Die Suchtbeauftragte der BundesregierungLob von der Bundesregierung
Die Suchtbeauftragte der Bundesregierung hat Sonderglocke ein Lob für vorbildliches Engagement im Suchtbereich ausgesprochen. Der Orginalbrief als PDF: Suchtbeauftragte der Bundesregierung
Die Suchtbeauftragte der BundesregierungHerz für Strassenhunde
Welpe
Unterstützung in LebensfragenAufruf "Die Zeit" Unterstützung in LebensfragenSUCHT und EGOISMUS
Der Egoismus ist ein Teil der Sucht. Bei der Betrachtung dieses Suchtverhaltens lernen wir viel über die Sucht selbst... Der Egoismus bei Süchtigen
Unterstützung in LebensfragenDie Sprache der Sucht
Süchtige kommunizieren anders. Die hohe Kunst einen suchtkranken Menschen zu verstehen, besteht darin, sein Verhalten zu durchleuchten. Die Kommunikation bei Süchtigen
Unterstützung in LebensfragenMentalcoaching
Das neuro-dynamische CLEAN AND FREE, von Hans R. Hoffmann, ermöglicht allen Süchtigen sich schnell und ohne Medikamente von Sucht oder Abhängigkeit zu befreien... weiter
Unterstützung in LebensfragenARD - Neuneinhalb
Das Kindernachrichtenmagazin Neuneinhalb (ARD) sucht Mitwirkende zum Thema "Computerspielsucht"... weiter
Auswandern und AbenteuerZDF - Dr. Feld hilft
Zur Zeit realisieren wir für das ZDF das neue Sendeformat „Dr. Feld hilft". Hierbei suchen wir Menschen...weiter
Unterstützung in LebensfragenWir suchen unseren Sohn
Wir suchen unseren Sohn, der sich in der Szene PUNKT nennt. Er ist groß und schlank und hat  und eine schlaksige Figur... Wir suchen "Punkt"

Gott und die Welt

In esoterischen Kreisen wird heftig debattiert, ob die Sucht eine Form von Suche ist. Suche nach etwas bestimmtem, beispielsweise dem Sinn des Lebens, Gott oder einer ähnlich wichtigen Instanz. Um es vorweg zu nehmen: Sucht stammt etymolgisch nicht von Suchen ab, sondern von "siechen" dahin siechen, oder schlicht krank sein. Dennoch könnte es eine Verbundenheit oder einen roten Faden geben, der alle Süchtigen miteinander verbindet. Die Wissenschaft ist sich, wie so oft, nicht einig. Mittlerweile suchen nach nach dem Sucht-Gen, sie möchten uns die Sucht per Pille (!) ab-gewöhnen.

Ursprung und Verbundenheit

Ursprünglich waren wir Alle Eins. Wir waren gläubig, in der Form, dass wir die Natur als heilig betrachteten. Unsere Naturverbundenheit prägte unser Handeln und nicht umgekehrt. Uns wurde tagtäglich klar, wie abhängig wir von den Launen der Natur sind und dementsprechend rücksichtsvoll verhielten wir uns gegenüber der Natur. In vielen Religionen verehrte man Natur-Phänomene als Gottheiten. Die Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft hatten damals Kultstatus, wie heute vielleicht der Buddismus. Man war sich einig was wichtig ist.

Winds of Change

Mit dem Industriezeitalter änderten sich die Prioritäten. Der Mensch schien die Welt im Griff zu haben. Er dachte sie kontrollieren zu können. Wissenschaftler feilten fleissig an ihren Formeln, um uns die Welt neu zu erklären. Profilierungssüchtige Neurotiker erfanden neue Theorien und Systeme nach denen der Mensch zu leben hatte. Mit den Systemen kamen Normen und mit diesen Normen entanden Abnormen: wer sich nicht anpasst wird verachtet oder landet im Irrenhaus, wenn nicht noch schlimmer.

Das wirtschaftliche System des Kapitalismus entwickelte sich und hat sich mittlerweile fest ettabliert. Das Kapital hat der Natur den Rang abgelaufen. Es gab sozusagen einen Tabellenwechsel in der Championsleague. Werte wie Liebe, Mitgefühl, Naturverbundenheit und der daraus resultierende Glaube verloren an Bedeutung und wurden ersetzt mit Begriffen aus den Wirtschaftswissenschaften. Der Verstand hatte über Gott gesiegt und mit diesem Sieg entstand Unzufriedenheit.

Sucht, Brot & Spiele

Das kapitalistische System sah in der Suchtanfälligkeit des Menschen das grösste Potenzial. Unser komplettes Wirtschaftssystem basiert auf Sucht. Die Werbung, die die Position der Religionen eingenommen hat, suggeriert einem, wie man zu leben hat, was man besitzen muss um glücklich zu sein und welche Produkte man kaufen sollte um geliebt zu werden. Instinktiv haben wir nicht vergessen, dass Liebe "irgendwie" wichtig ist, allerdings hören wir nicht mehr auf unser Herz und unser Gefühl, sondern lassen uns von den Werbebotschaften leiten.

Diese Entwicklung war so rasant, dass wir gar keine Zeit hatten, an ihr zu zweifeln. Die Illusion, die dahinter steckt ist nichts weiter als eine große (Spekulations) Blase, welche in absehbarer Zeit platzt, da sie nämlich eines nicht schaffte: den Menschen glücklich zu machen, obwohl gerade das die Botschaft der Industrie war: Funktioniert für uns und ihr werdet glücklich sein.

Nadel und Faden

Die Firma Adobe "schenkte" der Welt den Acrobat Reader und etablierte so ihr PDF-Format weltweit. Sie tat das nicht aus Barmherzigkeit, sondern weil sie die Software, die man braucht um PDF-Dokumente verändern zu können, verkaufen wollte. Adobe machte uns nach ihrem Produkt süchtig, ebenso Microsoft und Konsorten. Ist dem Konsumenten erstmal klar, dass er ein bestimmtes Produkt "braucht" waren die Botschaft- Macher erfolgreich. Die Anzahl der Dinge, die wir zu brauchen glauben ist mittlerweile schier unbegrenzt. Wir alle denken etwas bestimmtes zu brauchen, um glücklich zu sein, denn nach Zufriedenheit streben wir alle instinktiv... Nur lässt sich Zufriedenheit nicht mit einem Produkt erreichen, doch genau das versucht man uns zu erklären.

Wie die Nadel in den Arm kam

Um cool zu sein sollten Jugendliche bestimmte Produkte besitzen. Diese Produkte dienen dann der Kommunikation und mittels dieser Kommunikation bzw. mittels dieser Produkte will man Anerkennung finden und Zuneigung ernten. Auf der letzten Stufe geht es auch hier nur um Liebe. Wir alle möchten lieben und geliebt werden und um das zu erreichen klammern wir uns an Alles, was in weitestem Sinn die Liebe verspricht.

Wir sind von Natur aus abhängig von Liebe und Liebesbedürftigkeit. Als Säugling denken wir darüber nicht nach, sondern holen uns die Liebe mittels menschlichen Mechanismen, mit einem wunderbaren Lächeln zum Beispiel... Als Kind werden wir geformt. Unsere Eltern erklären uns wie wir später leben könnten um glücklich zu sein, welchen Beruf wir ergreifen sollten und wie man sich in der Gesellschaft verhalten muss, damit sie einen akzeptiert, obwohl wir wahrnehmen, dass sie selbst nicht in der Lage sind Glück über mehrere Tage hinweg zu geniessen?! Nach den Eltern zerren die Lehrer in eine Richtung und danach übernimmt die Werbung die erzieherischen Maßnahmen. Sie perfektioniert geradezu was Eltern und Lehrer uns in die Wiege legten.

All die Dinge, die laut Industrie und deren Lakeien überlebenswichtig sind, kosten Geld. Geld erhält man durch Arbeit. Die Manager dieser Unternehmen haben allerdings nicht die Absicht den Menschen mit der Arbeit glücklich zu machen, sie streben lediglich nach Macht und Anerkennung koste es was es wolle (Sie selbst sind in diesem lächerlichen Spiel wahrscheinlich die ärmsten Kreaturen). Wir werden gezwungen Tätigkeiten auszuüben, die uns im Grunde zuwider sind. Wir nehmen dieses Unglück in Kauf, damit wir deren Produkte kaufen können. Über Suchtmittel und suchttypische Verhalten schaffen wir uns ein Ventil. Der gesellschaftliche Druck wird immer unerträglicher bis sich unsere Psyche hinter einem Schutzschild versteckt.

Heroin schenkt Wärme und Liebe berichten Junkies, all das also was uns die Werbung verspricht. Suchtmitelabhängige haben sehr wohl erkannt, dass die Welt des Scheins nicht die Welt des Seins ist, leider haben sie sich für ein weiteres Produkt entschieden und nicht für die Wahrheit.

Freiheit

Die physische Abhängigkeit eines Suchtmittels zu überwinden ist verhältnismässig unspektakulär und einfach. Der Körper muss entgiftet werden, dies variiert von einigen Tagen bis mehreren Wochen -je nach Fall. Damit ist die Sucht fürs erste überwunden. (Ein Knochenbruch braucht mehr Zeit um zu heilen). Ist der Körper von den Substanzen befreit kann Glück wieder in unser Leben eintreten. Wir nehmen die Schönheit dieser Welt und des Lebens mit neuen Augen wahr. Alles erscheint im neuen Licht. Das ist die Phase der Erholung.

Nach diesem Erwachen holt uns allerdings recht schnell der Alltag wieder ein, schliesslich hat sich die Welt um uns herum nicht verändert. Gehen wir im Anschluss an den Entzug in Therapie so hat dies den Vorteil, dass wir A) gefestigt werden und B) noch nicht mit den gesellschaftlichen Zwängen konfrontiert werden. Allerdings sollten wir dabei nicht vergessen: auch der Kostenträger unseres Klinikaufenthaltes sponsert unsere Therapie nicht aus Barmherzigkeit: Ziel jeder Therapie ist, den Abhängigen wieder in das Wirtschaftssystem zu integrieren und nützlich zu machen. Der Süchtige soll nicht vor sich hinsiechen sondern für die Gesellschaft funktionieren. D.h. unsere Funktionstüchtigkeit soll während des Therapieaufenthaltes wieder hergestellt werden, damit wir wieder in die Rentenkasse einzahlen, die Steuersäckel füllen und die Industrie als Konsument stützen.

Dies alles wird einem während des Genesungsprozesses bewusst. Es stellen sich einem wieder Fragen. Wir entschieden uns für Suchtmittel, um dem Unglück zu entkommen. Nun betrachten wir die Welt nüchtern und stellen fest, dass das System sich nicht verändert hat. An dieser Stelle möchten wir die vielen Institutionen, die einem bei der Überwindung von Abhängigkeit behilflich sind kritisieren: sie vermitteln einem die Absicht uns helfen zu wollen, dabei geht es einzig und allein darum unsere Funktionstüchtigkeit aus volkswirtschaftlichem Interesse wieder herzustellen. Auch hier steht unser persönliches Glück und Zufriedenheit nicht im Mittelpunkt, sondern die Interessen der Wirtschaft.

Abstinenz ist im Grunde nur möglich, wenn das Leben gefüllt ist mit Liebe, Zufriedenheit, Lebenslust, Lebensinhalten und vielen Glücksmomenten. In vielen Fällen verbiegt sich der genesene Süchtige und schlittert geradewegs in das System aus das er mittels Sucht ausbrechen wollte. Man tauscht also lediglich die Übel aus. Andere wiederum versuchen sich im Glauben an eine bestimmte Religion -weswegen Suchtinitiativen mit religiösem Hintergrund besonders niedrige Rückfallquoten erzielen.

Der Sprung ins Glück

Wissenschaftler haben errechnet, wenn der Konsum weltweit nur wenige Tage aussetzt liegt unser komplettes Wirtschaftssystem am Boden. Die Wirtschaft braucht uns, wir sind deren Lebenselixier. Sie fürchten sich in Zeiten des Internets besonders vor Boykotten. Boykottieren wir Produkte sind die Hersteller dieser Produkte im Handumdrehen pleite. Süchtige und weitere Aussenseiter der Gesellschaft stellen nichts anderes als Boykotteure dar, sie betrachten uns als subversive Elemente oder schlichter: als Spielverderber.

Doch was interessieren uns die ganzen Hintergründe: wir sehnen uns nach Liebe und Zufriedenheit. All die Dinge nach denen wir uns sehnen sind nicht käuflich und werden es niemals sein, gleich was uns die Werbung zu vermitteln versucht. Wir brauchen also nicht nach betriebswirtschaftlichen Maßstäben zu funktionieren um unser Glück zu finden. Das Glück ist hier und jetzt präsent, wir dürfen es nur nicht bei den sogenannten Heilsbringern suchen.

Man muss nicht Teil dieses Wirtschaftssystem sein, wenn es einen partout nicht mit Glück erfüllen kann. Es gibt viele Wege um sich von diesen Zwängen zu lösen, allerdings erfordert solch ein Sprung viel Mut und Vertrauen, da man fortan gegen den Trend schwimmt. Doch der Lohn solch eines Sprunges kann sehr verlockend sein und einem somit helfen die Angst vor dem Ungewissen zu üerwinden.

Rezepte, Bibeln und Read Me Dateien

Ein allgemeingültiges Rezept für Glück, Leben, Zufriedenheit und Liebe gibt es nicht. Die Werbung hat versagt, die Bibel wird falsch interpretiert und die Verfasser von Glücksliteratur wissen theroretisch vielleicht Bescheid, scheitern jedoch in der Praxis oft selbst.

Doch die Natur hilft oft weiter, wenn menschliches Wissen versagt. Werden die tiefen Bedürfnisse nach Liebe, Zuneigung und Menschlichkeit nicht mehr verdrängt, sondern offen gelebt erlebt man seltsame Phänomene. Öffnen wir uns und zeigen unsere wahren Interessen ernten wir oft Verständnis. Unser Gegenüber hat die gleichen Grundbedürfnisse wie wir, nur trauen wir uns nicht die Wahrheit beim Namen zu nennen. Wir perfektionieren in der Regel das Spiel, welches Eltern und Gesellschaft uns beigebracht haben und freuen uns insgeheim, dass wir es "besser" machen. Unsere Kinder sollen es wiederum noch besser haben, also verpassen wir Ihnen die gleiche Gehirnwäsche, die uns verpasst wurde. Wollen wir das ?

Wollen wir abhängig sein ? Wollen wir uns von Wirtschaft und Politik bevormunden lassen ? Wollen wir Glück nach bestimmten Schemen leben ?

Sinn und Unsinn

Erkennen wir die sinnlosen Mechanismen ist der Weg zur sinnvollen Lebensgestaltung nicht mehr weit. Wir wissen, dass der hirnlose Konsum von allen möglichen und unmöglichen Gütern krank ist oder krank macht. Selbst Lottospieler wissen, dass der Gewinn des Jackpots einen nur mit Geld überschüttet nicht mit Glück, dennoch spielen sie weiter. Wir scheinen vergessen zu haben, dass ein glückliches und zufriedenes Leben tatsächlich machbar ist. Allerdings müssen wir uns hierfür entscheiden. Glück und Zufriedenheit haben ihren Preis. Auf zwei Hochzeiten kann man bekanntlich nicht gleichzeitig tanzen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir die Gesellschaft, Eltern und Industrie glücklich machen wollen oder uns selbst.

Ein bisschen schwanger lässt der Schöpfer (vermutlich aus gutem Grund) nicht zu. Wir müssen uns von den Fesseln des Unglücks lösen, damit wir in den Genuss von wahrer Liebe und Zuneigung kommen. Dieses Glück ist planbar; wir müssen es nur wollen und danach konsequent handeln, allen Widersachern zum Trotz.

Im Taumel der Lebenslust

Wir Süchtigen sind das Produkt unserer Gesellschaft und dank unserer Labilität sind wir ebenso Hoffnungsträger dieser Scheinwelt. Denn wer, wenn nicht wir, ist in der Lage aus diesem System der Abhängigkeiten auszubrechen? Unser Innerstes hat uns auf etwas aufmerksam gemacht. Wir haben begriffen, dass da draussen etwas falsch läuft. Nun müssen wir unseren Weg suchen und wir wissen, dass dieser nicht von der Gesellschaft bestimmt wird sondern ausschliesslich von uns selbst. Wir sind die Macher unseres Glücks.

Menschen, die sich mit solchen Themen beschäftigen finden früher oder später zueinander. Unsere Seele zwingt uns neue Wege zu gehen, um unser persönliches Glück zu finden. Selbstverständlich wollen wir nicht Alleine sein und das werden wir auch nicht. Wir sind alle Eins. Deshalb zieht es uns zueinander. Lassen wir es doch einfach zu und wehren uns nicht mehr dagegen...

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sg/ap

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