mit einem Beamten der Polizei. Ich wusste nicht wie mir geschah, ich war voll drauf, hatte riesige Pupillen und musste dem Beamten meine Adresse und meinen Namen sagen und ich sah, das er anhand der Pupillen erkannte, was los war. Dazu sagte er aber nichts. Gott sei Dank. Auf dem Weg nach Hause musste ich mir allerhand Vorwürfe von meinen Eltern anhören. Mein Bruder hatte mich wohl verraten, wo ich sei.
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