Amphetamine & Kaufsucht
::: von "Hope" :::
Ich bin ein Scheidungs-Kind und war in der Pubertät zurückgezogen und einsam, mit 15 begann dann meine Ausbildung und ich rauchte die erste Bong und zog die erste Nase Koka, auf Partys war ich meistens als erster dicht aber so war ich nicht mehr schüchtern und verklemmt! Ich konnte plötzlich mit Mädchen sprechen und war der Mittelpunkt.
Mit 18 kam ich in die Techno-Szene, ein bunter Haufen mit dem man zusammen dicht sein konnte "Genial". Dann ging alles sehr schnell, die Drogen waren am Anfang nur am Wochenende dabei doch nach nicht mal 4 Monaten hab ich die Drogen mit zum Bund und so jeden Tag genommen. Als meine Mutter merkte was los ist, hat sie mich vor die Tür gesetzt, ich bin dann erst mal zu Techno-Leuten gefahren und bin dort unter gekommen.
Ich glaubte, ich könnte die Sucht kontrollieren aber es war genau umgekehrt, als ich dann meinen kompletten Sold „verfeiert“ hab und ich nicht in die Kaserne fahren konnte holten mich die Feldjäger. In der Kaserne angekommen rief meine damalige Freundin mit der ich eine Wohnung hatte an und machte Schluss.
Die Wohnung wurde auch gekündigt, die Möbel gepfändet und ich wurde unehrenhaft aus der Bundeswehr entlassen. Ich zog bei meiner neuen Freundin und ihrem Ex ein. Ich lebte mit ihr 4 Jahre zusammen und wir sind 4mal Umgezogen weil wir durch meine Drogensucht und ihre Kaufsucht nie genug Kohle hatten, ich war ständig arbeitslos und sie Arzthelferin, da war die Kohle knapp.
Das letzte Jahr der Beziehung hatte ich es geschafft meine Sucht auf ein Minimum zu reduzieren, es war nur noch ein kleiner Schritt bis zum Sieg über die Sucht. Dann ging die Beziehung auseinander und ich hatte die gemeinsame Wohnung und ihre Kauf-Schulden von mehreren Tausend Euro am Arsch.
Ich meldete mich bei meiner Familie, die mir dann aus den Schulden half. letztes Jahr wurde ich von einer Polizei Streife kontrolliert und bei der UK wurden Amphetamine gefunden. Kurze Zeit später hatte ich dann noch einen Unfall und wie der Amphetamine im Urin, obwohl ich nichts intus hatte.
Da es sich um das Auto meiner Mutter handelte kam alles zusammen und sie gab mir die letzte Chance etwas zu ändern. Meine ambulante Therapie begann ich Ende letzten Jahres, leider war der Therapeut nicht das was ich gebraucht hätte.
Er nahm das alles so leicht und erzählte immer wieder von den guten Seiten der Drogen, ich bin dann nicht mehr hin gegangen weil die Therapie nichts an meiner Sucht geändert hat. Jetzt konsumiere ich wieder Wochenends, hab aber einen festen Job und werde mich bald in einer Kampfsportschule anmelden, da man dort Disziplin und Körperbeherrschung trainiert hoffe ich dadurch endlich den kompletten Absprung zu schaffen. Heute bin ich 26.
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