Fragen zur Suchttherapie
Suchttherapie - Was ist das?
Unter Therapie versteht man die Behandlung von Krankheiten unter Anwendung von wissenschaftlich hinreichend begründeten (psychologischen) Methoden auf Patienten
Teilnahme an einer Therapie
Welche Schritte eingehalten werden müssen um an einer Therapie teilzunehmen und welche unterschiedlichen Maßnahmen eingeleitet werden können, wird im Folgenden kurz erläutert:
Antrag stellen
Voraussetzung einer Behandlung ist ein entsprechender Antrag. Antragsformulare erhält man bei den Krankenkassen und Suchtberatungsstellen. Die Mitarbeiter in den Beratungsstellen sind beim Ausfüllen der Unterlagen gerne behilflich.
Bestätigung des Versicherungsträgers
Über den Antrag entscheidet der zuständige Versicherungsträger. Er trifft auch die Entscheidung über Art und Umfang einer Maßnahme. Nach erfolgter Zusage kann die Behandlung beginnen.
ambulant oder stationär Eine ambulante Behandlung dauert ca. ein Jahr und beinhaltet die Teilnahme an Einzel- und Gruppengesprächen. In der Regel sind das zwei Termine pro Woche.
Eine stationäre Behandlung dauert zwischen sechs und sechzehn Wochen.
Fachklinik mit Therapieprogramm Die stationäre Behandlung findet in einer anerkannten Fachklinik statt. Das Therapieprogramm umfasst Einzel- und Gruppengespräche, sowie Arbeits- und Beschäftigungstherapie.
Hinzu kommen noch notwendige, medizinische Anwendungen (z.B. medikamentöse Behandlungen, Massagen, Krankengymnastik usw.)
Therapieerfolg stabilisieren Um den Therapieerfolg zu stabilisieren, sollte nach erfolgter Behandlung regelmäßig eine Selbsthilfegruppe besucht werden.
Wie verläuft eine Therapie?
Am Anfang einer jeden Therapie steht die Entgiftung des Körpers. Je nach dem Grad der Abhängigkeit kann eine Therapie ambulant oder stationär erfolgen. Eine stationäre Therapie ist jedoch unumgänglich, wenn zum Beispiel Alkoholabhängigkeit und Tablettensucht zugleich vorliegen. Das ist immerhin bei mehr als der Hälfte der Medikamentenabhängigen der Fall.
Bei einer reinen Tablettenabhängigkeit kann die Entgiftung unter Umständen ambulant erfolgen. In den meisten Fällen entwöhnt man den Körper schrittweise vom Gift, um die Entzugserscheinungen in Grenzen zu halten. Insbesondere bei Psychopharmaka wird auf diese Weise therapiert.
Da oft persönliche oder soziale Probleme in die Tablettenabhängigkeit geführt haben, wird parallel zur körperlichen Entwöhnung eine Langzeit-Therapie, zum Beispiel eine Maltherapie, angeboten. Um einen Rückfall in die Sucht zu vermeiden, lernt man dort, sich selbst bewusster wahrzunehmen, eigene Stärken und Schwächen besser zu erkennen und mit ihnen umzugehen.
sg/ap
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