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Vertrauensverhältnis zu Drogenabhängigen
Hallo zusammen. Habe vor einigen Monaten eine Frau kennengelernt, die ich sehr liebe. Während unserer langen Gespräche, die wir führten entstand ein Vertrauensverhältnis. Sie erzählte mir von ihrer Drogensucht und dass sie schon seit Jahren keine Drogen mehr nimmt. Bin aber überzeugt, dass sie nicht alles erzählt hat was in dieser zeit passiert ist, ich gehe einfach davon aus, dass ausser dem Konsum auch Beschaffungskriminalität vorkam.
Habe auch den Verdacht, dass sie als Kind missbraucht wurde. Nun zu meinem Problem:
Durch diese ganzen Erfahrungen, die sie gemacht hat, ist es ihr unmöglich Vertrauen aufzubauen. Sie weist mich ab, weil sie der Meinung ist, dass sie nichts wert ist, das sie eine Art Schuld abzutragen hat und es sich selber verweigert ein glückliches Leben zu führen.
Wie kann ich ihr helfen? Danke euch schon im voraus vielmals.
Antwort von Delia
Vermutlich hast du recht mit deiner Befürchtung, dass deine Freundin traumatisiert ist. Hier kannst du helfen, indem du die Vergangenheit ruhen läßt, das heißt: Keine Fragen mehr stellen.
Besser ist es, wenn du zukunftorientiert auf sie zugehst, ihr immer wieder deine Wertschätzung zeigst und dass du sie ganz selbstverständlich so akzeptierst, wie sie ist, also zusammen mit ihren "Altlasten".
Wenn deine Vermutung stimmt, müßte deine Freundin eine Psychotherapie machen. Mit viel Geduld und Rücksicht (sobald sie blockt, Thema wechseln) könntest du ihr so etwas vorschlagen. Sobald sie mit der Zeit beginnt, Vertrauen aufzubauen, wird sich ganz von selbst das Bedürfnis bei ihr einstellen, die schlimmen Erlebnisse aus der Vergangenheit zu bearbeiten, um sie dann in Ruhe für immer wegpacken zu können.

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