Alkoholprobleme

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Aktuelle Frage: Alkoholprobleme

Hallo, habe schon seit einiger Zeit die Vermutung das mein Mann ein Problem mit Alkohol hat. Er trinkt manchmal eine ganze Flasche Wein abends alleine, kommt ab und zu angetrunken von der Arbeit nach Hause und hat schon manchmal Bierdosen versteckt (hinter Badschrank etc.) Heute hat er den Vogel abgeschossen.. die Polizei hat an der Tür geklingelt und hat mir den Schlüssel für unser Betriebsauto das auf mich angemeldet ist gegeben, mit der Aussage das mein Mann eine Straße weiter auf dem Beifahrersietz sitzt und geschlafen hat mit 1,8 promille.

Er kam dann nach Hause gelaufen und hat meinen Vorwurf das er ein Alkoholproblem hat natürlich abgewunken. Wir haben zwei kleine Kinder und ich mach mir echt sorgen. Was kann ich tun um ihn zu helfen? Ich kann und will nicht mit einem Alkoholiker zusammen leben! Bitte gibt mir einen Rat.

Antwort von Delia

Zunächst einmal Entschuldigung für die Verspätung - in meiner Abwesenheit sind natürlich etliche Fragen aufgelaufen, die ich nur nach und nach beantworten kann.

Alles was du schreibst, deutet auf ein massives Alkoholproblem deines Mannes hin. Besonders alarmierend ist es, wenn er bereits Verstecke anlegt, was andererseits auch wieder heißt, dass er ein gewisses Problembewußtsein hat: Ihm ist schon klar, dass sein Trinkverhalten nicht mehr harmlos ist. Hast Du ihn auf das Versteck angesprochen?

Auf sein heimliches Trinken?

Von dieser Frage bis hin zu dem Vorschlag, (gemeinam) eine Beratungsstelle aufzusuchen (oder auch sich online beraten zu lassen) ist es nicht weit. Dein Mann darf dahingehend beruhigt werden, dass er noch nicht in unmittelbarer physischer Gefahr ist. Es ist auch durchaus möglich, dass er keine stationäre körperliche Entgiftung braucht.

Psychisch sieht die Angelegenheit jedoch ganz anders aus - Dein Mann hat offensichtlich die Kontrolle über den Alkohol verloren. Das heißt aber auch, dass er sie nie wiedererlangen wird.

Anders formuliert: Es geht hier nicht mehr um kontrolliertes, unauffälliges Trinken, sondern nur noch um Abstinenz - andernfalls ist er verloren. Es gibt sehr wenig Menschen, die ohne eine stationäre Therapie die Finger für immer vom Alkohol lassen können. Dein Mann sollte sich um eine solche Therapie bemühen (über eine Beratungsstelle und zusammen mit seinem Arzt). Dabei sollte er den reinen Verzichtsgedanken beiseite schieben zugunsten der Aussicht auf eine lehrreiche Auszeit für sich selbst und auf die Rückkehr in eine Familie, die noch nicht durch sein Alkoholproblem zerrüttet ist.

Versuche, auf diese Weise mit ihm in's Gespräch zu kommen. Deine eindeutige Aussage, nicht mit einem Alkoholiker leben zu wollen darf als klare Ansage ihm gegenüber wiederholt werden. Die Folgen hängen von seinen Reaktionen ab. In jedem Fall mußt du im Sagen und Handeln immer konsequent sein, sonst verpuffen alle Versuche, ihn in Bewegung zu bringen. Melde dich ruhig wieder - entweder bei mir direkt oder eben bei Sonderglocke.

2. Frage

Hallo Delia, danke für die Antwort :-)
Ich hatte ihn darauf angesprochen und wir haben ein "Alkoholverbot" für zuhause ausgemacht. Er hat sich ca. 3 Wochen lang daran gehalten, kam nicht mehr angetrunken von der Arbeit heim oder sonst was. Wir waren auch nicht oft weg so das er kaum mit Alkohol in Berührung kam.

Ich war glücklich und hab gedacht er hat es geschafft... Falsch... wie sich wieder herausstellt hast du wohl recht und ein Alkoholkranker kommt nicht von dem Zeug ohne professionelle Hilfe weg. Vorgestern kam er angetrunken nach Hause, ich habe es gleich an seinem Verhalten gemerkt.

Hab ihm gesagt das er gleich wieder gehen kann, er ist dann auch gegangen und kam nachts um 2 Uhr wieder, keine Ahnung wo der war. Gestern musste er abends angeblich noch mal ins Büro, mit dem Auto! Hab nach 3 Stunden angerufen wo er bleibt, er sagte er steht auf dem Parkplatz und raucht, er klang nach Alkohol! Ich bin so sauer, entäuscht und ratlos...

Das schlimmste ist, er tut so als wär nichts gewesen... Er gibt mir seit dem Vorfall keinen Kuss mehr, Grinst nur "blöd" und sagt nichts dazu, ich bin drauf und drann ihn vor die Tür zu setzen, habe aber Angst vor seiner Reaktion.

Ich will und kann nicht mehr. Soll ich ihm sagen das wir uns für eine Weile trennen sollen? Ich weiß nicht mehr weiter, ich muss immer wieder daran denken und an unsere kleinen Kinder... Oder soll ich ausziehen? Aber wohin?

Auserdem seh ich es nicht ein das er die Wohnung bekommt und ich mit den Kids auf der Straße sitze. Sorry das es so lang geworden ist, aber das musste mal raus. Ich hoffe du kannst mir einen Rat geben.

2. Antwort

In deinem Schreiben wird überdeutlich, dass du nun wirklich keine Lust mehr hast, die Co-abhängige Partnerin zu spielen, dich nur um ihn und seine Probleme zu kümmern und womöglich noch den Kopf für seine Eskapaden hinzuhalten.

Du hast den Punkt erreicht, an dem jeder Angehörige irgendwann ankommt: Dieses Problem gehört in professionelle Hände. Deine Aufgabe besteht in der Versorgung deiner Kinder und darin, dich endlich einmal auch wieder um dich selbst zu kümmern.

Du bist mit deinem Überdruß so weit, dass du ihn sogar vor die Tür setzen würdest. Spontan würde ich diesen Schritt begrüßen. Ich habe dazu schon einiges in Sonderglocke geschrieben - du kannst dort nachlesen, dass es nicht um "im Stich lassen", sondern um aktive Hilfe zur Selbsthilfe geht, wenn du konsequent einen Punkt setzt.

Was meinst du aber mit der Angst vor seiner Reaktion? Könnte er gewalttätig werden? In dem Fall solltest du dir vor diesem Schritt Beistand holen - Verwandte oder Freunde, eventuell auch Nachbarn, die anwesend sind, wenn er die Wohnung verlassen muß.

Unterstützung bekommst du auf jeden Fall in einer Selbsthilfegruppe

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