Burnout

Die Suchtbeauftragte der BundesregierungLob von der Bundesregierung
Die Suchtbeauftragte der Bundesregierung hat Sonderglocke ein Lob für vorbildliches Engagement im Suchtbereich ausgesprochen. Der Orginalbrief als PDF: Suchtbeauftragte der Bundesregierung
Die Suchtbeauftragte der BundesregierungHerz für Strassenhunde
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Der Egoismus ist ein Teil der Sucht. Bei der Betrachtung dieses Suchtverhaltens lernen wir viel über die Sucht selbst... Der Egoismus bei Süchtigen
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Burnout

Burnout - Die totale Erschöpfung

Fleiß ist in Deutschland nach wie vor eine Tugend und unser Hirn weiß, dass dies der einfachste Weg ist um Anerkennung zu ernten. Die Beziehung plätschert so dahin, zur Familie haben wir den Kontakt vernachlässigt und unsere Freunde sind mit anderen Dingen beschäftigt – sie verstehen uns ohnehin nicht wirklich.

Es macht uns glücklich wenn wir Lob ernten. Dies ist menschlich und völlig normal. Wir brauchen neben dem täglichen Brot, Liebe und Anerkennung. Am Lob richten wir unseren eigenen Preis aus und es muss uns nicht wundern, dass wir unseren Wert ständig neu justieren möchten, nach oben versteht sich, denn es gilt immer besser und effektiver zu werden. Unsere Leistungsgesellschaft honoriert ausschließlich Diagramme, welche nach oben zeigende Kurven darstellen; am besten steil.

Richten wir unseren Blick auf Hochleistungssportler. Der Leichtathlet oder Profi-Fußballer strebt permanent nach besseren Leistungen. Er kann im Extremfall die Goldmedaille bei einer Olympiade gewinnen oder Weltmeister werden. Jeder ist dazu in der Lage. Selbst eine körperliche Behinderung schützt uns nicht vor den Möglichkeiten solcher Exzesse, denn wir können bei den Paralympics mitmachen und dort um Lob und Anerkennung kämpfen. Natürlich muss es ein unglaublich gutes Gefühl sein auf einem Siegertreppchen zu stehen und vom Applaus Zehntausender Personen im Stadion und Millionen an den Bildschirmen überschüttet zu werden. Doch der Preis hierfür ist sehr hoch.

Die Jugend mitunter sogar die Kindheit ging verloren und das ganze Leben der jungen Erwachsenen ist auf Leistungssteigerung angesetzt. Wie wir wissen schaffen es nur sehr wenige in den Olymp und diejenigen werden allesamt irgendwann mit der Tatsache konfrontiert, dass sie am Gipfel angelangt sind, wo der lange Weg des Kampfes ein Ende findet. Nun öffnet sich jedoch nicht das Tor zum ultimativen Glück, sondern der Schacht in die Depression. Spätestens dann, wenn kein Hahn mehr nach unseren ehemaligen Leistungen kräht und die Anerkennung ausbleibt. Bei Spitzensportlern ist bekannt, dass sie nach Karriereende in ein tiefes Loch fallen.

Das lechzen nach Anerkennung ist ein Hamsterrad, dass wir sehr gut mit Sucht vergleichen können. Ein Symptom von Sucht ist die (Dosis) Steigerung. Der Alkoholiker, wie der Spitzensportler und Karrieremensch muss die Dosis immer weiter steigern, um die Sucht zu befriedigen. Irgendwann wird er kapitulieren, weil dem menschlichen Körper (tatsächlich) Grenzen gesetzt sind und nun kommt urplötzlich die Frage auf nach den Gründen. Warum macht der Körper schlapp? Wieso sind wir ausgebrannt? 

Mit Verlaub, möchte man den betroffenen Menschen sagen, bedenken sie bitte sie sind lediglich ein Mensch, oder möchten sie gerne mit einer Maschine tauschen?

An der o.g. Zielgruppe der Superstars können wir sehr gut erkennen, wohin diese Sucht nach Anerkennung führt. Das abgrundtiefe Loch ist jedoch das Beste, was uns passieren kann, denn unser Körper will uns einerseits schützen, andererseits möchte er vielleicht die relevante Frage aufwerfen, hat dich die Anerkennung, die von außen kam, nachhaltig glücklich gemacht? Der Alkoholiker lebt sein Hoch während dem Rausch aus, um schon kurze Zeit später den Boden unter den Füssen weggezogen zu bekommen. Vielleicht hat er doch auf das falsche Pferd gesetzt?
Wer über ein gesundes Selbstwertgefühl verfügt, braucht sich die Bestätigung nicht von außen zu holen und erspart sich dabei sehr viel (unnötige) Mühe J. Dieser Wert lässt sich von uns ganz einfach manipulieren, indem wir uns annehmen, als das was wir sind und nicht das glorifizieren, was wir gerne wären.

Die Stars und Sternchen stehen vor einem ähnlichen Dilemma. Sie sonnen sich im Erfolg und absorbieren in hohen Mengen Anerkennung und wenn der Erfolg ausbleibt folgt der Absturz. Sehr häufig in Alkohol oder Drogen, denn diese Variablen sind miteinander verwandt. Es kommt nicht von ungefähr - es ist kein Zufall - dass Persönlichkeiten aus der Showbranche die Sucht einfach austauschen, wenn die Zeit es erfordert. Schauspieler werden nicht mehr gebucht, Lieder kommen nicht mehr an, das Abbild des Models passt nicht mehr in das Raster der Werbeindustrie und was kommt da gelegener als der Griff zur Flasche.

Ob wir nun den Burnout des Karrieristen oder das Loch der Sportler oder gar die Verzweiflung bei Showleuten hernehmen, es ist in der Regel ein Signal, für welches wir dankbar sein könnten. Wir können uns nämlich die Frage stellen:  sind wir vielleicht die ganze Zeit über einem Trugschluss aufgelaufen, indem wir die Bestätigung für unser Leben bei anderen suchten? 

Das Publikum sucht sich schnell das nächste Opfer, wenn wir nicht mehr in der Lage sind, das zu liefern, was erwartet wird. Der Vorgesetzte wird sie schnell austauschen, wenn Sie seine Bedürfnisse nicht mehr befriedigen.  Bleibt nur die traurige Erkenntnis, dass wir ausgebrannt wurden, während sich die Saugenden nach neuen Objekten umsehen. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft und die Objekte der Begierde können leicht ausgetauscht werden. Es wird einfach weiter gezappt und dabei bleiben die Hauptakteure auf der Strecke.

An dieser Stelle könnten wir gut die Frage stellen, wer die Gewinner und Verlierer unserer Gesellschaft sind?!
Doch bevor wir uns dieser Frage widmen, können wir den Fokus kurz schwenken auf die wesentlich wichtigere Frage der Liebe. Auch bei der Liebe verirren wir uns gelegentlich im Gedanken sie könnte von außen kommen. Die richtige Lebenspartnerin, oder den perfekten Traumprinz werden wir früher oder später schon finden – und dann wird alles gut. Nicht wahr? Wir brauchen lediglich etwas Glück, vielleicht sogar ein wenig Gottes Hilfe (im Zweifelsfall glauben auch Atheisten an das Allmächtige) und das Paradies der Liebe wird sich vor uns ausbreiten, wie ein Friedhof voller Knochen für einen verhungerten Hund.

Wäre dem so, wäre das Leben ungerecht.

Liebe besteht aus einer Bedingung, der Fähigkeit zu lieben und ist genauso wenig wie Selbstwert an irgendetwas oder irgendjemanden gekoppelt. Die Liebe kann nicht von außen kommen, denn dies würde bedeuten, dass eine andere Person für unsere Liebe verantwortlich oder zuständig ist. Wir müssen diese Tatsache nicht akzeptieren, aber wir haben letztendlich keine Chance uns diesen Gesetzmäßigkeiten zu entziehen. Wir können es versuchen. Aber es wird nicht gelingen. Und das ist auch gut so.

Jede Krise ist bekanntlich auch eine Chance. Ein Burnout wird uns zwingen, das Leben neu zu bewerten. Wir können das Leben in eine neue Richtung lenken und dafür müssen wir dankbar sein.
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Artikel zum Thema Burnout:
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- Burnout Symptome
- Burnout Geschichten von Betroffenen (demnächst)

 

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