Verharmlosung von Sucht

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Frage: Verharmlosung von Sucht

Juliane schrieb: Hallo, ich habe einen Bekannten der ist 57 Jahre alt und braucht nach Feierabend den Alkohol zum runterfahren wie er sagt. Meine Frage wenn er z.B. mit mir zusammen ist, behauptet er immer dann braucht er das nicht was ich eigentlich nicht glaube an anderen Tagen trinkt er z.B. eine ganze Flasche Korn und wenn er dann auf Arbeit geht sagt er ist er wieder nüchtern ich denke aber bei dem Pensum ist das nicht möglich.

Antwort

Hallo Juliane,

zunächst möchte ich mich für Ihre Frage bedanken.

Ich lese heraus, dass Sie sehr besorgt um Ihren Freund sind. Da hat Ihr Freund wirklich eine sehr tolle fürsorgliche Person an seiner Seite. Schön, dass Sie solch eine Freundschaft haben. Ich habe jetzt nicht direkt eine Frage oder ein Anliegen herauslesen können aber meine Wahrnehmung sagt mir, dass Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Freund oder Bekannter ein Alkoholproblem haben könnte oder nicht und dass Sie eventuell ein paar Informationen diesbezüglich hätten. Ich muss Ihnen als erstes sagen, dass ich Ihnen nicht sagen kann und werde, ob Ihr Bekannter Alkoholiker ist oder nicht. Das sind Erkenntnisse und Einsichten, die nur die betroffene Person selbst erreichen kann. Ich kann Ihnen aber sagen, dass es verschiedene Trinkertypen gibt, bei denen die Gefahr zu einer Alkoholabhängigkeit besteht.

Es gibt sogenannte „Problemtrinker“. Diese Trinker trinken Alkohol, um zu entspannen oder um Ärger herunterzuregulieren. Dann gibt es „Gelegenheitstrinker“. Dieses Trinkverhalten ist durch soziale Kontakte geprägt. Es wird beispielsweise auf Festen, Feiern oder Veranstaltungen getrunken, wenn das soziale Umfeld auch trinkt. Dann gibt es sogenannte „Spiegeltrinker“. Diese Menschen trinken Alkohol und müssen dabei immer einen bestimmten Spiegel oder Pegel halten, um überhaupt den Alltag bewältigen zu können. Fehlt ihnen der Alkohol haben sie starke Entzugserscheinungen und müssen schnellstmöglich wieder durch Alkohol ihren Pegel erreichen. Die letzte Form sind die „Quartalstrinker“. Diese Trinker trinken wie der Name es schon verrät nicht jeden Tag Alkohol aber bekommen in gewissen zeitlichen Abständen ein unglaubliches Verlangen Alkohol zu konsumieren. Wenn sie dann konsumieren, dann sogar bis zum völligen Kontrollverlust. Zwischen diesen Phasen können diese Personen komplett ohne Alkohol leben, bis die nächste Rauschphase beginnt.

So viel zu allgemeinen Informationen. Nach dem, was Sie schreiben, wäre Ihr Freund in den Trinkertyp des „Konflikttrinkers“ einzuordnen, da er wie Sie es beschreiben trinkt, um nach seinem Feierabend runterzufahren. Dass er den Alkohol nicht braucht, wenn er mit Ihnen zusammen ist, erscheint mir logisch nachvollziehbar, da er durch das gemeinsame Zusammensein nicht sofort mit seinen alltäglichen Problemen und Sorgen konfrontiert ist, also relativ gut abgelenkt wird davon.

Im Grunde fehlt ihm dadurch der Grund zum Trinken. Für Ihren Bekannten wäre es absolut wichtig hinzuschauen, wofür steht denn der Alkohol in seinem Leben? Welche Probleme kann nur der Alkohol lösen? Welche Gefühle möchte ich nicht fühlen und kann sie durch den Alkohol wegdrücken? Welche Vorteile hat der Alkohol für mich? Ist das Trinken problematisch für mich? Das sind die elementaren Fragen, die Ihr Bekannter für sich klären muss. Es ist allerdings nicht Ihre Aufgabe, diese Fragen für ihn zu beantworten, oder ihn zu einer Antwort zu drängen, mit derer Sie zufrieden wären. Ob Ihr Bekannter Hilfebedarf hat oder nicht entscheidet allein er. Seien Sie Als Freundin oder Bekannte weiterhin die hilfsbereite und fürsorgliche Begleiterin, die bisher offenbar zu sein scheinen. Vielleicht erkennt Ihr Bekannter, dass er sich in einer Spirale befindet, aus derer er allein nicht herauskommt, dann dürfen Sie ihm jederzeit beistehen, aber er sollte sich professionelle Hilfe suchen, die mit ihm genau die oben gestellten Fragen beantwortet, denn Sie können das keinesfalls tun, denn auch Sie dürfen sich schützen.

Ich hoffe ich konnte Ihre Fragen beantworten und wünsche Ihnen und Ihrem Bekannten von ganzem Herzen viel Erfolg, viel Mut und gute Erkenntnisse.

Mit freundlichen Grüßen,
Christine Gerull

 

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