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Frage: kiffen - kein Drogenproblem
Svenja schrieb:
Hallo, mein Bruder kifft seit 5 Jahren, er sagt es ist hamlos und kifft nur wenn er das geld dafür hat. was ich aber nicht glaube, ich glaube er nimmt noch andere Drogen. Er hat eine mAßnahme angefangen und wieder abgebrochen, belügt jeden, auch die Leute die ihn wirklich lieben. Er verstrickt sich in Lügen und weiß selbst manchmal nicht was er mal erzählt hat. Er hat viel unterstützung bekommen, aber jetzt nicht mehr. nun muss er bis zum 31.07. seine Wohnung räumen, wegen Mietschulden.
Meine Mutter spielt mit dem Gedanken Ihren Sohn bei sich aufzunehmen. ich denke es ist ein großer Fehler. Sie leidet sehr darunter wie mein Bruder sein leben gestaltet. Er geht nicht zu den Ämtern und behauptet er wäre dort gewesen. Aber er behauptet er hätte kein Drogen Problem. Wäre es richtig von meiner Mutter meinen Bruder/ Ihren Sohn bei sich aufzunehmen?
Antwort von Friederike
Liebe Svenja,
es scheint, als sei Ihr Bruder süchtig. Ob neben Cannabis auch andere Drogen eine Rolle spielen, könnte sein, muss aber nicht.
Es ist typisch für Drogenabhängige, dass sie erst einmal ihr Problem leugnen. Solange Ihr Bruder dies tut, wird er leider auch keine Veränderungsbereitschaft haben.
Sie beschreiben, wie wenig er sein Leben noch geregelt bekommt. So sehr auch nachvollziehbar ist, dass Ihre Mutter ihm helfen möchte und ihn gern bei sich aufnehmen will, so sehr unterstützt sie damit auch seine Sucht. Er hat seine Wohnung wegen Mietschulden verloren und kommt nun möglicherweise bei seiner Mutter unter, ohne die Konsequenzen seines Verhaltens tragen zu müssen. Damit verlängert sie seinen Suchtprozeß.
Wenn sie ihn aufnimmt, sollte sie zumindest darauf bestehen, dass er bei ihr Miete zahlt und sich auch sonst in die Gemeinschaft einbringt (z.B. finanziell, sauber machen, Essen kochen usw). Er sollte nicht von vorne bis hinten bedient werden, denn er ist erwachsen.
Er sollte auch Kontakt zur Schuldnerberatungsstelle aufnehmen,um seine Mietschulden zu klären und nicht weitere anzuhäufen!
Und am wichtigsten wäre eine Therapie, damit er sein Leben wieder geregelt bekommt!
Mit freundlcihen Grüßen
Friederike Sohn
Dipl.-Pädagogin

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