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Frage: Leberzirrhose - Alkoholkonsum
von Egbert
ich bin 55, zu 100 % erwerbsunfähig, seit dem 1. August diesen Jahres Rentner und habe eine lange "Alkoholkarriere" (40 Jahre) hinter mir.
Nach inzwischen ca. 30 ambulanten und stationären Entgiftungen sowie 2 Therapien, werde ich kein Krankenhaus mehr aufsuchen.
Ich habe eine Leberzirrhose (YGT 500), jetzt geht es für mich ums nackte Überleben. Motivation genug für mich ...
Wo bekomme ich Distraneurin verschrieben, und wer ist heute noch bereit, vor allem berechtigt, es mir zu verabreichen?
Geben Sie mir bitte einen für mich akzeptablen Rat!
Antwort von Friederike
Lieber Egbert,
Sie haben etwa 30 ambulante und stationäre Entgiftungen sowie 2 Therapien in den letzten 40 Jahren wegen Alkoholproblemen hinter sich und sind nun seit 01.08.08 zu 100 % erwerbsunfähig! Sie haben eine Leberzirrhose!
Herzlichen Glückwunsch! Damit haben Sie sich fast umgebracht!
Sie haben eine lange Suchtkarriere, die für Sie noch nicht zu Ende ist!
Sie wollen in kein Krankenhaus und sich nicht noch einmal behandeln lassen, suchen aber einen Arzt, der Sie in Ihrer Sucht unterstützt!
Distraneurin wird zur Behandlung von deliranten Symptomen verschrieben. Ein Alkoholentzugsdelir kann tödlich sein! Daher werden Medikamente zur Behandlung dieser Symptome in aller Regel von verantwortungsvollen Ärzten unter ärztlicher Aufsicht verabreicht!
Ich kann Ihnen daher keinen für Sie akzeptablen Rat erteilen!
Ich empfehle Ihnen, sich doch noch einmal auf den Weg zu machen in ein für Sie akzeptables Krankenhaus, um eine Entgiftung unter professioneller Aufsicht durchzuführen. Wenn Sie sich und Ihnen Ihr Leben es wert sind, vertrauen Sie sich, dass Sie es unter ärztlicher Aufsicht schaffen werden!
Hören Sie auf, allen Profis, Verwandten, Bekannten und Freunden beweisen zu wollen, dass alle anderen unfähig sind!
Fangen Sie an, an sich zu glauben, sich zu vertrauen und sich die Unterstützung von Fachkräften geben zu lassen, die Sie sich selber nicht geben können!
Besuchen Sie auch eine Selbsthilfegruppe, z.B. Anonyme Alkoholiker, um sich emotionale und mentale Unterstützung zu holen und um unter Menschen zu sein, die Sie und Ihren Lebenslauf verstehen können!
Das ist die beste Aussicht auf noch ein paar wirklich schöne Monate oder sogar Jahre!
Mit freundlichen Grüßen
Friederike Sohn
Dipl.-Pädagogin

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