Medikamentenabhängigkleit

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Frage: Medis - Medikamentenabhängigkleit

Ich bin w, 30J alt und ich habe eine wirklich dringende Frage und weiß wirklich nicht weiter damit im Moment.

Ich bin Schmerzpatientin und habe, weil meine Erkrankung jahrelang nicht erkannt wurde(15J bis zur 1. Diagnose und OP, davor nur Mist und wirklich Höllenschmerzen über Std) auch ein schweres Schmerztrauma in Verbindung mit schwersten Panikattacken. Sprich, taucht der Schmerz auf, dreh ich förmlich durch vor Angst, dass es wieder ganz schlimm wird. Ich war jahrelang auf Schmerzinfusionen angewiesen, beinahe täglich, tagsüber beim Hausarzt, Nachts im Krankenhaus (seitdem Panik vor jedem Krankenhaus), bis ich nach der 2. OP, die Linderung, aber noch keine Heilung brachte, Schmerzmittel verschrieben bekam, mit denen ich ENDLICH(!) nicht mehr auf Arztpraxen und Krankenhäuser angewiesen war, ich konnte mir selber helfen.

Ich habe Tramal in Kombination mit Tavor Expedit und Buscopan verschrieben bekommen vor 2J (Dosierung wie folgt und nach Bedarf mit Minimum 8h zwischen den Einnahmen eines Satzes dieser 3 Medis: 20Trpf Tramal/50mg + 0,25 - 1,5 dieser expedit Schmelztabletten/die niedrig dosierten Schmerztabletten von Tavor Expedit, nicht die höheren + 4 Buscopan Dragees).Ich habe eine Darmschmerzerkrankung, teils sehr starke Krämpfe und eine Wunde von der letzen OP, die seit 1,5J nicht zu heilt und sehr starke Schmerzen verursacht meistens ohne das Tramal. Sprich, gegen den starken Wundschmerz Tramal, gegen die Bauchkrämpfe Buscopan und gegen die Panik nach Bedarf, das Tavor expedit. Weil die Schmerzen eben manchmal wirklich so schlimm sind, dass ich das Gefühl habe wahnsinnig zu werden darüber vor Angst und Schmerz. Bin in Verhaltenstherapie auch noch.

Das war jetzt die Zusammenfassung im Schnelldurchgang von meiner Geschichte und nun meine Frage:

Ich habe meine Dosis vom Tramal nie, wirklich noch nicht ein einziges Mal seit ich es nehme, erhöht und das Tavor schwankt nach dem Grad des Schmerzes und der Panik im oben genannten Rahmen. Bin ich süchtig? Ich weiß es nicht, ehrlich. Ich weiß nur, dass ich ohne meine Schmerzmittel wirklich alt aussehe und leide wie ein Hund an meinem Darmmist und der Wunde darin. Ich merke eine Art Sitzunruhe, wenn 24 Std zwischen den Einnahmen sind. Wenn ich keine Schmerzen habe, selten, aber manchmal geht es gut, ganz manchmal  nehme ich nichts.

Leider setzen meine Schmerzen nie lange aus (und sind definitiv nicht entzugsbedingte Schmerzen, bin in regelmäßiger Untersuchung mit meinem Darm, das kommt wirkl davon, die Krämpfe, der starke Wundschmerz und das Brennen und von dem Allen, die Riesenangst vor dem Schmerz.
Aber bin ich süchtig? Ist in meinem Fall eine 'Sucht' vertretbar? Wenn ich meine Schmerzen nicht hätte, würde ich alle Medikamente los werden wollen.

Ich HASSE diese Müdigkeit und Schlappheit, die mit der Einnahme einhergehen, es gibt mir nichts, außer, dass der Schmerz nachlässt und die Angst vor dem Schmerz nicht mehr das wahnsinnig werden Gefühl verursacht. Kein Kick. Aber mit dem Schmerz ist das Leben nicht aushaltbar, mit den Medis hab ich ihn wenigstens soweit im Griff, dass ich ab und an rausgehen kann, in die Stadt, zu Freunden, eben ein bisschen Leben. Weh tut es ja trotzdem noch oft genug.

Muss ich einen Entzug machen? Bin ich überhaupt süchtig? War schon bei Schmerzärzten, aber die medikamentöse Alternative, die diese mir anbieten wollten ist nicht akzeptabel. Es wären viel mehr Schmerzmedis geworden und ich wäre noch depperter im Kopf mit den anderen Sachen, dass wollte ich nicht, ich hasse dieses Gefühl. Dann lieber so lassen. Was meinen Sie?
Ich will jetzt keine Absolution oder sowas, sondern eine ehrliche Einschätzung, soweit Sie dies aus meiner Mail schließen können.

Würde mich wirklich über eine Antwort freuen, bin so ratlos. Weil mit dem Schmerz ohne Medis geht es wirklich gar nicht. Aber wenn ich durch die Medis zu Tode komme, ist es auch nicht wirklich toll. Ehrlich gesagt habe ich sehr Angst. Ich möchte niemals wieder so schrecklich angebunden an Schmerzinfusionen und Ärzte sein, mit den Medis kann ich mir selbst helfen und ich mochte NIE wieder so leiden, wie ich ohne sie gelitten habe.

Aber ist das was ich tu noch vertretbar?

Antwort von Sonderglocke.de

Wir können Ihnen in der Tat keine Absolution erhalten. Vielleicht sollten Sie sich die Frage, ob sie süchtig sind, selbst beantworten.

Andererseits ist Sucht nichts verwerfliches, sondern lediglich eine (weitere) Krankheit. Das Eine gut heißen und das Andere verteufeln ist unserer Meinung nach billig und unseriös.

An Ihrem Bericht fiel uns auf, wie sie erenst zu nehmende Medikamente liebevoll verharmlosen. Medis klingt nach Lutschbonbons für Kinder und davon ist hier sicher nicht die Rede.

Alkoholiker trinken gerne ein Gläschen, Kokainabhängige nehmen ein Näschen und Co-Abhängige helfen ein wenig. Die Verharmlosung ist oft ein Indiz für die Vertuschung der Realität.

Wie ihre Realität aussieht können wir aus der Ferne schlecht beurteilen, da ihr Bericht möglicherweise die tatsächliche Wahrheit nicht widerspiegelt.

Diese kennen, wenn überhaupt, nur sie.

Wir möchten uns für Ihren Beitrag bedanken und wünschen Ihnen ein farbenfrohes und lebendiges Dasein.

Team Sonderglocke

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