Frage: Wie lange dauert der Entzug
Guten Morgen, bin heute das erste Mal hier. Meine Frage: Mein Sohn steht in einem festen Arbeitsverhältnis. Er will in einer Klinik ein Kokain Entzug machen. Wie lange dauert so etwas, und wie bzw. was sagt man dem Arbeitgeber? (kein Betriebsrat) eine Kündigung wäre fatal. Seine Freundin hat sich vor einigen Tagen getrennt.
Antwort von Sylvia
Ich freue mich für Ihren Sohn, dass er sich für ein gesundes, drogenfreies Leben entschieden hat! Wegen einer Kündigung brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen: Der Arbeitgeber muss dem Suchtkranken Mitarbeiter vor der Kündigung eine Chance auf Behandlung geben. Wenn er eine Entziehungskur macht, ist er, zumindest beim ersten Mal, nicht unmittelbar von einer Kündigung bedroht. Dem Arbeitgeber wird die Wahrheit erzählt: Dass Ihr Sohn krank ist und sich dazu entschlossen hat, einen Drogenentzug zu machen. Das Gespräch wird sicherlich nicht leichtfallen, aber es bleibt Ihrem Sohn nichts anders übrig als die Wahrheit zu sagen.
Sonderglocke Anmerkung:
Wenn wir von Entzug reden, meinen wir häufig Entgiftung.
Fatal wäre, wenn Ihr Sohn keinen Entzug macht.
Da Sucht -allen voran die Alkoholsucht- sehr stark verbreitet ist, könnte es durchaus sein, dass der Betriebsrat großen Respekt vor solch einem Schritt Ihres Sohnes hat. Die Angst vor der Kündigung ist in der Regel unbegründet.
Informationen Suchtausstieg: Orientierung | 1. Suchtberatung | 2. Entgiftung | 3. Sucht Therapie
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