Alkoholikerin - Jugendamt - Kind
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Frage: Alkoholikerin fürchet, dass das Jugendamt ihr das Kind wegnimmt
Habe zur Zeit kein Vertrauen in und an jemanden. Deshalb mach ich alles heimlich. Schon meine E-Mail Adresse anzugeben ist für mich sehr schwer zu verknusen! Meine Eltern haben schon immer Alkohol getrunken, mein Vater immer mehr. Ich habe bis zum 21. Lebensjahr nicht viel getrunken bzw. nicht regelmäßig. Erst als ich meinen jetzigen Lebensgefährten begegnet bin und mich verliebt habe hat sich im Laufe der Jahre einiges verändert.
Erst habe ich immer noch gemeckert wenn er zu viel getrunken hat vor allen vor 12.00 Uhr schon.
Dann habe ich gedacht das es ja nicht so schlimm sei kann wenn ich mal ein Bier mittrinke. Daraus wurden im Laufe der Zeit und mit viel Besuch in dieser Zeit immer eins mehr. Bis ich wieder Anfing zu arbeiten was ich auch nur durch viel reden erreichen konnte.
Nach 5 Jahren musste ich wieder aufhören zu arbeiten weil meine Arbeitszeit nicht in das Schema der Firma passte. So hatte mein Gehirn 5 Jahre Zeit sich auf dieses Bier fest zu stellen und mich im dieser Zeit nicht mehr loslässt egal wie ich mich gewehrt habe. Bis ich einen Hoffnungsschimmer hatte, eine neue Arbeit in die ich alle Hoffnung gelegt hatte um diesem Alptraum zu entkommen. Da stirbt doch plötzlich mein Vater und ich war wieder mal für den a… . Meine Mutter konnte damit nicht umgehen (logisch) ich musste unserem Sohn und dem Rest der Familie auffangen und habe mich immer mehr in dieses blöde Bier verrannt. Ich habe doch wirklich gedacht, dass das ein Ausweg aus allen Problemen währe.
Ich habe auch versucht meine Geschwister zu suchen einige mit Erfolg und einige ohne. Einer ist mit meiner Problematik noch schlimmer dran und hat dabei 5 Kinder. Der andere hat die gleichen gesundheitlichen Einschränkungen wie mein Vater, welche ich zum Teil auch habe. So kam ich irgendwie nie so recht zum trauern und bin immer weiter in diesen verdammten sumpf geraten. Mein Lebensgefährte hat natürlich gemerkt was los ist aber in dieser Familie wurde immer alles verdrängt. Bei den Jungs von denen auch mittlerweile 2 tot sind, dazu kommen innerhalb 10 Jahren Vater, Mutter und eine Schwester....
Unser Sohnemann hat seit der Geburt eine motorische Störung (AHDS). Mein (Mann) meint das ist Blödsinn und hilft bei den Ergo-Behandlungen nicht mit. Die ich seit 3 Jahren durchführe. Ich habe das Gefühl, dass ich seit langer Zeit auf langer Flur mit allem alleine klarkommen muss (Finanzen, Gefühle vermitteln, meine Mutter unterstützen, Garten, Hund, Schule, usw.) Komischerweise fängt mein Mann jetzt seit dem er ein paar Tage spucken muss und wochenlang Bauchschmerzen hat damit aufzuhören.
Seit 4 Tagen hat er kein Bier mehr getrunken und bekommt seit heute massive Kopfschmerzen und schimpft mit mir weil ich nicht genauso wie er sofort damit aufhöre. Ich habe jahrelang darum gebeten und jetzt glaube ich auch erst wenn es anhält. Das war meine Antwort, ich weiß selber das dieses Blödsinn ist aber ich bin nicht so stark wie er, wenn er es überhaupt durchhält.... was ich dazu sagen möchte: mein Sohn hat nie darunter leiden müssen, dass ich nie für ihn da war , wenn auch sicher nicht immer richtiges handeln dabei war. Für uns möchte ich mein Verhalten ändern habe aber Angst, dass man mir meinen Sohn wegnimmt. Deshalb diese Art.

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Antwort von Delia
Deine eigentliche Frage - so habe ich dich verstanden - ist: Was passiert mit deinem Sohn, wenn du dir endlich helfen lässt?
Ich muß mich hier wiederholen, aber ich tu das gern, denn diese Angst haben sehr viele Mütter mit deinem Problem:
Niemand nimmt einer Alkoholikerin ihr Kind weg, wenn sie sich professionelle Hilfe holt!
Im Gegenteil: Das Jugendamt und alle anderen eingeschalteten Behörden unterstützen diesen Schritt.
Kleine Kinder (etwa bis zum 15. Lebensjahr) können in eine stationäre Therapie mitgenommen werden - es gibt inzwischen genügend Häuser mit diesem Angebot.
Andernfalls werden Pflegefamilien für die Dauer einer Therapie gesucht, wenn privat niemand adäquat zur Verfügung steht.
Die Behörden wenden sich erst gegen eine kranke Mutter-Kind-Beziehung, wenn die Mutter nichts gegen ihre Sucht unternimmt.
Als alkoholkranke Mutter hast du die doppelte Verantwortung: Für dein Kind und für deine Gesundheit.
Für dich, Gaby, ist der Schritt in eine Psychotherapie längst überfällig. Belasse es nicht bei der Anfrage an Sonderglocke, sondern wende dich an eine Beratungsstelle und an deinen Arzt. Du brauchst dringend die nötige Auszeit, um endlich einmal etwas für dich selbst tun zu können.
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2. Frage
Ein zweites schönes Wochenende wünsche ich euch auch. Ich habe wirklich Probleme und dazu eine ordentliche Portion Angst im Nacken. ich hoffe das es bald losgeht. Meine Situation hier ist für meine Nerven bald nicht mehr zu ertragen und ich möchte einfach nur weglaufen... weiß nur nicht wohin und eigentlich möchte ich der selbe starke Mensch wieder werden der ich einmal war! Das ist mir besonders wichtig.
Bitte helft mir schnell. Es reicht oft wenn ich mit jemand reden kann der meine Sorgen und Ängste versteht und mir in gewissen Sachen Rat gibt.
Diese Frage wurde per Mail beantwortet.

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