Heroinentzug - Suchtbericht
::: von "Der Taucher" :::
Hallo mein Name ist Kevin, ich bin 20 Jahre alt und habe schon vieles durchgemacht in meinem Leben. Ich möchte euch gerne mal etwas über mein Leben und die Sucht schreiben.
Kindheit & Elternhaus
Ich bin nicht gerade in einem guten Elternhaus groß geworden meine Mutter trank viel Alkohol und konsumierte auch andere Suchtstoffe. Mein Vater war schon ab meinem dritten Lebensjahr außer Haus gewesen. Das heißt ich war mit meiner süchtigen Mutter und mit meinen zwei Brüdern alleine gewesen. Ich habe als kleiner Junge gern Fussball gespielt und mit den Jungs aus der Umgebung rumgehangen, mit den ich viel Mist gebaut hatte ,meine Mutter war zu Hause total überfordert gewesen. Mein Großer Bruder ist mitlerweile 28, mein anderer ist 24.
Jugend
Mein großer Bruder ist mit 15 Jahre von zu Hause weg gewesen und mein anderer Bruder lebte seit dem 5. Lebensjahr bei der Oma. Mein großer Bruder fing mit Drogen an als er mit 15 das Elternhaus verlassen hat,er war nur unregelmäßig noch zu sehen. Mein großer Bruder konsumierte LSD, Alkohol, und THC.
Bei meinem Großen Bruder ging es dann bis zu seinem 18. Gerbutstag weiter. Meine Mutter hatte inzwischenzeit zum 3.mal geheiratet. Sie hatte ständig neue Beziehungen.
Der Kontakt zu meinem anderen Bruder war nur sporadisch. Als mein großer Bruder 18 wahr hatte meinen Mutter ihn zwangseingeliefert weil er psychich nicht mehr zu recht kam. Mein großer Bruder machte draufhin eine Langzeittherapie in der Eifel. Die bei ihm sehr wirkungsvoll war er ist mittlerweile 10. Jahre clean.
Er hatte danach den Kontakt zur Mutter komplett abgebrochen zum Selbstschutz. Ich lebte selber bis zu meinem 11.Lebensjahr im Haus meiner Mutter. Mit 11Jahren kam ich ins Kinderheim. Dort wollte ich nie bleiben bin dort immerwieder abgehauen und habe Tage und N ächte auf der Straße verbracht. Bin in Einkaufszentren rumgerannt bin stehlen gegangen. In der Zeit habeich Jungs kennengelernt die schon volljährig waren wo ich den ersten Kontakt mit Haschich hatte. In der Zeit habe ich Nachts vor einer Disco einen Mann kennengelernt der mich bei sich aufgenommen hat.
Ein Mann nahm mich auf
Er wusste das ich aus einem Heim komme wollte mich zurück bringen,ich wollte nicht. Dieser Mann war für mich im ersten Moment ein Vaterersatz, was ich aber falsch gesehn hate als 11 Jähriger. Nach einiger Zeit bei ihm ist es zu sexuellen Handlungen mit Gegenleistung gekommen die ich bekam dafür. Ich hatte mich Psyschich so manipuliert und Abhängig von ihm gemacht, dass ich keine andere Wahl hatte außer meinen Mund zu halten und da zu bleiben.
Sex und Gegenleistungen
Nach 1-2 Jahren wo gerade 14 war hatte er eine Karriere schub in der Technoszene und war sehr angesehen. Also durchlief ich mit ihm und seiner Freundin jedes Wochende mehrere Discos in Deutschland. Dort lernte ich die chemischen Drogen kennen die mir aber erstmals nicht gefallen haben. Also fing ich langsam mit dem Kiffen und der Chemie an. Ich wurde immer älter und stärker körperlich. Ich habe mehrere versuche gestartet von ihm abzuhauen. Bin mal für 2 mal für 3 Wochen weg gewesen, aber irgendwie hatte es mich immerwieder zu ihm geführt. In der Wochen hatte ich mich auf der Straße aufgehalten an Bahnhöfe wo ich mir dann mein Geld verschafft habe. Da ich es ja bereits kannte für Sex eine Gegenleistung zu kriegen bin ich anschaffen gegangen um mich zu Versorgen. In der Zeit hatte ich auch einmaligen Kontakt mit Heroin geraucht was ich erstmal sein lies.
Als mich dann wieder zurückführte zu diesem Mann war alles anders. Er musste aus Deutschland raus er hatte einen Haftbefehl wegen Schulden und Steuerhinterziehung. Er wanderte mit mir und seiner Freundin nach Österreich aus (Kärnten), wo seine Mutter lebte. Ich habe es dort nur kurze Zeit ausgehalten und bin abgehauen, habe versucht Schwarz nach Deutschland mit dem Zug zu kommen was mir auch gelang. Zu dem Teitpunkt war ich fünfzehn gewesen. Ich wusste nicht wohin nach Hause zur Mutter wollte ich auf keinen Fall. Ich fuhr zur Szene am Bahnhof Ruhrgebiet wo ich mich auskannte.
Zurück in die Szene
Habe dort wie kurz zuvor meine Geld mit anschaffen verdient. Ich fing an in Notschlafstellen für Jugendliche zu schlafen wo ich Jungs kennengelernt habe die das gleiche Leben führten wie ich, bis auf eine Sache, ich konsumierte noch kein Heroin. Aber das hatte sich alles schnell ergeben um mit dem Alltag auf der Straße zurecht zu kommen, also fing ich an Heroin zu Rauchen. In der Zeit habe ich auch Frauen kennengelernt mit den ich sexuellen Kontakt hatte. Es waren nur kurze Affären. Bei einer ist meine Tochter Samantha entstanden.
Entgiftung
Nach einem halben Jahr auf der Straße ging ich dann in die Entgiftung. Wo ich mit 15 mein ersten Heroinentzug machte, es war die Hölle. Von dort aus bin ich in die Therapievorbereitung gegangen, wo ich nach 3 Monaten disziplinarisch entlassen worden bin. Ich hatte meine Mutter angerufen und sie gefragt ob sie mich wieder aufnimmt, weil ich nicht auf die Straße zurück wollte.
Zurück zur Mutter
Sie willgte ein nach sechs Jahren außer Haus war ich wieder zuhause bei meiner Mutter, die immernoch die selben Probleme hatte wie früher. Ich bekam dort dann mit, wie sie trank heimlich kiffte und dies löste nach zwei Monaten bei mir Suchtdruck aus. Ich spielte im Fussballverein wieder wo ich dann anfing zu trinken was ich sonst nie getan hatte. Hörte schnell damit wieder auf und fing wieder an zu kiffen und Chemie zu nehmen. Um dem Haushalt aufrecht zu halte und den Kühlschrank zu füllen fing ich an mit Hasch zu dealen.
Rückfall
Nach ungefähr sechs Monaten ist meine Mutter vor meinen Augen an einer Lungenembulie gestorben. Meine Bruder der bereits 8 Jahre Clean war, motiverte mich zu einer Therapie die ich auch machte. Nach meiner Therapie ging ich in die Nachsorge wo ich arbeiten ging und eine Beziehung versuchte aufzubauen. Ich war mit der Arbeit (Akkord) und mit der Beziehung unzufrieden. Kurze Zeit bin ich dann auf der Arbeit r ückfällig geworden mit Pepp.
Ich habe dann die Nachsorge verlassen und bin in mein altes Umfeld wo ich bei meiner Mutter gelebt hatte zurück gegangen wo ich dann wieder kiffte und Chemie nahm und verkaufte. Ich war zu dem Zeitpunkt 19 Jahre. Nach kurze Zeit bin ich wieder in die Szene am Bahnhof abgedriftet wo ich anfing wieder Heroin zu konsumieren. Dies ging dann soweit das ich sogar einmalig auch gespritzt hatte. Nach meiner ersten Spritze habe ich wieder nach 4 Monaten die Notbremese gezogen und bin in die Entgiftung gegagen und habe eine Therapie beantragt. Nach kurzer Zeit hatte ich dann meine Therapie begonnen wo ich jetzt bin. Ich bin jetzt in der Adaptiven Phase und werde jetzt ein Praktikum machen und mir ein neues Umfeld aufbauen. Ich hoffe das es mir dieses mal gelingt standhaft zu bleiben im Moment spricht einiges dafür.
Das war mein Leben bis jetzt.
Bemerkung: Taucher: wir wünschen Dir alles Liebe und Gute. Diesmal wirst Du es schaffen ;-) Wenn Du Lust hast kannst Du gelegentlich berichten, wie es Dir geht. Wir starten in Kürze auch eine Art Tagebuch. Dort berichten cleane Menschen über ihren Alltag, in guten wie in schlechten Zeiten. Liebe Grüße, Team Sonderglocke, Anton.
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