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Frage: Drogenkonsum des Partners

Ich bin seit 6 Monaten mit meinem Freund zusammen, der aus meiner Sicht stark abhängig ist. Als ich meinen Freund kennengelernt habe, meinte er, dass er ab und zu mal kifft. Ab und zu ist fast täglich. Er macht es, wenn er mit Freunden unterwegs ist oder einfach aus Langeweile, wenn er nichts zu tun hat. Ich möchte ihn nicht sehen, wenn er gekifft hat und möchte nicht dabei sein. Nun hab ich herausgefunden, dass er es heimlich macht bevor wir uns treffen und auf Parties ein paar Stunden verschwindet, um zu kiffen.

Er meinte vor Monaten zu mir, dass er wegen mir aufhört und hat mir stolz erzählt so und so viel Wochen nicht gekifft zu haben. In der Zeit hat er es trotzdem heimlich gemacht. Hinzu kommt, dass er auch gerne und regelmäßig kokst. Das koksen hat er mir komplett verheimlicht. Letzte Woche meinte er, dass er höchstens 3 Mal im Jahr kokst. Nun weiß ich, dass er kokst, wenn die Möglichkeit besteht, was schon gut 2-3 Mal die Woche sein kann. Er hat sich auch heimlich im Park mit anderen Frauen getroffen und hat mich angerufen und erzählt, dass er schlafen geht, nur um heimlich und ungestört mit den Frauen zu schniefen.

Außerdem nimmt er noch so einiges anderes. Am Wochenende war er feiern und hat Koks, Ketamin, MDMA, Ecstasy genommen und die ganze Zeit gekifft, alles in einer Nacht. Zusätzlich kam natürlich noch Alkohol hinzu. Ich nehme keine Drogen und mache mir echt Sorgen um ihn. Er meint er macht es nur aus Spaß, weil er es will. Er ist der Meinung, dass er kein Drogenproblem hat.

Aber andauernde Lügen und sein Verhalten sind doch klare Anzeichen oder? Alles was er erzählt hat waren Lügen, um seinen Drogenkonsum zu verheimlichen. Er meinte ich sei spießig, weil ich keine Drogen nehme und ein Problem damit habe, obwohl er jederzeit aufhören könnte. Aber die Drogen bringen ihm einfach Freude und auf die gute Zeit will er nicht verzichten. Ich komm mit seinem Konsum nicht klar, sollte ich mich besser von ihm fern halten?

Antwort

Hallo,

zuerst möchte ich mich für Ihre Frage bedanken. Was Sie geschrieben haben, ist auf verschiedenen Ebenen sehr interessant. Als erstes muss ich allerdings sagen, dass ich Ihnen nicht sagen kann, was das Beste ist, was Sie tun können oder nicht tun können. Die Entscheidung, was für Sie gesund, ungesund oder was Sie glücklich oder dauerhaft unglücklich macht werde ich Ihnen nicht abnehmen können. Ich lese heraus, dass Sie sich eine Bestätigung wünschen, ob das was Sie wahrnehmen richtig oder falsch ist. Wahrnehmungen sind immer subjektiv, das heißt abhängig von einem selbst. Das bedeutet, wenn Sie etwas wahrnehmen und Sie das als unangenehm empfinden, dann ist das richtig, weil die Wahrnehmung ja von Ihnen geschaffen wurde. Wenn Sie also den Drogenkonsum und die Verheimlichungen Ihres Partners als unangenehm und nicht aufrichtig empfinden, dann können auch nur Sie etwas daran ändern. Sie entscheiden, ob Sie es länger akzeptieren und hinnehmen wollen oder nicht. Sie schreiben der Drogenkonsum bringt ihm Freude und damit verbinde er eine gute Zeit. In Bereich der Sucht gibt es eine ziemlich klare Gleichung.

(persönlicher Leidensdruck > Vorteile, die mir der Konsum bringt = ich realisiere, dass mein Verhalten mich kaputt machen kann) Die zweite Gleichung beschreibt die entgegengesetzte Reaktion (persönlicher Leidensdruck < Vorteile, die mir der Konsum bringt = ich werde weiterhin konsumieren) Was bedeuten diese Gleichungen?

Wenn ein Mensch Suchtmittel konsumiert, dann gibt es immer eine Phase, in derer der Konsument etwas positives mit dem Suchtmittel verbindet, weil es etwas positives in jemanden auslöst oder etwas unangenehmes unterdrückt. Das heißt an diesem Punkt überwiegen die Vorteile des Suchtmittels. Im Laufe der Konsumzeit entwickelt sich nach Missbrauch und Gewöhnung allmählich die Sucht. Der Süchtige braucht also das Suchtmittel, um überhaupt „klar zu kommen“. Allerdings kommen auch nach und nach Einschränkungen, Veränderungen, Entzugserscheinungen und Persönlichkeitsveränderungen zum Vorschein. Dies kann einen persönlichen Leidendruck auslösen „weil das Suchtmittel schlechte Dinge mit mir macht oder in mir auslöst“. Ein süchtiger Mensch wird sich erst dann helfen lassen wollen, wenn sein persönlicher Leidensdruck, also alles was das Suchtmittel an schlechtem bewirkt größer ist als die persönlichen Vorteile, die das Suchtmittel bringt. Solange Ihr Freund also mit dem Suchtmittel Freude und schöne Zeiten verbindet, wird er keinen Grund sehen und keinen Grund brauchen, um den Konsum zu beenden. Solange sein Konsum für die Beziehung, die Sie beide führen keine Konsequenzen hat, wird Ihr Partner keinen Grund haben aufzuhören, weil Sie ja noch immer da sind. Damit unterstützen Sie unbewusst und nicht absichtlich seinen Konsum.

Ich möchte Sie bitten sich selbst einmal die Frage zu stellen: „Leide ich selbst unter der Situation und der Beziehung mit meinem Partner?“ „Geht es mir selbst gut in der Partnerschaft, wenn mein Partner weiter konsumiert?“ „Ist mein persönlicher Leidensdruck mit meinem konsumierenden Partner größer als die Vorteile und die schönen Moment, die diese Beziehung mit sich bringt?“ „Welche persönlichen Werte und Vorstellungen gebe ich selbst auf, um diese Beziehung aufrecht zu erhalten?“ Diese Fragen können Sie sich nur selbst beantworten, um sich selbst die Frage beantworten zu können, ob Sie sich von Ihrem Partner fern halten sollen.

Ich wünsche Ihnen gute Erkenntnisse und viel Kraft für Ihren weiteren Weg.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerull

 

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