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Wie können wir unserem Sohn helfen
von Katja
Weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Der Sohn meines Mannes ist 20 Jahre und lebte bis vor etwa einem halben Jahr bei seiner Mutter. Eigentlich wäre er im Sommer fertig mit seiner Lehre als Maler. Allerdings hat er nun seine 3. Abmahnung, wegen Bummelei, und er wird wohl jetzt keine Chance mehr bekommen.
Wir wissen, dass er Drogen nimmt. Nicht was, aber er streitet es nicht ab. (wahrscheinlich nimmt er Tabletten oder raucht Hasch) K. (Name von der Redaktion geändert) hat bestimmt 8kg abgenommen und seine Augen sind leer. Er zuckt nur mit den Schultern, wenn man sich mit ihm unterhalten will. Wir wollen ihm unbedingt helfen, wissen aber nicht wie.
Er hat kein Geld, deswegen kaufen wir ihm Lebensmittel. Er hat noch Weihnachtsgeld bei uns. Sollen wir ihm das geben oder einteilen?
Haben ihm den Vorschlag gemacht, mit ihm zur Drogenberatung zu gehen, um uns nur mal zu erkundigen. Er sagt zwar, dass er mitkommt, aber wir wissen jetzt schon, dass er da nicht zum verabredeten Zeitpunkt erscheint.
Wie sollen wir uns jetzt verhalten, ohne ihn unter Druck zu setzen? Wir wissen, dass es nicht gut ist, da zu wohnen, wo er nun ist (seine mitbewohnerin ist auch so drauf wie er), aber nach Hause oder zu uns will er nicht. Bitte gebt uns einen Tipp, weil wir uns echt Sorgen machen und mit unserem Latain sind wir nun auch am Ende.
Antwort von Delia
Leider kenne ich keinen Abhängigen, der ohne jeden Druck von außen, also rein aus eigenem Antrieb, professionelle Hilfe in Anspruch genommen hat.
Wenn der Verlust des Arbeitsplatzes nicht ausreicht, wird Kevin eben noch andere Konsequenzen erleben müssen.
Zunächst mal hat er aber immerhin zugestimmt, zur Beratungsstelle zu kommen.
Dann nehmen Sie ihn doch erst einmal beim Wort!
Kommt er nicht, sollten Sie ihm zu verstehen geben, dass Sie unter diesen Umständen nicht mehr bereit und in der Lage sind, ihm zu helfen. Das müssen Sie dann aber auch konsequent durchziehen.
Und machen Sie sich über das Weihnachtsgeld keine Gedanken. Geben Sie es ihm doch einfach. Wenn er es für Drogen ausgibt, dann hat er es eben bald nicht mehr.

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