abhängig vom kiffen?

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Frage: abhängig vom kiffen?

von Kristin

Ich lebe seit ca. 5 Jahren mit meinem Freund zusammen. Am Anfang hat er selten gekifft, meist auch nur Joints. Dann haben wir uns getrennt und als wir nach 10 Monaten wieder zusammen kamen musste ich feststellen, dass das Kiffen mehr geworden ist. Er kifft zwar trotzdem "nur" am Wochenende, dann aber (seiner Aussage zu Folge) ca. 8 Köpfe.

Ich bin nie dabei und weiß also nicht wie viele es wirklich sind. Wenn er dann mal eine Woche frei hat, kann es dann auch schon einmal sein das er 2-3mal die Woche kifft.

Ist er abhängig oder bilde ich mir das nur ein? Sein Verhalten ist nach dem kiffen eher gleichgültig und abgeschottet. Ich versuche meist einen Bogen um ihn zu machen.

Kann mir jemand eine Auskunft geben?

Antwort von Friederike

Liebe Kristin,

ob Ihr Freund abhängig ist oder nicht, kann ich über die Entfernung nicht beurteilen. Problematisch ist aber in jedem Fall der regelmäßige Konsum und die von Ihnen beschriebenen Mengen!

Die von Ihnen wahrgenommene Gleichgültigkeit und Abgeschottetheit Ihres Freundes nach dem Konsum von Cannabis ist typisch und "normal" für den Konsum, siehe auch www.suchtstoffe.com

Sie sollten sich überlegen, ob Sie mit seinem Konsum leben können und wollen.

Was sind Ihre Ziele in einer Beziehung?
Geht das mit ihm?
Wie geht es Ihnen mit seinem Konsum?
Sind Sie bereit, ihm immer wieder aus dem Weg zu gehen, weil er gekifft hat?
Wie wollen Sie mit seinem Konsum umgehen?

Mit freundlichen Grüßen

Friederike Sohn
Dipl.-Pädagogin

Anmerkung der Redaktion: Kristin, wir würden uns freuen, wenn Du einen Suchtbericht verfassen würdest, um Dir und anderen Betroffenen zu helfen. Beschreibe, wie es ist, mit einem Süchtigen zu leben, damit Du Dir und anderen Menschen die Augen öffnest. Siehe Suchtgeschichten

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