Alkoholkonsum

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Frage: Alkoholkonsum

von Dorothee

Hallo, meine Lebenspartnerin ist der Meinung, dass ich mich wegen meines Alkoholkonsums in professionelle Hilfe bzw. in eine Selbsthilfegruppe begeben sollte, da sie sich sonst trennen würde. Ich denke jedoch dass ich auch alleine es schaffen würde weniger zu trinken, da ich mir nicht recht vorstellen kann, dass mir Gespräche mit fremden Menschen helfen könnten weniger zu trinken.

Jedoch bin ich auch der Meinung, dass mein Konsum nicht gerade gut ist und sich ändern muss. Ich bin nun 22 und trinke regelmäßig Alkohol seit dem ich 13 bin. Damals haben wir in unserer Clique jedes Wochenende und in den Ferien auch öfters sehr raue Mengen getrunken, war ja "cool". Jetzt trinke ich immer noch jedes Wochenende, wenn ich weg gehe oder auch zuhause, auf jeden Fall einmal die Woche hab ich echt nen japs auf ein Bierchen o.ä.. das auch nicht das Problem mal abends ein zwei mal die Woche ein bier zu trinken nur leider bleibt es nie bei einem bei mir.

Wenn ich erst mal einen im Kahn habe, kann ich die Bremse nicht ziehen und höre nicht auf wie jeder normale Mensch, sondern trinke dann echt heftig viel bis ich einen Filmriss habe und echt Mist Sachen passieren. Bin dannach noch bis zum nächsten Abend hin betrunken und erst am übernächsten Tag wieder fit.

Mittlerweile hab ich auch immer nach dem Trinken 2 Tage lang üble Depressionen und liege nur nutzlos heulend im Bett rum. Das kann so definitiv nicht wetergehen, das ist mir schon klar, aber will ich auch nicht komplett auf Alkohol verzichten, schließlich möcht ich schon noch an Feiertagen mal ein Glas Sekt trinken können.

Symptome einer körperlichen Abhängigkeit weise ich auch noch nicht auf, dass eine absolute Alkoholabstinenz nötig wäre, oder?!

Naja, aber wie bekomme ich denn die Kurve ein "normales Trinkverhalten", in dem man nur zum Genuß ein zwei mal im Monat in der Disco etc. trinkt und sich nicht besinnungslos besäuft? Sollte ich echt zu einer Gruppe etc. gehen nur meiner Freundin willen oder sollte ich einfach mal Selbstdisziplin walten lassen und das reicht?

Ich weiß selber nicht recht ob ich dann trozdem mal wieder einen Ausrutscher hinlege. Hmm..., hoffe bekomme mal eine objektive Rückmeldung meiner Problematik. Schon mal danke.

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Antwort von Delia

Eine objektive Antwort möchtest du: Du bist massiv alkoholabhängig!
Wenn du noch keine körperlichen Beschwerden hast, liegt dies an deinem Alter.
Du hast die Kontrolle über dein Trinken verloren. Und wer einmal die Kontrolle an den Alkohol abgegeben hat, wird sie niemals wieder zurückbekommen. Für dich heißt also die einzige Lösung: Abstinenz.

Zum Thema "Kontrolliertes Trinken" und über die Scharlatane, die das auch noch als machbar verbreiten, habe ich mich hier schon ausgiebig und oft geäußert.
Du liest die Sonderglocke (sonst würdest du uns nicht fragen) und dürftest im Bilde sein.

Mit Abstinenz meine ich eine "zufriedene Abstinenz", nicht den "Verzicht". Indem Du Dich selbst genau beobachtest, indem Du spürst, wie alle Sinne langsam aber sicher wieder unverfälscht zum Vorschein kommen, machst Du positive Erfahrungen und kannst eben auch die Abstinenz mit positiven Inhalten füllen.

Als Alkoholikerin wirst Du nie wieder "nur ein bisschen" trinken können. Über kurz oder lang gerätst Du bei einem solchen Versuch wieder in das alte Trinkverhalten zurück. An diesen Experimenten gehen leider sehr viele Alkoholiker zugrunde. Es ist nun mal ein schlichter Erfahrungswert.

Du solltest tatsächlich in eine Selbsthilfegruppe gehen - ruhig zusammen mit deiner Partnerin.
Auch der Besuch einer Beratungsstelle wäre wichtig. Möglicherweise ist eine stationäre Entwöhnungsbehandlung erforderlich.

Ich wünsche dir Kraft und positives Denken!

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