Cannabiskonsum

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Frage: Cannabiskonsum

von Wolfram

Mein Sohn ist 19 Jahre alt und lebt sein ca. 3 Monaten bei mir, seinem Vater. Ich habe mich vor 3 Jahren von meiner Frau getrennt. Mein Sohn lebte zunächst noch bei ihr. Da die beiden nicht klar kamen, habe ich meinen Sohn nun zu mir geholt.

Mir viel auf, dass er morgens kaum ansprechbar ist und sehr lange braucht bis er „zu gebrauchen“ ist.

Nun gestand er mir, dass er seit ca. 1,5 Jahren Drogen nimmt. Überwiegend Gras, was anscheinend überall problemlos zu haben ist.

Seit ca. 1 Jahr braucht er das anscheinend täglich um sich entspannen zu können.

Wenn er das Zeug genommen hat (meist spät abends), fühlt er sich für die nächsten Stunden total wohl und fit. Danach (am frühen Morgen) ist er ist er dann total erschöpft und kann nicht aufstehen. Des Öfteren schwänzt er dann die Schule, weil er, nach seiner Aussage einfach nicht aufstehen kann. Ich will ihm helfen, bin aber total überfordert.

Wissen Sie mir Rat?

Antwort von Friederike

Lieber Wolfram,

dass Ihr Sohn morgens kaum ansprechbar und sehr lange braucht, bis er zu gebrauchen ist, ist bei dauerhaftem Cannabiskonsum (insbesondere abends) nicht verwunderlich. Das ist eine der Nebenwirkungen!

Versuchen Sie mit Ihrem Sohn ins Gespräch zu kommen und ihm die Auswirkungen seines Konsums zu verdeutlichen. Wenn er die Schule schaffen will, muss er auch regelmäßig hingehen! Wenn er das nicht hinkriegt, ist es höchste Zeit, über seinen Konsum und sein Konsummuster nachzudenken und daran etwas zu verändern!

Wenn er schon kifft, sollte er das auf das Wochenende beschränken, da kann er zumindest ausschlafen!
Er sollte sich allerdings auch ganz grundsätzliche Gedanken zu seinem Konsum machen. Er scheint der Entspannung zu dienen. Hier gilt es, nach anderen alternativen Möglichkeiten der Entspannung zu suchen, z. B. Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Joga oder ähnlich!

Ein regelmäßiger Konsum ist immer bedenklich, nicht zuletzt wegen der Sucht!

Bieten Sie ihm an, mit ihm gemeinsam in die Drogenberatungsstelle zu gehen, um sich ganz allgemein über Cannabis beraten zu lassen. Oft wissen Jugendliche nämlich nicht genau über die von ihenn konsumierten Drogen Bescheid!

Zusätzliche Informationen finden Sie auch auf der Seite: www.suchtstoffe.com

Mit freundlichen Grüßen

Friederike Sohn
Dipl.-Pädagogin

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