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Frage: Pep am Wochenende
Cindy schrieb:
Ich bin Mutter von zwei Töchtern, eine (die Ältere19) wohnt nicht mehr zu Hause. Sie hat eine Wohnung und ist in der Ausbildung. Nun haben mein Mann und ich von der Jüngsten erfahren das meine ältere Tochter sich am Wochenende Pep reinzieht.
Sie erzählte uns dies im Vertrauen, und wir sollten sie ja nicht, „petzen“. Ich weiß, das sie, die Ältere auch öfter schon gekifft hat.
Seit neuem schwänzt sie auch die Berufsschule und lässt sich krank schreiben. Habe große Angst das sie abrutscht. Was können sie mir raten, was sind die ersten Schritte die ich tun kann, um schlimmeres zu verhindern.
Antwort von Friederike
Liebe Cindy,
ich kann Ihre Sorge um die älteste Tochter gut verstehen. Je älter die eigenen Kinder werden, desto geringer ist jedoch der eigene Einfluß auf sie. Wenn Kinder erst einmal aufgezogen sind, ist dies auch ein Ausdruck davon, erwachsen zu sein.
Ich kenne ihre Tochter nicht und weiß daher auch nicht, mit wie vielen Jahren sie schon angefangen hat Drogen zu konsumieren und wie viel sie konsumiert.
Viele Jugendliche probieren Cannabis und manchmal auch andere Drogen aus, hören meist auch damit wieder auf! Es gehört ein bißchen zum Erwachsenwerden dazu.
Was allerdings besorgniserregend klingt, ist das Schule schwänzen bzw. krank schreiben lassen und der wochenendliche Konsum von Pep, also Amphetamin. Amphetamin gehört zu den Weckaminen und wirkt stark euphorisierend, wach machend und Selbstwert steigernd! Es hat ein sehr hohes Abhängigkeitspotenzial mit Toleranzsteigerung, d.h. es muss immer mehr davon genommen werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen!
Da Ihre Tochter erwachsen ist und selber weiß, was sie tut (oder es zumindest wissen sollte) können Sie nur wenig tun.
Wie ist Ihre Beziehung zu Ihrer Tochter?
Versuchen Sie mit ihr ins Gespräch zu kommen und fragen Sie sie danach, was sie an Pep so gut findet, was es mit ihr macht und ob sie nicht auch andere Möglichkeiten für sich sieht, gut drauf zu sein und zu feiern!
Bieten Sie ihr an, mit ihr gemeinsam in die Drogenberatungsstelle zu gehen und sich über die Droge zu informieren! Nur informieren, damit sie auch über die Gefahren Bescheid weiß!
Versuchen Sie mit ihr im Kontakt zu bleiben und machen Sie ihr möglichst keine Vorwürfe!
Fragen Sie sie nach ihren Zielen und bieten Sie gegebenfalls Ihre Unterstützung und Hilfe dabei an.
Mit freundlichen Grüßen
Friederike Sohn
Dipl.-Pädagogin

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