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Leitfaden Sucht
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2. Wie man Alkoholabhängigkeit erkennen kann
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02. Wie man Alkoholabhängigkeit erkennen kann
Alkoholkranke versuchen, ihren Zwang zum Trinken zu verbergen
Alkoholkranke versuchen, ihren Zwang zum Trinken zu verbergen und sich und anderen durch Abstinenzversuche zu beweisen, dass sie ihren Alkoholkonsum unter Kontrolle haben. Viele können ihren tatsächlichen Zustand lange Zeit geheim halten und entwickeln viel Geschick darin, ihr Problem zu tarnen (Alkoholverstecke usw.). Sind die Probleme schließlich nicht mehr zu übersehen, neigen Vorgesetzte und Kollegen zur Bagatellisierung und Verdrängung oder suchen nach Entschuldigungen für alkoholbedingte Auffälligkeiten.
Dieses Verhaltensmuster ist im privaten Umfeld Alkoholkranker nicht anders.
Im Folgenden sind einige Symptome und typische Verhaltensweisen aufgeführt, die Hinweise auf eine Erkrankung geben können. Dabei ist zu beachten, dass erst das Zusammentreffen von mehreren körperlichen und
psychischen Symptomen bzw. auffälligen Verhaltensweisen einen möglichen Verdacht auf Alkoholabhängigkeit geben können, denn die aufgezeigten Symptome können auch Anzeichen für Krankheiten sein, die keine Suchterkrankungen sind.
Körperliche Symptome
- entzündete, gerötete Augen
- gerötete Gesichtshaut und vermehrte Äderung
- aufgedunsenes Aussehen
- Zittern der Hände
- übermäßiges Schwitzen bei körperlicher Anstrengung
- vorzeitige Alterung
- häufige »Alkoholfahne« oder auffälliger Mundgeruch nach überdeckenden Stoffen (starker Pfefferminzgeruch, scharfe Mundwasser, Parfum)
- körperliche Beschwerden (Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse, Leber, Nerven)
- auffallende Unruhe
Psychische Symptome
- fehlerhafte Selbsteinschätzung
- Wechsel von Renommiergehabe und Schuldgefühlen
- Bagatellisierung vorhandener Schwierigkeiten
- rascher Stimmungswechsel
- Unfähigkeit, gegebene Versprechen einzuhalten
- beeinträchtigtes Denkvermögen
- zunehmende Vergesslichkeit
- ausweichendes Verhalten
- aggressives oder überangepasstes Verhalten
Veränderungen im sozialen Bereich
- Unpünktlichkeit
- Unzuverlässigkeit
- zunehmende fehlerhafte Arbeitsausführung
- häufige Kurzerkrankungen bzw. Einzelfehltage (vorwiegend am Wochenanfang, wobei Entschuldigungen überwiegend von Dritten, z.B. Ehepartnern, erfolgen)
- zunehmende zwischenmenschliche Probleme
- Nachlassen der Körperpflege
- Vernachlässigung der Kleidung
- häufiges Verschwinden vom Arbeitsplatz in bestimmten Abständen (Trinken)
Die hier aufgeführten Symptome treffen z.T. auch auf andere Erkrankungen wie Medikamentenabhängigkeit oder Drogenmissbrauch zu, wobei die verschiedenen Formen der stoffgebundenen Suchtmittelerkrankungen sehr schwer zu erkennen sind. Auf jeden Fall gilt:
Die Diagnose »Abhängigkeit« sollten Sie immer Fachleuten überlassen.
Haben Sie als Vorgesetzte, als Betriebsräte, aber auch als Mitarbeiter begründete Anhaltspunkte dafür, dass eine Kollegin oder ein Kollege Probleme mit Alkohol hat, sollten Sie den Mut haben, dieses Thema offen anzusprechen.
3. Alkohol am Arbeitsplatz-->
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2. Wie man Alkoholabhängigkeit erkennen kann
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Mit freundlicher Unterstützung der Fraunhofer Gesellschaft (Source/Quelle)
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