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Schaden mir die Medikamente?
Ich weiß nicht ob ich hier richtig bin. Mir ist die Angelegenheit ein bisschen peinlich, weswegen ich die Frage nicht öffentlich stellen möchte. Ich glaube ich bin medikamentensüchtig. Mein ganzes Leben leide ich schon unter Migräne. Schmerztabletten waren für mich deshalb immer vollkommen normal. Vor circa 4 Monaten begann ich sie häufiger zu nehmen. Anfangs nur eine am Tag, bis vor kurzem 3 (ist diese geringe Menge schon langzeitlich schädlich, es handelt sich um Paracetamol, Ibuprofen, Dolormin® und seit kurzem auch Aspirin®)?
Vor 2 Wochen litt ich unter heftigen Bauchschmerzen, ging deswegen auch nicht zur Schule und so beschloss ich dem Ganzen ein Ende zu setzen. Erst reduzierte ich stark dann nahm ich über eine Woche keine Tablette, problemlos ohne Schmerzen und heute hatte ich das: ich bin eigentlich ein glücklicher Mensch, bin nur manchmal ein wenig frustriert und deprimiert ohne zu wissen weshalb. So auch heute, zudem begannen leichte Kopfschmerzen (die sich sicherlich auch anders hätten lösen können) und ich hatte ein nicht zurückhaltendes Verlangen nach einer Schmerztablette. Ich nahm Aspirin und fühlte mich gut und genau das beunruhigt mich. Sollte es mich beunruhigen? Ist es normal?, und meine wichtigste Frage: abgesehen von eventuellen psychischen Schäden, leidet mein Körper, also Herz, Magen, Niere darunter?
[Der Verfasser der Frage erlaubte uns den Text anonym zu veröffentlichen]
Antwort von Delia
Zunächst muß dir deine Angelegenheit nicht peinlich sein.
Du bist auf dem besten Weg in Richtung Medikamentenabhängigkeit - dein Verlangen nach einer Aspirin bei nur leichten Kopfschmerzen macht das deutlich.
Psychisch nimmst du noch keinen Schaden: Du bist noch in der Lage, die Einnahme der Pillen einzustellen - und zwar komplett.
Die körperlichen Nebenwirkungen kannst du auf den Beipackzetteln nachlesen - sie dürften sich eines Tages natürlich bei dir einstellen, wenn du so weiter machst. Besonders gefährdet sind der Magen und die Nieren.
Ich schlage dir vor, einen Arzt aufzusuchen und ihm einmal deine Symptome (Migräne) zu schildern, und zum anderen deine Selbstversuche. Jeder Arzt hat Schweigepflicht. Peinlich berührt wird er auch nicht sein.
Dann solltest du mit ihm besprechen, welche Behandlung für deine Kopfschmerzen am sinnvollsten ist.
Möglicherweise handelt es sich um einen reinen, streßbedingten, Spannungskopfschmerz, gegen den ein Entspannungsverfahren ganz ideal wäre.
Du könntest dich zu einem Kurs "Autogenes Training" entschließen, der von den Volkshochschulen angeboten wird. Manche Ärzte verordnen das und manche Krankenkasse übernimmt (noch!) die Kosten.
Wenn du weitere Fragen hast, melde dich wieder.

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