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Frage: Klare Positionierung

Meine 18-jährige Tochter lebt seit einigen Monaten mit ihrem Freund zusammen. Dass die beiden Kiffen war kein Geheimnis, ich wollte deswegen aber kein Fass aufmachen. Sie hat sich dann in den letzter Zeit immer mehr von ihren Freunden und Hobbys entfernt und auch stark abgenommen. Ich habe sie direkt auf Drogen angesprochen und sie hat zugegeben, dass sie kifft und einmal PEP gezogen hat, dass wäre aber gar nicht ihr Ding. Ihr Freund konsumiert neben Gras auch PEP im großen Stil, dazu auch viel Alkohol. Sein Verhalten dadurch macht meine Tochter so fertig, dass sie sich eigentlich von ihm trennen möchte, aber sie liebt ihn und kommt nicht von ihm los. Ich habe jetzt erfahren, dass er auch mit dem Zeug dealt und da flippe ich aus. Ich habe mit meiner Tochter abgemacht, dass sie ihm eine Woche Zeit gibt, mit dem Scheiß aufzuhören. Wenn er danach so weitermacht und sie sich nicht von ihm trennt, werde ich die Drogenfahndung einschalten, um ihn entsprechend unter Druck zu setzen und zu motivieren, damit aufzuhören. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass dies nicht der richtige Weg ist. Wie kann ich meiner Tochter und ihrem Freund helfen?

Antwort

Hallo liebe angehörige Mutti,

als erstes möchte ich Ihnen rückmelden, dass ich Ihr Engagement sehr schätze. Ich lese aus Ihrem Text eine große Besorgtheit heraus. Ich möchte Ihnen gern eine Frage stellen, von derer es gut wäre, wenn Sie sich diese für sich einmal stellen. „Wo mache ich zwischen kiffen und PEP den Unterschied?“ „Warum mache ich bei dem Konsum des einen Mittels kein Fass auf und bei dem anderen schon?“ „Ist das eine Mittel ungefährlicher als das andere?“ Ich stelle Ihnen diese Fragen, weil es wichtig für Sie ist, sich klar zu positionieren. Der Grund warum Ihre Tochter Schwierigkeiten hat sich klar gegenüber Ihrem Freund zu positionieren und ihre eigenen Trennungsgedanken umzusetzen ist meiner Meinung nach derselbe Grund weshalb Sie als Mutter sich in diese Beziehung einschalten.

Sie wollen als Mutter in vollkommen nachvollziehbarer Weise Ihrer Tochter zur Seite stehen und sie beschützen. Ihre Tochter möchte sich aufgrund ähnlicher Intensionen nicht von ihrem Freund trennen. Sie will ihn beschützen und ihm zur Seite stehen. Sie schreiben Sie möchten den Freund Ihrer Tochter dazu motivieren aufzuhören. Wenn Sie ein Kind beispielsweise zum Musikunterricht schicken, obwohl dieses gar kein Instrument lernen will, sondern lieber draußen Fußball spielt, dann wird der Musiklehrer alle seine Energie und Kraft einsetzen können aber wird das Kind dazu bringen können lieber ein Instrument zu spielen als Fußball.

Am Ende des Tages wird der Musiklehrer kraftlos und energielos nach Hause kommen, weil er alles gegeben hat aber bei dem Kind hat es keine Veränderung bewirkt. Dieses Beispiel ist sehr passend für Ihre Situation. Sie werden niemanden motivieren können etwas zu tun, was er selbst nicht möchte. Erst wenn die Person selbst Motivation für eine Veränderung zeigt können Sie unterstützen und begleiten. Dazu braucht es allerdings mehr Aktivität seitens der Betroffenen, weil ansonsten ein Ungleichgewicht zwischen Handelndem und Unterstützendem entsteht. Dieses Ungleichgewicht führt am Ende zu dem Ergebnis wie es in dem Beispiel der Musiklehrer hat. Kraft- und Energielosigkeit bei noch immer gleicher Interessenlage des Handelnden.

Sie schreiben, Sie haben das Gefühl, dass Sie das Gefühl haben, dass Ihre Aktivität nicht der richtige Weg ist. Ich möchte Sie bitten in sich selbst hinein zu spüren „Warum glaube ich, dass das nicht der richtige Weg sein könnte?“ Ich glaube Ihr Innerstes möchte Sie genau auf dieses daraus entstehende Ungleichgewicht aufmerksam machen. Ich glaube Ihnen, dass es als Mutter schwer ist zu sehen, wie Ihre Tochter Entscheidungen trifft, die Sie selbst nicht gutheißen können und wollen. Die Betonung liegt dabei allerdings richtigerweise auf Ihrer Tochter.

Es ist Ihre Tochter und auch Ihr Freund, die diese Entscheidungen für sich getroffen haben. Ich finde es wichtig, dass Sie sich klar positionieren. Wenn Sie als Mutter Ihre Tochter und vielleicht auch ihren Freund, wenn Sie es möchten unterstützen und begleiten wollen, dann ist das selbstverständlich sehr zu befürworten. Es ist allerdings in Ihrer Rolle als Mutter nicht Ihre Aufgabe die Aufgaben und Handlungsverantwortlichkeiten für Ihre Tochter und deren Freund zu übernehmen. Beide sind erwachsene Menschen und in der Lage eigene Lebensentscheidungen zu treffen und dann auch mit allen Konsequenzen zu leben. Ich glaube es wird dem Freund Ihrer Tochter und auch Ihrer Tochter nur dann helfen, wenn sie selbst zu der Erkenntnis kommen, dass ihr bisheriges Verhalten nicht mehr zu ihrem Lebensstil gehören soll. Diese Erkenntnis braucht allerdings Selbsterfahrung.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft auf Ihrem Ablösungsprozess und wünsche Ihnen von ganzem Herzen alles Gute.


Mit freundlichen Grüßen,
Christine Gerull

 

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