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Co-Abhängigkeit

Ein kleiner Beitrag zum Thema "Co-Abhängigkeit" ...

Vor 15 Jahren habe ich meine große Liebe kennen gelernt.

Wir kamen beide aus kaputten Familien. Schon damals drehte sich alles um Sucht. Alkoholiker in seiner und meiner Familie. Sein Bruder drogenabhängig. Sucht, Schläge, Demütigungen.

Bei ihm habe ich mich das erste Mal geborgen gefühlt. Wichtig. Ich war seine Prinzessin. Er mein Held. Er, unsere Beziehung bedeuteten mir alles!

Was ich damals noch nicht wahrhaben wollte, dass unsere Beziehung vermutlich schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Die Drogen waren allgegenwärtig, auch bei ihm.

Erst kiffen, Heroin, Tabletten ...!

Die schönen Tage wurden weniger. Das Gefühl dieser einzigartigen Verbundenheit schwand! 2 Menschen eine Einheit, bald nur noch eine Erinnerung.

Unsere Liebe überschattet von seiner Sucht, der Angst ihn zu verlieren, ihn niemals wieder zu sehen! Ich musste ihm doch helfen!

Die erste Zeit habe ich einfach nur versucht, für ihn da zu sein. Kleine Geschenke, Essen kochen, schrieb ihm liebevolle Briefe und Karten. Seine Kindheit war doch so schrecklich, sein drogenabhängiger Bruder, der immer die ganze Aufmerksamkeit bekam und er klein, still, zurückgezogen. Er wollte für niemanden eine Belastung sein!

Ich wollte ihm all diese Aufmerksamkeit geben, die er doch  so vermisst hatte. Ja, das hatte er, hat all meine Zuneigung aufgesaugt wie ein Schwamm! Hat mir gesagt, was für ein Glück es für ihn ist, mich zu haben, ich sei wie für ihn gemacht! Ich dachte mein Verhalten sei richtig. Habe ihn immer verteidigt, vor anderen, meinen Freunden, meiner Familie!

"Verlass ihn, er tut dir nicht gut!"

"Niemals, ich liebe ihn, er braucht mich!"

2000 sind wir dann zusammengezogen. Ich weiß nicht, ich wollte es unbedingt! Ich dachte, wenn er erstmal von zuhause weg ist, dann wird alles gut! Ich kann ihm helfen mit meiner Liebe!

Aber natürlich konnte ich das nicht! Ich habe versucht, seine Sucht geheim zu halten! Habe versucht alles \"richtig\" zu machen! Mein Chef, meine Kollegen, keiner von ihnen wusste Bescheid. Bis heute nicht. Meine Freunde hatten sich schon vor langer Zeit verabschiedet, seine natürlich auch! Jeden morgen mit dem Gedanken aufzuwachen ihn nicht mehr wieder zu sehen, einen Anruf vom Krankenhaus, der Polizei zu erhalten! Es war ein Teufelskreis! Ich wollte ihm helfen, dachte er würde es ohne mich nicht schaffen! Ich habe nur noch funktioniert! Ausbildung, Schule, Haushalt und ER! ER an erster Stelle!

Wir führten keine Beziehung mehr! Nur noch wenig Zärtlichkeiten, mal eine Umarmung oder ein Kuss! Meistens dann, wenn er sein Methadon haben wollte! Manipulation!

Geliebt habe ich ihn trotzdem noch, er war ja anders, als die anderen Junkies! Ist arbeiten gegangen, nicht kriminell geworden, hat mich niemals bestohlen! Ich weiß, er tat es für mich!

In einer normalen Partnerschaft würde man solche Dinge wohl als selbstverständlich nehmen!

Jeden morgen aufstehen, ins Bad, schauen, ob er dort liegt, zur Arbeit, abends nach Hause, erstmal wieder schauen, ob er im Bad liegt oder auf dem Sofa, prüfen, ob er noch atmet, Haushalt, Essen, lernen, ins Bett ... stundenlang wach liegen ... jeden Tag dasselbe! 2 1/2 Jahre lang!

Dachte immer wieder an unsere ersten Jahre, an die Geborgenheit, wie schön es war, wollte es zurück!

Dann, endlich ... sein Führerschein weg, der Job in Gefahr! Endlich war er bereit zu einer Therapie! Ich konnte es kaum erwarten! Alles würde gut werden! Ich war mir sicher!

Ich wollte diese wunderschöne Zeit zurück …!

Es war seltsam, ich war mir meiner Liebe zu ihm doch immer so sicher, aber als er dann für einige Wochen in der Entgiftung war, da veränderten sich meine Gefühle auf einmal! Ich war mir nicht mehr sicher, ob ich das alles noch wollte. Diesen Schmerz, diese Traurigkeit, diese lieblose \"Beziehung\". Ich habe ihn trotzdem fast jeden Tag dort besucht, immer eine 3/4 Stunde Autofahrt. Und immer dieser Song im Radio "With or without you" von U2. Ich nahm es als Zeichen, entschied mich für ihn. Er hatte sich doch innerhalb kürzester Zeit schon so sehr verändert. Er war wieder liebevoll, machte mir Komplimente. Auch körperlich wollte er mir wieder näher kommen, ich konnte es nicht erwidern, schob die Gedanken beiseite, dachte es sei nicht so wichtig, ich sei nicht wichtig, es würde sich irgendwann geben!

Nach 8 Wochen dann die Therapie. Der Abschied war so schwer, aber ich ließ mir nichts anmerken. Dachte an die wunderschöne Zeit zurück!

Ich war glücklich? Nein, ich war traurig, hab mich allein gefühlt, wollte nur noch bei ihm sein! Habe versucht, aus der Ferne für ihn da zu sein. Briefe, Telefonate, Besuche! Ich wollte ihn wieder zuhause haben! Strich jeden einzelnen Tag am Kalender ab. In dieser Zeit war er besonders liebevoll und aufmerksam, ich spürte, dass er Angst hatte mich zu verlieren, dass er mich brauchte! Aber irgendwie waren doch auch immer Zweifel vorhanden. Er hatte ja sonst niemanden ... ich habe mir klare Worte gewünscht, damit auch ich mich ihm offenbaren konnte. Aber diese Worte blieben aus. Ich dachte, wir bräuchten wohl beide noch Zeit.

Ich war so Stolz auf ihn, dass ER es geschafft hatte, diesem Drogensumpf zu entfliehen!

Die ersten Wochen nach seiner Therapie waren schön, wir kamen uns wieder näher ... und dann auf einmal war alles anders! Er hatte wieder Freunde, neue und alte, mir war das alles zuviel, ich konnte nicht damit umgehen, "ständig" Leute um mich zu haben, er genoss es! Ich zog mich zurück, hatte mit schrecklichen Depressionen zu kämpfen, habe nur noch geheult, hatte schlechte Laune! Ich fühlte mich allein gelassen, im Stich gelassen, verraten! Nichts lief mehr zwischen uns! Ich mauerte mich ein, ignorierte meine Gefühle, meine Bedürfnisse! Er verstand mich nicht!

Irgendwann fand ich etwas zu kiffen bei ihm. Eine Welt brach für mich zusammen, ich fühlte mich wieder zurückversetzt in die Zeit während seiner Sucht! Ich habe schrecklich geheult, war hysterisch, wollte ihn zur Drogenberatung zwingen!

Es muss schrecklich für ihn gewesen sein! Heute bin ich mir sicher, er konnte es nicht ertragen, mich so zu sehen! Vielleicht habe ich überreagiert, aber ich hatte wieder dieses Bild vor Augen, wie er im Bad liegt mit zerstochenen Venen ... die „alte“ Angst!

Alles Teil dieser Abhängigkeit! Ich begreife es jetzt!

Er versprach mir, damit aufzuhören, was er natürlich nicht tat! Seit diesem Tag wurde ich wieder begleitet von dieser "alten" Angst! Wir entfernten uns immer mehr. Ich war irgendwann nur noch wütend auf ihn, machte ihm Vorwürfe, fühlte mich als Selbstverständlichkeit! Wir zogen uns beide zurück. Er saß nur noch vorm Computer, achtete nicht mehr auf sein Aussehen, nahm immer mehr zu! Kaum Zärtlichkeiten, keine liebevollen Worte! In den darauf folgenden Jahren hatte ich immer das Gefühl, er würde sich eine andere Frau wünschen, ich glaubte, er beneidete seine Freunde/Bekannten um deren Beziehungen. Er fiel mir ständig in den Rücken.

Ich war wütend auf ihn, weil er nicht sah, wie sehr ich litt, wie schrecklich es mir ging! Wie sehr ICH Hilfe brauchte! Seine Hilfe!

Ich konnte nicht mehr sprechen! Ich hätte ihm so gerne erklärt, was mit mir los ist, aber ich konnte nicht, wusste es eigentlich nicht mal selbst …!

Ich spürte jeden Tag, wie er sich immer weiter von mir entfernte!

Immer begleitet von der Angst ihn zu verlieren!

Er nahm immer mehr zu, es störte mich nicht, liebte ihn auch so, aber ich hatte Angst, er könnte krank werden, vielleicht einen Herzinfarkt erleiden oder dergleichen! Ich steigerte mich immer weiter rein, ihm zu helfen! Ich meinte es doch nur gut mit ihm, wollte sein Bestes!

Irgendwann fing er dann an wieder richtig Sport zu machen, nahm ab, sein Selbstbewusstsein stieg wieder! Ich war Stolz auf ihn! Aber da war sie wieder diese Angst ihn zu verlieren. Vielleicht an eine andere Frau?

Nach einem Streit Anfang 2009 wollte er sich trennen. Am darauf folgenden Tag erlitt ich einen Unfall, er blieb, ich wusste, nur aus Pflichtgefühl. Zwischendurch lief es wieder besser, ich machte mir Hoffnungen, dachte vielleicht bekommen wir das wieder hin. Irgendwann bemerkte ich, dass er chattete. Ich wurde misstrauisch, sprach ihn drauf an, er verneinte es, war sogar sauer deswegen.

Anfang des letzten Jahres musste ich dann erkennen, dass er mich betrügt, bereits über mehrere Monate hinweg. Aber anstatt ihn rauszuschmeißen, hatte ich wieder nur Angst ihn zu verlieren. Wir, nein, er trennte sich von mir, zog aus! Die ersten Monate sahen wir uns oft, er war lieb, half mir, machte mir Komplimente. Ich genoss es, dachte, wir könnten wirklich noch einmal neu anfangen. Aber er wollte es nicht. Alles nur aus Pflichtgefühl, Schuldgefühle. In der darauf folgenden Zeit sahen wir uns immer weniger, hatten immer weniger Kontakt. Es gab nur noch Vorwürfe. Ich war wütend. 2 – 3 mal war ich im letzten Jahr so weit, den Kontakt endgültig abzubrechen. Es hatte mich immer Wochen gekostet, mich dazu durchzuringen. Jedes mal, wenn ich es ihm sagte, fing er an, Mitleid bei mir zu erwecken, dass er niemanden habe, nicht möchte, dass ich aus seinem Leben verschwinde! Selbstverständlich knickte ich jedes Mal wieder ein, ich wollte ihm doch immer noch helfen!

Die letzten Wochen habe ich bemerkt, dass sich sein Verhalten verändert hat. Ich fragte ihn im letzten Jahr immer wieder, ob er eine neue Freundin hat, sich mit anderen Frauen trifft. Zunächst verneinte er es, dann gab er zu, sich mit anderen Frauen zu treffen, nicht nur mit einer. So nach und nach gab er Preis, was die letzten Monate alles passiert war, wen er so kennenlernte!

Ich spüre schon seit Anfang des Jahres, dass es soweit ist. Vor einem Monat brach er mir das Herz. Es gibt nun wieder eine neue Frau in seinem Leben!

Das ganze Jahr hat er mit erzählt, er wolle keine neue Beziehung, wolle nun allein bleiben. Ich akzeptierte das so, weil ich dachte, dass es vielleicht wirklich das Beste sei!

Er hat mir die ganze Zeit gesagt, er würde sich niemals von mir abwenden, würde nicht weggehen, aber seit er diese Frau kennt, ist alles anders. Jetzt soll ich loslassen. Jetzt auf einmal!

In unserem letzten Telefongespräch habe ich ihm gesagt, dass es keinen Sinn mehr macht, ich mich nicht mehr melden werde. Er sagt, er weiß nicht, ob er sich noch meldet. Ich denke, er wird es nicht, vielleicht ist er froh, dass es endlich vorbei ist, vielleicht ist er traurig, ich weiß es nicht!

Ich habe vieles verloren, meine Freunde, meine Jugend, den Bezug zu mir selbst, meinem Körper! Eigentlich weiß ich im Moment nicht einmal wer ich bin! Das Schlimmste für mich ist aber, dass ich IHN verloren habe! Ich wusste, es würde irgendwann vorbei sein, habe nur auf den Tag X gewartet! Ich konnte nichts mehr tun! Nur zuschauen! Er hat jetzt eine neue Frau an seiner Seite und wieder falle ich in dieses tiefe schwarze Loch! Es ist nicht fair! Wie kann er sich so schnell wieder verlieben? Ich bin wütend auf ihn, auf diese Frau, die scheinbar \"normal\" ist, nicht so, wie ich! Ich kann es einfach nicht begreifen!

Fühlt sich ein Junkie so, wenn man ihm seine Drogen wegnimmt? Erst jetzt kommen mir diese Gedanken! Kann so vieles an meinem Verhalten nicht verstehen!

Er versteht nicht, dass ich nicht mehr auf meine Gefühle und Bedürfnisse hören konnte! Dass nichts mehr ging!

Die letzten Monate habe ich mich sehr viel mit dem Thema Co-Abhängigkeit/Beziehungssucht beschäftigt. Habe es wieder und wieder beiseite geschoben. Ich dachte:

„Nein, das trifft doch nicht auf dich zu! Auf dich doch nicht! Du wolltest ihm doch nur helfen, was ist daran schlimm?“

Erst die Erkenntnis, dass er eine neue Frau an seiner Seite hat, die ihm \"schon sehr geholfen hat\", wie er sagt, ist mir schlagartig klar geworden, was die ganzen Jahre mit mir los gewesen ist! Ich konnte meine eigenen Gefühle, Bedürfnisse nicht erkennen oder sie äußern! Ich habe niemals mit ihm über meine Probleme gesprochen, meine Ängste, meine GEFÜHLE FÜR IHN! Über Sexualität konnte ich nicht sprechen, es war mir schrecklich peinlich, ich durfte doch so etwas nicht fühlen, keine Erwartungen stellen! Er hat mein Verhalten nie verstanden!

Ich fühle mich schuldig, aber auch missverstanden! Ich war so allein mit allem. Niemand hat gefragt, wie es mir geht! Du schaffst das schon!

Gesund ist er wohl  immer noch nicht! Er kifft, hat Depressionen! Auch jetzt noch würde ich ihm gerne helfen! Es ist wirklich ein Teufelskreis! Aber er hat mich auch manipuliert die letzten Monate! Hat immer gesagt, er hätte niemanden, ich solle ihn nicht loslassen! Jetzt hat er eine neue Partnerin und ich denke, er braucht mich nicht mehr! Es fühlt sich schrecklich an! JETZT sagt er, ich soll ihn loslassen!

Er sagt, ich hätte ihn nur noch gegängelt, bevormundet! Schon lange wollte er die Beziehung beenden! Es tut weh! Ich weiß, ich trage Mitschuld! Er sagt, ich reagiere auf alles so extrem! Ja, das tue ich, jetzt weiß ich, warum das alles so ist! Ich bin müde, fühle mich ausgebrannt! Kann kaum arbeiten.

Jetzt sagt er mir, alles was er während der Therapie gebraucht hätte, wäre ICH gewesen! Die Therapie hätte ihm gar nichts gebracht! Nur ich! Es war alles, was ich damals hören wollte! Es hätte mehr ausgesagt, als ein \"ich liebe dich\"!

Die ganzen 15 Jahre, die ich ihn nun kenne, kann ich an nichts anderes denken, als an ihn! Er ist allgegenwärtig! Jetzt hat er eine neue Frau! Er begreift nicht, dass auch ich Hilfe brauche! Nicht nur er!

Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis ich das alles verarbeitet habe!

Ich sollte mir keine Sorgen mehr um ihn machen, er hat ja jetzt sie …!

Es sind jetzt genau 2 Wochen vergangen seit ich das alles geschrieben habe. Einen Tag nachdem ich ihm sagte, ich würde mich nicht mehr bei ihm melden! Das habe ich bisher auch nicht. Auch er hat sich nicht mehr bei mir gemeldet. Vielleicht denkt er, ich melde mich sowieso irgendwann wieder. Es war ja immer so. Vielleicht ist er froh, vielleicht auch nicht, vielleicht meldet er sich irgendwann wieder. Keine Ahnung! Ich denke, im Moment ist es so das Beste!

Ich weiß, dass er nicht versteht, was mit mir los ist/los war. Ich werde ihm alles erklären, aber nicht jetzt.

Es macht mich ganz schön fertig, dass es  eine neue Frau in seinem Leben gibt. Ich habe ihn immer und immer wieder gefragt, ich wollte einfach Gewissheit. In unserem letzten Gespräch hat er gesagt, sie seien nicht zusammen, ich kann das nicht glauben, sie verbringen so viel Zeit miteinander. Aber vielleicht will ich das auch glauben, damit ich mich von ihm lösen kann.

Es ist hart und es tut weh, aber ich bemerke selbst eine Veränderung an mir. Wenn ich lese, was ich vor 2 Wochen gefühlt habe, oder besser wie ich gefühlt habe, denn mittlerweile ist mir bewusst  geworden, wie extrem sich das alles anhört! Große Liebe, große Gefühle, helfen, helfen, helfen und immer nur ER! 

Ich dachte immer, ich könne nicht alleine leben, aber das ist überhaupt nicht das Problem ... er fehlt mir ganz einfach!

Vor ca. 7 Jahren habe ich mit dem Rauchen aufgehört, von einem Tag auf den anderen. Ich habe seitdem keine einzige Zigarette mehr angefasst! Ich erinnere mich noch an die ersten Wochen, es hat sich alles so unwirkllich angefühlt. Auch jetzt fühlt es sich wieder so an!

Vielleicht bin ich jetzt auf dem richtigen Weg ...

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