Alkoholiker
::: von "Hermann" :::
Jeder Tag ohne Alkohol ist ein guter Tag
Ich bin seit Oktober 2005 trocken. Meine Trinkerkarriere zog sich von frühster Jugend bis ins sogenannte "Mittelalter", alles in Allem fast 35 Jahre,Jahre , in denen die Menge, die Regelmäßigkeit zunahm.
Im Oktober 2005 dann der Zusammenbruch, das volle "Programm", Delir im Krankenhaus;zum Glück für mich, sonst könntet Ihr mein Geschreibsel jetzt nicht lesen.
Nach dieser Vorgeschichte drängelt es sich doch förmlich auf, das ich eine Beschäftigung im Bereich Sucht (Alkohol)-Hilfe suche.
Über ehrenamtliche Hilfe, einen Abschluss im sonderpädagogischen Bereich, Teilnahme an Schulungen zum Gruppenleiter einer Selbsthilfegruppe, etliche Bewerbungen an einschlägigen Einrichtungen stehe ich nun auf dem Standpunkt: Hilfe, egal welcher Art will man von Betroffenen nicht!
Die studierten Diplom... werden auf die Hilfesuchenden losgelassen, nur um den "Zugangsvoraussetzungen" von irgendwelchen theoretisch denkenden Verantwortlichen gerecht zu werden!
Helft mir, das sich dieser Zustand ändert! Schreibt, wenn Ihr möchtet, mir auch privat an 21102005@gmx.de! Danke schon im voraus.
Fortsetzung:
Ich habe schon oft und lange überlegt, wie es zu diesem Scheiß kam. Wann ging es los mit dem Sprit brauchen, wann wurde es regelmäßig...oder, oder....ich hab es dann sein lassen, es bringt eh nichts. Das Einzige, wobei ich mir fast sicher bin, das es eine "Ursache"
sein könnte will ich jetzt versuchen zu erklären.
Meine Kindheit war soweit ganz "normal", ich wuchs wohlbehütet auf, es fehlte nur Eines: Nestwärme, Anerkennung, Akzeptanz meiner Person. Mir wurde; ohne Schläge, Gehorsam anerzogen.
Eine eigene Meinung wurde, und wird heute noch; nicht geduldet. Logisch, dass ich die in mich gesetzten Hoffnungen, auch aus Protest, nicht erfüllte. Irgendwie zog sich das Ganze wie ein roter negativer Faden durch mein Leben. Der Alkohol war dann immer mehr mein "Trost". Man hatte es mir auch nicht angesehen, ich war nie wirklich volltrunken, besoffen. Jetzt, nach gut drei Jahren Abstinenz, weiß ich, es waren nicht die Eltern etc. schuld, das Rohr habe ich aufgeschraubt...
Ich gehe regelmäßig zur Selbsthilfegruppe, ist ein fester Bestandteil meines Lebens, dort werde ich wirklich verstanden, wir ticken alle gleich.
Kommentar Sonderglocke:
Wir würden uns sehr freuen, wenn Du Deine Story weiter ausführen würdest. Wie kam es zum Alkolismus, wie war das Leben mit Alkohol, wie ist es ohne... usw. Wir freuen uns also auf Deine Fortsetzung.
Mittlerweile ist einige Zeit vergangen, aber Trockenheit bestimmt nach wie vor mein Leben!
Inzwischen habe ich über meinen Rententräger diversen Praktika im sozialen wie gesundheitlichen Bereich absolvieren können und befinde mich zur Zeit in einer Fachschulausbidung zum Heilerziehungspfleger.
Mit 53 hab ich dann den staatlich(ist ja so wichtig in Deutschland!!)anerkannten Titel , darf dann endlich etwas sinnvolles tun, will dann versuchen in der Suchthilfe meinen Platz auszufüllen.
Super Hermann, wir freuen uns so für Dich. Lass wieder von Dir hören. Alles Liebe und Gute, Team Sonderglocke
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