Suchtgedächnis

Die Suchtbeauftragte der BundesregierungLob von der Bundesregierung
Die Suchtbeauftragte der Bundesregierung hat Sonderglocke ein Lob für vorbildliches Engagement im Suchtbereich ausgesprochen. Der Orginalbrief als PDF: Suchtbeauftragte der Bundesregierung
Die Suchtbeauftragte der BundesregierungHerz für Strassenhunde
Welpe
Unterstützung in LebensfragenAufruf "Die Zeit" Unterstützung in LebensfragenSUCHT und EGOISMUS
Der Egoismus ist ein Teil der Sucht. Bei der Betrachtung dieses Suchtverhaltens lernen wir viel über die Sucht selbst... Der Egoismus bei Süchtigen
Unterstützung in LebensfragenDie Sprache der Sucht
Süchtige kommunizieren anders. Die hohe Kunst einen suchtkranken Menschen zu verstehen, besteht darin, sein Verhalten zu durchleuchten. Die Kommunikation bei Süchtigen
Unterstützung in LebensfragenMentalcoaching
Das neuro-dynamische CLEAN AND FREE, von Hans R. Hoffmann, ermöglicht allen Süchtigen sich schnell und ohne Medikamente von Sucht oder Abhängigkeit zu befreien... weiter
Unterstützung in LebensfragenARD - Neuneinhalb
Das Kindernachrichtenmagazin Neuneinhalb (ARD) sucht Mitwirkende zum Thema "Computerspielsucht"... weiter
Auswandern und AbenteuerZDF - Dr. Feld hilft
Zur Zeit realisieren wir für das ZDF das neue Sendeformat „Dr. Feld hilft". Hierbei suchen wir Menschen...weiter
Unterstützung in LebensfragenWir suchen unseren Sohn
Wir suchen unseren Sohn, der sich in der Szene PUNKT nennt. Er ist groß und schlank und hat  und eine schlaksige Figur... Wir suchen "Punkt"

Suchtfragen | Frage stellen |

Frage: Suchtgedächnis

Elisabeth schrieb: Hallo, mein Freund hat vor unserer Beziehung, also vor über 5 Jahren zuletzt Drogen (damals zuletzt auch Kokain) konsumiert. Jetzt erzählt er mir immer wieder, wie gerne er wieder mal koksen würde, dies auch nicht regelmäßig wolle, aber vielleicht so 1-2Mal im Jahr auf einem Festival o.ä. Ich habe jedoch eine sehr negative Einstellung zu Drogen, so dass das für mich keine Option ist und kein Thema, über das man lapidar verhandeln kann. Ich kenne leider durch meinen Beruf und früheres Umfeld viele tragische Schicksale, die meine Meinung dazu so geformt haben. Selbst konsumiert habe ich nie. Ich bleibe bei meiner sachlichen Argumentation ihm gegenüber, aber trotzdem arten solche Diskussionen mittlerweile in Streit aus. Für mich gibt es da kein schwarz oder weiß. Ich bin da absolut dagegen. Stoße da aber gefühlt mehr und mehr auf Widerstand. Jetzt diskutieren schon Freunde, die auch konsumieren mit und ich muss mich Vorwürfe a la, ich habe nie konsumiert und könne das gar nicht beurteilen, entgegen stellen. Meine Gegenargumente aus der Beobachter-Sicht gelten nicht, da ich ja nur extreme Fälle kenne und mir natürlich gesagt wird, so schlimm sei das nicht, etc. Die üblichen Argumente. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Er ist vom Charakter her eigentlich echt ein gefestigter, selbstbewusster, gut gelaunter Typ, der ein glückliches Leben hat, also nicht klassisch, als bräuchte er das um sich besser zu fühlen. Kann ich irgendwas tun? Oder sagt mir - ist meine Einstellung falsch? Ich fühl mich komplett hilflos und ratlos. Danke!

Antwort

Hallo Elisabeth,

zunächst möchte ich mich für Ihre Mitteilung bedanken. Ich lese ziemlich stark heraus, dass sich in Ihnen ein innerer Konflikt entwickelt hat, der dazu führt, dass Sie hin-und hergerissen sind. Ich kann gut nachfühlen, dass das passiert, denn im Gegensatz zu Ihrem Beruf, wo Sie selbst beschreiben, dass Sie das Klientel kennen und rational sein können, kommt in Ihrem persönlichen Fall noch ein erheblicher Faktor dazu, nämlich die emotionale Komponente. Sie sind an Ihren Partner emotional gebunden. Emotionalität nimmt uns manchmal die Möglichkeit rational zu urteilen.

Sucht ist eine chronische Erkrankung. Das heißt sie ist nicht heilbar. Süchtig ist der Mensch ein Leben lang. Das bedeutet, die Tatsache, dass Ihr Partner bereits seit fünf Jahren nicht mehr konsumiert also clean ist, ist großartig. Das sogenannte Suchtgedächtnis, was jeder süchtige Mensch hat wird allerdings niemals gelöscht. Es gibt sowohl bei Alkoholikern als auch bei Drogenabhängigen immer wieder Meinungen, das „kontrollierter Konsum“ funktionieren kann. Betroffene und Nichtbetroffene, Angehörige und Fachleute sehen dieses Thema sehr zwiespältig.

Ich denke die wichtige Frage für Ihren Partner ist: „Welchen Vorteil bietet Konsum beispielsweise auf einem Festival, den ich mir nicht durch meine eigenen Fähigkeiten geben kann?“ Konsum von Suchtmitteln hat immer eine Ursache. Nur aus Spaß konsumiert kein Abhängiger. Konsum von Suchtmitteln sind immer ein Zeichen davon, dass an einem bestimmten Punkt eigene Bedürfnisse nicht befriedigt wurden. Das bedeutet, dass es für Ihren Partner sehr wichtig ist eine Selbstinventur zu machen und wirklich einmal in sich selbst hineinzufühlen „Was brauche ich wirklich?“ „Wofür soll das Suchtmittel stehen?“ Das sind allerdings Fragen, die nur Ihr Partner selbst beantworten kann. Ich finde es bei Lesen Ihrer Nachricht bemerkenswert, wie abgegrenzt Sie gegenüber Ihrem Partner sind. Ich persönlich finde, dass das was Sie tun genau richtig ist. Allerdings spielt meine Meinung eher eine untergeordnete Rolle, denn wichtig ist, dass das was Sie tun und entscheiden sich für Sie und für niemanden anders gut anfühlt, denn dann ist es auch genau die richtige Entscheidung.

Dass Sie sich selbst hinterfragen und sich Ihre gemeinsamen Freunde in Konflikte und Diskussionen einmischen ist ein sehr deutliches Zeichen für süchtige Verhaltensweisen. Ein Mensch mit einer Abhängigkeitserkrankung gibt unglaublich gerne Verantwortung für sich selbst ab und lässt andere Menschen ihre Konflikte klären. Aufgrund Ihrer emotionalen Bindung an Ihren Freund bedienen Sie genau das. Ich finde Ihre Ansätze rational Gespräche mit Ihrem Partner zu suchen und sich nicht auf Kompromisse einzulassen großartig. Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung brauchen nämlich genau das.

Im Zusammenhang mit Sucht gibt es keinen Platz für Kompromisse.

Solange Sie Ihrem Partner helfen seine Suchtstruktur aufrecht zu erhalten werden Sie mit ihm keine Probleme haben, denn dann sind Sie der „Freund“. Das was Sie momentan tun, ist sich gegen ihn und den Konsum zu stellen. Das macht Sie automatisch zum Feind. Machen Sie Ihrem Partner klar unter welchen Voraussetzungen für Sie eine Partnerschaft gut funktionieren kann und weichen Sie davon nicht ab. Schaffen Sie keine Grauzonen, in denen sich Ihr Partner bewegen kann und vor allem sorgen Sie für Ihre eigenen Bedürfnisse. Jede Entscheidung, die Sie für sich selbst treffen ist die richtige. Vertrauen Sie sich selbst und Ihrem Gespür. Wenn Ihr Partner der Sucht nachgibt, dann ist auch das eine Entscheidung die nur er selbst treffen kann und mit deren Konsequenzen auch nur er leben muss. Elisabeth, bleiben Sie weiterhin so klar und stehen Sie weiterhin so zu dem was Sie sagen. Sie machen das großartig. Die Gefahr der Co-Abhängigkeit besteht in jeder Beziehung. Wichtig ist, das zu erkennen und eine klare Entscheidung zu treffen.

Ich wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg von ganzem Herzen alles Liebe und viel Kraft.


Mit freundlichen Grüßen,
Christine Gerull

 

Sucht Fragen

SchuldenSchulden Probleme
Das Verbraucher Insolvenz-Verfahren hilft von den Schulden wegzukommen. Informiere Dich, denn es ist gar nicht so schwer: Information zum Insolvenzverfahren
SuchtberichteSexsucht
Ich ich bin weiblich, Ende 40 und sexsüchtig geworden. In der Zeit ist auch das erste mal ein ganz starkes Verlangen aufgetaucht... Sexsüchtig
SuchtverhaltenKLARTEXT
NEUE RUBRIK: wie verhalten sich Süchtige und Co-Anhängige. Ein Blick in die Praxis, bar wissenschaftlicher Grundlagen, aber mitunter aufschlussreicher als die Beschäftigung mit theoretischen Grundlagen, also im Klartext weiter
Weiterbildung im Suchtbereich, SuchtfragenWeiterbildung
Schulabschlüsse, Allgemeinbildung, Fremdsprachen, kaufmännische Berufe und, EDV Lehrgänge, Techniker und Meister. Weiterbildung


 

Alle Markenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber

Impressum | Kontakt | Datenschutz
Sozialpädagogen/innen gesucht
| Übersetzer/innen gesucht | Lektoren/innen gesucht | Suchtberater/in gesucht