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Frage: Gras Abhängigkeit
von Jasmin
Ich bin 24 Jahre alt und Mutter einer drei-jährigen Tochter.
Seit ich sechzehn bin rauche ich Gras. Seit meinem 18. Lebensjahr täglich. Selbst in meiner Schwangerschaft konnte ich das rauchen nicht komplett einstellen. Ich bekomme mein Leben vom Alltag her sehr gut geregelt, und der nüchterne Zustand ist mittlerweile fremder als der betäubte.
Ich habe eigentlich schon sehr viele Ziele, strebe zurzeit mein Abitur an, was meinen Konsum mir wirklich erschwert. Auch andere Drogen habe ich durchlaufen, außer Gras kann mir nichts gefährlich werden. Es belastet mich und meinen Partner sehr, er selber ist genauso süchtig wie ich, doch ist er stärker in diesem Punkt.
Ich habe das Gefühl, dass mir dabei keiner helfen kann, noch nicht mal ich selber: Ich bin zu schwach. Wenn ich meine Augen morgens öffne ist mein erster Gedanke Rauchen... und kann ich spätestens am Abend nicht rauchen fühlt es sich in mir drin fast schon wie ein schmerzhaftes unwohl sein an.
Ich weiß, dass es so nicht weiter gehen kann.
Ich verblöde, ziehe mich zurück und habe glaube ich schon eine Depression.
Ich hoffe von ihnen etwas neues zu hören, und bedanke mich im voraus.
mfg jasmin
Ich kenne mich sehr gut aus, weiß um die Nebenwirkungen genau Bescheid, wo meine schlechten Gefühle herkommen das das alles mein Unterbewusstsein ist, und doch will ich es nicht lassen. Das einzige was richtig läuft ist die Erziehung meiner Tochter gegenüber, und hoffe nicht das das mit meinem friedsamen aber doch berauschten Zustand liegt.
Antwort von Friederike
Liebe Jasmin,
Sie sollten zur Suchtberatungsstelle gehen und sich beraten lassen. Wahrscheinlich wird man Ihnen eine Therapie empfehlen, die ambulant durchgeführt werden kann.
Sie sollten nicht noch mehr Jahre damit warten! Denn je länger Sie Ihre Sucht leben, desto schwieriger wird es davon wegzukommen.
Sie sind sehr reflektiert und spüren deutliche Einschränkungen in Ihrer Wahrnehmung, Ihrer Denkfähigkeit und in Ihrem Antrieb. Das sind gute Voraussetzungen, um eine Therapie erfolgreich abzusolvieren.
Ihre emotionale Ansprechbarkeit ist stark eingeschränkt, wenn Sie berauscht sind. Zusätzlich sind Sie kein gutes Vorbild für Ihre Tochter!
Gehen Sie den ersten Schritt zur Abstinenz, indem Sie sich noch heute einen Termin in der Sucht- oder Drogenberatungsstelle geben lassen.
Sie schaffen das!
Mit freundlichen Grüßen
Friederike Sohn
Dipl.-Pädagogin

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