Kokain und Alkohol - Zwangseinweisung

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Frage: Kokain und Alkohol - Zwangseinweisung

von Charmeyn

Mein Freund ist Abhängig (Kokain, Alkohol). Er hat schon des öfteren gesagt, daß er zuviel trinkt, etc. und er damit aufhören will. Wie ernst sein Wille wirklich ist, kann ich nicht sagen. Wir sind seit knapp einem Jahr zusammen und er hat seinen Sohn (heute 16) mit in die Beziehung gebracht. Ich liebe den "Lütten", wie ich ihn immer nenne, als wärs mein eigener Sohn.

Ende letzten Jahres fing es bei meinem Freund richtig an, schlimm zu werden! Die falschen Freunde, die auch noch gut an Ihm verdienen, haben es geschafft, daß der Lütte zur Familie seines Schulfreundes gezogen ist. Anfang Januar war mein Freund dann erst einmal eine Woche verschwunden. Hat bei ner Frau übernachtet, weil er sich in den Kneipen im Umkreis nicht mehr blicken lassen konnte oder wollte.

Warum er bis heute so gern (allerdings sporadisch) bei dieser Frau ist, ist mir klar. Keine Probleme, keine unbezahlten Rechnungen, etc. und man kann mit der ja so schön einen heben, was ich bei uns verboten habe. Mittlerweile, da wir nicht verheiratet sind, gibt es immer mehr Probleme.

Die Schulleitung will das Jugendamt informieren, um den Lütten in ein betreutes Wohnen zu stecken. Dabei sind die Herrschaften von der Schule nicht mal in der Lage, mit mir, die bisher als "Elternteil" von der Schule anerkannt worden ist, zu reden, bevor sie solchen Mist in die Welt hinaus posaunen. Es ist richtig, daß es dem Lütten seit Januar immer wieder sehr schlecht ging (Migräne, Bauchschmerzen, Durchfall, etc.). Ich habe mittlerweile mit Ihm diverse Gespräche geführt und Ihn dazu bewegen können, Bachblüten - Notfalltropfen zu nehmen. Seit dem geht es Ihm zumindest körperlich gut. Allerdings ist der Kontakt zwischen Ihm und seinem Vater so gut wie zum erliegen gekommen. Wenn der Lütte was hat, kümmere ich mich darum.

Im Moment bin ich leider noch immer diejenige die den ersten Schritt nicht gemacht hat. Ich denke, ich muß meinen Mann erst vor die Tür setzen, bevor er merkt, daß sich was ändern muß. Und ich gebe zu, daß mir der Schritt alles andere als leicht fällt. Eigentlich müßte ich wahrscheinlich auch der Schulleitung freien Lauf lassen, aber ich kann leider nicht. Daß würde dem Lütten das Genick brechen, wenn sein Vater das Sorgerecht verliert oder er in ein betreutes Wohnen muß.

Allerdings habe ich mit seiner Familie gesprochen, die durchweg hinter mir stehen. Die Einweisung in ein Krankenhaus habe ich auch hier. Mitte Januar hat mein Mann nämlich eine Bar komplett zerlegt. Leider wurde mir erst 14 Tage später bewußt, daß sich unter den ganzen Drogen und dem Alkohol eine schwere Depression verbirgt. Wäre mir das vorher aufgegangen, hätte ich Ihn damals gleich einweisen lassen.

Ich habe Ihn dann zu meiner Psychiaterin geschleift, die hat dann eine schwere, rezidivierende (wiederkehrende) Depression festgestellt und Ihm Tabletten aufgeschrieben. Ich hatte Ihn hier zu hause dann auch etwa 2,5 Wochen clean bis seine falschen Freunde Ihn dann wieder angestachelt haben. An seinem Umfeld arbeite ich gerade, da werden, so wie es aussieht, einige der Menschen, die Ihn immer wieder mit der "Nase rein stucken" wohl bald verschwunden sein. Und die guten unter seinen Freunden, haben anscheinend den ernst der Lage verstanden und stehen ebenfalls hinter mir und seiner Familie.

Jetzt aber zu meinem eigentlichen Anliegen:

Gibt es eine Möglichkeit, meinen Mann zwangsweise in ein Krankenhaus zum Entzug zu bringen, oder gibt es sonst irgendeine Möglichkeit, bei meinem Mann die Einsicht zum Entzug vielleicht etwas zu beschleunigen???

Wie soll ich mich im Bezug auf unsern Lütten verhalten. Die grundlegende Geschichte kennt der Lütte ja nur zu gut. Aber soll ich Ihn weiter auf dem laufenden halten oder Ihn lieber mit all dem in Ruhe lassen???

Ich hab eigentlich so viele Fragen, aber auf die meisten kann mir wahrscheinlich nur das Schicksal die Antwort geben. Am liebsten hätte ich gern ne Kristallkugel, die mir sagt, schmeiß Deinen Kerl raus, dann dauert es noch drei Wochen, dann geht er in Therapie und dann lebt Ihr glücklich bis an Euer Lebensende!!!

Was mir am meisten zu schaffen macht, ist das ich die ganze Geschichte fast genauso vor ca. 1,5 Jahren schon einmal erlebt habe mit meinem Ex-Freund. Damals habe ich den Kampf gegen die Drogen verloren, weil ich ganz allein da stand gegen diese Scheiße. Meine Angst von damals ist natürlich voll wieder da. Und durch die Angst, alles zu verlieren, was mir in meinem Leben etwas bedeutet, arbeite ich unterbewußt vielleicht sogar daraufhin ohne es zu wollen (Self-fulfillig Profecy, wie man das in der Psychologie nennt).

Dieses Schweben zwischen schönen Tagen und totaler Hoffnungslosigkeit hat auch mich ganz schnell in eine Depression gestürzt. Mit dem Unterschied, ich nehme meine Tabletten regelmäßig, während mein Mann sie vor kurzem abrupt abgesetzt hat, damit er wieder einen Saufen kann! Angeblich geht es Ihm ohne die Tabletten besser vom Kopf her.

Ne, der hat nur noch immer nicht kapiert, daß die Medikamente nicht sofort in zwei Wochen anschlagen, es können bis zu sechs oder acht Wochen immer noch "Tiefpunkte" auftauchen und in einem solchen, war er leider nicht zu hause, sondern genau in den falschen Händen. Ich bete jeden Tag dafür, daß unsere Liebe stark genug ist, daß zu überstehen, aber es ist verdammt schwer zuhause zu sitzen, wenn man weiß das er bei so einer Kneipentussi ist. Und noch viel schwerer ist es, Ihn anzusehen und den Schmerz und die Qual in seinen Augen zu sehen.

Er macht sich unheimlich viele Gedanken, warum er ist, wie er ist. Warum er sich nicht mehr um seinen Sohn kümmern kann, warum er mir gegenüber so ein Arsch ist, etc. Aber dank den Drogen und der Depression, kommt dabei immer nix halbes und nix ganzes bei raus. Es ist so schwer dabei zugucken zu müssen, wie er immer weiter fällt. Aber es scheint, als ob er noch nicht tief genug unten ist. Und der Gedanke daran, Ihn rauswerfen zu müssen, bringt mich fast um. Ich weiß einfach nicht mehr, was richtig und was falsch ist. Und ich habe Angst, daß meine Kraft nicht ausreicht. Mein ganzes Leben besteht fast nur noch aus der Angst, meine Familie zu verlieren!

Und wenn man merkt, daß die Hoffnung wieder nen riesen Dämpfer erhalten hat, denkt man sich, Mensch da haste doch Internet, da findet man bestimmt was zu seiner Misere! Leider extreme Fehlanzeige. Man findet tausend Sachen zum Drogenmißbrauch usw. aber kein Sterbenswort dazu, was man als Angehöriger tun kann oder wie man sich verhalten soll. Das einzige, was mir ein bischen Mut gemacht hat, war eine Geschichte eines Angehörigen hier auf dieser Seite, der seiner Frau auch mit der Trennung drohen mußte, damit sie in den Entzug geht. Diese Hilflosigkeit und das Warten bringt mich bald um den Verstand!

Ich will doch nichts weiter, als meine Familie wieder!!!

Wär schön, wenn hier ein paar Tipps kriegen könnte.

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Antwort von Hannes

Zu Deinen Fragen: "Gibt es eine Möglichkeit, meinen Mann zwangsweise in ein Krankenhaus zum Entzug zu bringen, oder gibt es sonst irgendeine Möglichkeit, bei meinem Mann die Einsicht zum Entzug vielleicht etwas zu beschleunigen?"

Solange keine Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegt, ist eine gerichtlich angeordnete Zwangseinweisung nicht möglich. Beste Chance hast Du, habt ihr, wenn Du Dich klar von ihm distanzierst. Angehörige laufen oft Gefahr, Co-abhängig zu sein, heisst, die problematischen Verhaltensweisen der Betroffenen durch ihr Verhalten zu unterstützen. Such Dir Hilfe ggf. bei Angehörigengruppen, Adressen hat eine Suchtberatungsstelle in Deiner Nähe. Alleine wirst Du die Distanz zu Deinem Partner nur schwer hinkriegen bzw. durchhalten.

Antwort von Charmeyn:

Habe meinem Mann mittlerweile die Klamotten vor die Tür gestellt, denn ich denke, ob Drogen oder nicht, erst wenn ich für ihn unerreichbar bin, wird sich zeigen, was zwischen uns überhaupt ist. hoffe natürlich, dass es auch von seiner Seite aus Liebe ist, dann könnten wir es schaffen.

Ich versuche erstmal wieder Spaß und Freude in MEIN Leben zu kriegen, in dem ich einfach auch mal auf ne Party gehe. Ich hoffe, dass ich die zeit, die ich mehr oder weniger auf ihn warte, sinnvoll zu nutzen und bin meinem MÄDELS-Clan wirklich dankbar, dass sie so für mich da sind. Richtige Freunde sind  einfach unbezahlbar!

Wünscht mir viel Kraft, Stärke und Mut, um die nächsten Monate durchzustehen. Ich hoffe auch, dass ich das alles nicht umsonst mache, sondern es mir vielleicht in ein paar Monaten auch was bringt.

Ich wünsche allen angehörigen und betroffenen hier natürlich auch viel Mut, kraft, stärke, usw. um diesen Dreck durchzustehen.

Manchmal hilft uns allen schon ein liebes Wort oder das wissen, damit nicht allein zu sein, sehr viel weiter. Wünsche euch allen alles nur erdenklich Liebe.

Antwort Sonderglocke

Wir sind in Gedanken bei Dir und freuen uns schon über den neuesten Stand der Dinge zu hören. Wir wünschen Dir: nur das Aller-Aller-Beste...

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