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Frage: Familie zerfällt wegen Suchtproblemen

Lewin schrieb: Leider zerfällt unsere Familie aufgrund der "Sucht" unseres 15- jährigen Sohnes zu seinem Handy. Er legt es nicht einmal weg und MUSS, so sagt er, stets online sein. Er neigt bereits zu Aggressivität (im verbalen Sinne) und schulisch wie auch zukunftsorientierte Handlungen sind absolut egal für ihn. Er ist im Prüfungsjahr und Lernen daher wichtig. Was sollen wir machen?! Wegnehmen und Regeln funktionieren nicht.

Antwort

Hallo Lewin,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich lese aus Ihrem Beitrag viel Besorgnis heraus. Aus elterlicher Perspektive kann ich Ihre Bedenken sehr gut nachvollziehen. Sie sind die Eltern und möchten, dass Ihr Sohn sich auf die Schule und die Familie konzentriert, damit er im weiteren Verlauf seines Lebens weniger Schwierigkeiten hat. Ihre Wünsche, die in jedem Fall sehr gut gemeint sind absolut nachvollziehbar. Diese Sorgen und Wünsche betreffen streng genommen allerdings ausschließlich Sie als Eltern. Dass Sie das Verhalten Ihres Sohnes als süchtig beschreiben und bezeichnen ist gar nicht abwegig. Die mediale Abhängigkeit und der Zwang oder die Sucht immer informiert und online zu sein breitet sich mehr und mehr aus. Gerade bei Jugendlichen besteht die Gefahr einer medialen Abhängigkeit. Regeln und Entzug des Mittels (in Ihrem Fall das Handy) funktionieren aus einem einfachen Grund nicht. Sie als Eltern, die das Handy entziehen stehen in den Augen Ihres Sohnes zwischen dem Handy und der Möglichkeit seine „Sucht“ zu befriedigen.

Das bedeutet Sie als Eltern sind der Feind. Sie hindern ihn am positiven Effekt den sein Mittel hat und welches ihn zufrieden macht. Das heißt, wenn Sie ihm das Handy entziehen und er sauer auf Sie ist und wütend auf Sie ist, dann ist dieses Gefühl, welches er Ihnen gegenüber empfindet in dem Moment so stark, dass Ihr Sohn gar keine Möglichkeit hat auf Gefühlsebene nachzuspüren, warum Sie das getan haben und welchen Effekt Sie erzielen wollen. Er sieht nur „Mama und Papa nehmen mir das weg, was ich gerade am meisten brauche“ und das macht wütend. Viel wichtiger scheint für mich allerdings die Frage zu sein „Warum ist es ihm so wichtig überall dabei zu sein?“ „Aus welchem Grund ist eine virtuelle Welt wichtiger und interessanter als eine Teilnahme an der realen Welt?“ „Welche persönlichen Bedürfnisse werden denn bei meinem Sohn durch die virtuelle Welt befriedigt, welche in der Realität nicht befriedigt werden können?“.

Ich glaube es ist wichtig sich mit den Bedürfnissen und den Wünschen Ihres Sohnes auseinander zu setzen und ihm dennoch das Gefühl zu geben, dass er seine eigenen Entscheidungen treffen kann. Wenn er allerdings seine eigenen Entscheidungen in seinem Ermessen verantwortungsvoll für sich trifft, dann gehört die Konsequenz, welche sein Handeln hat in jedem Fall dazu. Ihr Sohn wird nur die Erkenntnis bekommen, dass er selbst umdenken muss, wenn er selbst zu der Erkenntnis kommt, was er durch die Zeit in der virtuellen Welt in der realen Welt verpasst. Das wird Ihr Sohn allerdings nur selbst herausfinden können. Ihr Sohn befindet sich mit seinen 15 Jahren in einer Phase in derer er sich von seinen Peerkontakten also von seinen gleichaltrigen Freunden mehr verstanden fühlt als von Ihnen und somit auch so häufig wie möglich mit ihnen im Kontakt bleiben möchte. Es ist wichtig, dass Sie Ihrem Sohn-auch wenn Sie als Eltern bereits mehr Erfahrung haben- auch gleicher Ebene begegnen und ihm das Gefühl geben, dass er mit seinen Sorgen und Bedürfnissen die er hat von Ihnen gehört wird.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie als Eltern allein den Umgang mit Ihrem Sohn bezogen auf den Handykonsum nicht gelöst bekommen und Sie das Gefühl haben, dass sich eine Sucht entwickelt hat, dann haben Sie ebenfalls die Möglichkeit sich an eine Suchtberatungsstelle zu wenden. Suchtberatungsstellen sind heutzutage nicht mehr nur auf substantielle Süchte spezialisiert, sondern ebenfalls auf mediale als auch auf Verhaltenssüchte.

Ich hoffe ich konnte Ihre Fragen beantworten und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und Kraft.

Mit freundlichen Grüßen,

Christine Gerull

 

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