Polytoxikomane
::: von "Polly" :::
Meine erste Erfahrung mit einer mich süchtig machenden Substanz hatte ich in meiner frühen Kindheit. Aufgrund einer Magen-Darm-Infektion bzw. der dadurch verursachten schweren Übelkeit wurde mir der Stoff Dimenhydrinat (z.B. Vomex A) verabreicht.
Dimenhydrinat wird im Körper zu Diphenhydramin (DPH = aktive Form) metabolisiert und entfaltet seine antiemetische Wirkung als Antagonist an H1-rezeptoren (Histamin). Was mich persönlich an diesen Stoff bindet ist zum einen meine (damals schon bestehende) Emetophobie (volles Programm, mit zum Teil mehrere Tage andauernden akuten Angst- und Panikzuständen) und zum anderen der sedative Effekt, wobei dieser für mich im therapeutischen Dosisbereich sehr subtil geworden ist.
Mein Konsum dieser Substanz hat sich bis zu meiner Volljährigkeit auf Situationen beschränkt, in denen es mir übel war. Ich merkte mit zunehmendem Alter, dass auch meine Gedanken Übelkeit hervorrufen können. So zum Beispiel auch der Gedanke daran, dass ich momentan nicht unter der Wirkung des Medikaments stehe.
Und so kam es, wie wohl zu erwarten war, dazu, dass ich mir seit dem 18. Lebensjahr dieses Zeug auf Vorrat halte und mal mehr (mindestens einmal am Tag aber immer am Abend) mal weniger oft (0,2-3 x die Woche) meine Dosis (ca. 100 mg DMH) verabreiche. Präventive Einnahmen sind hier der entscheidende Faktor und zugleich Pegel für mein Allgemeinbefinden.
Weiter
Weitere Autorinnen und Autoren gesucht.
Schreibt uns Eure persönliche Geschiche. Ihr bleibt anonym. Helft mit! Die Gesellschaft braucht Euer Feedback. Ihr seid die Experten!
User, Exuser, Süchtige, Drogenabhängige, Alkoholiker, Spielsüchtige, Leute mit Essstörungen, Medikamentenabhängige, Süchtige und Abhängige dieser Welt: beteiligt Euch an diesem Forum.
Hier gibt es weitere Informationen
Sponsor/Werbung
Wie weit gehen Sie für Ihre neue Liebe?
Weiter

|