alkoholkrank

Die Suchtbeauftragte der BundesregierungLob von der Bundesregierung
Die Suchtbeauftragte der Bundesregierung hat Sonderglocke ein Lob für vorbildliches Engagement im Suchtbereich ausgesprochen. Der Orginalbrief als PDF: Suchtbeauftragte der Bundesregierung
Die Suchtbeauftragte der BundesregierungHerz für Strassenhunde
Welpe
Unterstützung in LebensfragenAufruf "Die Zeit" Unterstützung in LebensfragenSUCHT und EGOISMUS
Der Egoismus ist ein Teil der Sucht. Bei der Betrachtung dieses Suchtverhaltens lernen wir viel über die Sucht selbst... Der Egoismus bei Süchtigen
Unterstützung in LebensfragenDie Sprache der Sucht
Süchtige kommunizieren anders. Die hohe Kunst einen suchtkranken Menschen zu verstehen, besteht darin, sein Verhalten zu durchleuchten. Die Kommunikation bei Süchtigen
Unterstützung in LebensfragenMentalcoaching
Das neuro-dynamische CLEAN AND FREE, von Hans R. Hoffmann, ermöglicht allen Süchtigen sich schnell und ohne Medikamente von Sucht oder Abhängigkeit zu befreien... weiter
Unterstützung in LebensfragenARD - Neuneinhalb
Das Kindernachrichtenmagazin Neuneinhalb (ARD) sucht Mitwirkende zum Thema "Computerspielsucht"... weiter
Auswandern und AbenteuerZDF - Dr. Feld hilft
Zur Zeit realisieren wir für das ZDF das neue Sendeformat „Dr. Feld hilft". Hierbei suchen wir Menschen...weiter
Unterstützung in LebensfragenWir suchen unseren Sohn
Wir suchen unseren Sohn, der sich in der Szene PUNKT nennt. Er ist groß und schlank und hat  und eine schlaksige Figur... Wir suchen "Punkt"

Suchtfragen | Frage stellen |

Hast Du Fragen zu Sucht und Abhängigkeit?

Aktuelle Frage: alkoholkrank

von Homeboy

Ich bin 42, lebe alleine, zeitweise mit meinem Sohn. Ich saufe und rauche seit nun 27 Jahren. Das ich alkoholkrank bin zeigt sich schon durch den Kontrollverlust aus, der überwiegend auftritt, wenn ich trinke, denn dann können es auch schon mal 9 – 10 Weizen werden. Ich habe danach 1-3 Tage `Ruhe´ bevor es wieder wider losgeht.

Manchmal saufe ich auch 2 Tage hintereinander maßlos und fast immer alleine, so am letzten Wochenende. Dieses mal auch Wein. Ich war so erschöpft und fertig, dass ich mir mal wieder sagte, nun ist Schluß! Das ist ja auch ganz einfach, das habe ich schon 100 mal geschafft – doofer Witz aber leider war.

Ich will mit den Pausen Kontrolle über etwas bekommen, was mir längst entglitten ist. Mir stellt sich u.a. die Frage, brauche, soll, muss ich einen Antrag für eine Entzugsklinik stellen, aber wo soll die sein? und wie geht´s dann weiter? Oder schaffe ich das alone at home? Oder mit Hilfe eines Gesprächspartners?

Aber wer kann das sein? Wenn es jemand gibt, der sich meine Sch…  anhören will, gerne!  - Manchmal will ich einfach nur weg, aber wohin soll ich denn gehen? Ich habe auch Angst es meiner Familie zu erzählen. Mein Bruder und meine Schwester saufen auch, und bei meinen Eltern ist Alkohol allgegenwärtig. Allerdings ist mein Vater von dieser Krankheit nicht betroffen.

Meine Mutter trinkt gegen Null, sie ist Tablettenabhängig, da sie seit 45 Jahren schwere psychische Probleme hat. Bipolare-affektive Störung nennt man das heutzutage. Unsicherheiten gibt es auch im Berufsalltag. Wenn ich `grau´ bin ist `alles in Ordnung´, wenn nicht bin ich sehr unsicher und nehme vieles zu persönlich.

Den Führerschein hatte ich schon 2 mal weg, weshalb ist klar und es ist auch schon 10 Jahre her. Jedoch nimmt in den letzten Jahren die Anzahl der betrunkenen Autofahrten wieder zu, genauso die Biermenge, die körperlichen Symptome wie z.B. grippeähnliche Erscheinungen, Herzstechen, mein Körpergewicht… 

Ich glaube ich brauche Hilfe, jedoch weis ich, ich kann mir nur selber helfen

Antwort von Delia

Mit deiner Anfrage bei "Sonderglocke" gibst du dir bereits selber eine wichtige Antwort auf die Zweifel am Ende deines Schreibens: "Ich glaube ich brauche Hilfe, jedoch weis ich, ich kann mir nur selber helfen?"

Suchtkrankenhilfe ist immer auch Hilfe zur Selbsthilfe.

Deine Abhängigkeit ist sehr weit fortgeschritten, auch wenn du nach außen hin noch "funktionierst".

Zudem machst du mir einen sehr einsamen Eindruck, was ja bereits in deinem Pseudonym steckt: homeboy !
Deine Krankheitseinsicht ist echt - der Leidensdruck enorm. Du brauchst dringend Hilfe, solltest das also nicht auf die lange Bank schieben!

Mit deiner Einsicht könnte man meinen, eine Gesprächstherapie sowie die Beteiligung in einer Selbsthilfegruppe dürften ausreichen.
Aber ich denke, eine stationäre Therapie, die dich unter anderem von deinem Alltag entfernt und dir die Möglichkeit bietet, dich ganz auf dich selbst zu besinnen, nebenbei aber auch viele Menschen kennezulernen, wäre der richtige Weg.

Bitte geh erstmal zum Arzt. Deinem Schreiben entnehme ich, dass deine "Trockenphasen" immer recht kurz sind. Möglicherweise bist du mit einer stationären Entgiftung, in die dich dein Arzt einweisen wird, auf der sicheren Seite. Außerdem fordern viele Fachkliniken eine stationäre Behandlung im Vorfeld.

Eine Suchtberatungsstelle übernimmt die Vermittlung in eine stationäre Entwöhnungstherapie, wobei du bei der Auswahl der passenden Fachklinik selbstverständlich ein Wörtchen mitzureden hast.

Soweit ist dein Weg klar vorgezeichnet. Den ersten Schritt aber mußt du tun.

Nebenbei bemerkt ist momentan eine günstige Zeit für eine schnelle Aufnahme in eine Klinik (es gibt auch solche, die die stationäre Entgiftung selber machen), weil wir auf Weihnachten zu maschieren. Viele Patienten legen ihre Therapiezeiten so, dass sie zu den Festtagen wieder zuhause sind (über Sinn und Zweck ausgerechnet dieses Zeitraums sollte man ruhig ausgiebig streiten).

Bedeutet: Es werden um Weihnachten herum viele Therapie-Plätze frei. Natürlich tut sich wegen der gleichzeitigen Urlaubsausdünnung des Personals nicht so viel, aber für eine Eingewöhnung in ein solches Haus ist dies wiederum auch nicht schlecht

Kostenloser Arzt und Zahnarzt Preisvergleich
Anzeige

Kommentar von Anonymus

Homeboy, an diesem Punkt war ich auch einmal angelangt. Nichts ging mehr. Ich wusste seit Jahren, dass ich etwas ändern musste und beruhigte mich immer wieder damit, dass ich ja Saufpausen einlegte (auch über mehrere Monate).

Ich hatte keine Angst vor der Suchtklinik, sondern vor der Tatsache nie wieder etwas trinken zu dürfen. Damit verbunden der Verlust des Freundeskreises, denn: nüchtern passte ich nicht mehr zu meiner saufenden Umgebung.

Während meiner trockenen Wochen erlebte ich dann immer öfter Glücksphasen, die ich sonst nicht kannte. Das Saufen hingegen war reine Qual: "nach 10 Bier immernoch nüchtern", noch einen Schnapps zum einschlafen, oder besser gleich noch einen... und am nächsten morgen hing ich über der Kloschüssel und kotzte mir die Galle aus dem Laib. Nein, das hatte mit Glück oder Lebenslust wenig zu tun.

Dann kamen weitere körperliche Beschwerden hinzu und ich entschloss mich ein neues Leben zu beginnen. Ich machte eine Entgiftung und ließ mir einen Termin für einen Suchtklinikaufenthalt geben. Ich hatte starke Bedenken monatelang mit Säufern und Junkies auf engstem Raum zu leben, rückblickend war das natürlich ziemlich arrogant von mir. Wie dem auch sei...

In der Klinik, und das möchte ich Dir mitgeben Homeoboy, hatte ich eine phantastische Zeit. Ich lernte interessante Menschen kennen und das Schönste war, ich musste mich weder verbiegen noch jemanden anlügen, sondern konnte einfach sein wie ich bin. Hier entstanden auch wahre Freundschaften, was in Kneipen nicht vorkam, hier war nur der Alkohol das Bindeglied - mit Symphatie hatte das wenig zu tun.

Nach meinem Klinikaufenthalt überlegte ich wie ich 'mein neues Leben' den anderen beibringen kann. Es ging nur über die Wahrheit: runduchsen wäre sinnlos. Meinen Mitmenschen fiel auf, dass ich nichts mehr trank und wer es hören wollte, dem erzählte ich meine Geschichte. Was mich dann richtig berührte: gerade die schlimmsten Hardcoretrinker unter meinen Bekannten sprachen mir Komplimente aus und bewunderten mich: denn ich hatte vollzogen, was viele sich wünschten.

Heute erst weiß ich was Freiheit ist!

Du schreibst Du willst weg?

Es ist erstaunlich: Du weißt intuitiv exakt was Du brauchst, nämlich >entgiften >Therapie >und weg von der Familie. So wie Du Deine Situation beschreibst, wirst Du in Deinem trinkenden Familienclan als Nüchterner nicht überleben können. Ich denke Dir hilft nur ein Rundumschlag. Das Entgiften alone at home, wie Du schreibst, ist machbar. Aber was nützt es auf Dauer?

Du kannst Dir nur selber helfen, ja, das ist richtig. Du hilfst Dir, indem Du endlich Entscheidungen über Dein Leben machst: will ich so weiter machen, oder gehe ich neue Wege? Im Grunde hast Du Dich bereits entschieden und das ist auch der Grund warum ich Deine Frage so ausführlich kommentiere. Du willst weg vom Alkohol und der ganzen Situation, die damit verbunden ist.

Also bewege Dich. Den wichtigsten Schritt hast Du bereits gemacht; ein bekannter chinesischer Philosoph, war es Lao-tse?, meinte der erste Schritt ist bereits der halbe Weg.

Hand aufs Herz: betrachtest Du Deine körperlichen Beschwerden hast Du im Grunde gar keine andere Wahl, wenn Du Dich jetzt nicht bewegst, wirst Du sowieso vor die Hunde gehen...

Du hast nichts zu verlieren, Du kannst lediglich gewinnen. Worauf wartest Du noch?

Sucht Fragen

SchuldenSchulden Probleme
Das Verbraucher Insolvenz-Verfahren hilft von den Schulden wegzukommen. Informiere Dich, denn es ist gar nicht so schwer: Information zum Insolvenzverfahren
SuchtberichteSexsucht
Ich ich bin weiblich, Ende 40 und sexsüchtig geworden. In der Zeit ist auch das erste mal ein ganz starkes Verlangen aufgetaucht... Sexsüchtig
SuchtverhaltenKLARTEXT
NEUE RUBRIK: wie verhalten sich Süchtige und Co-Anhängige. Ein Blick in die Praxis, bar wissenschaftlicher Grundlagen, aber mitunter aufschlussreicher als die Beschäftigung mit theoretischen Grundlagen, also im Klartext weiter
Weiterbildung im Suchtbereich, SuchtfragenWeiterbildung
Schulabschlüsse, Allgemeinbildung, Fremdsprachen, kaufmännische Berufe und, EDV Lehrgänge, Techniker und Meister. Weiterbildung


 

Alle Markenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber

Impressum | Kontakt | Datenschutz
Sozialpädagogen/innen gesucht
| Übersetzer/innen gesucht | Lektoren/innen gesucht | Suchtberater/in gesucht