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Frage: Gras rauchen
Der Grund warum ich hier schreibe ist, dass ich ein Problem mit meinem Freund seinem Drogenkonsum (er raucht Gras) habe. Wir sind jetzt etwa seit April zusammen und seit Juni wohnen wir zusammen.
Erst waren wir in einer sehr kleinen Wohnung und alles war toll. Ich muss dazu sagen, er hatte schon immer Gras geraucht (also seit ca. 20Jahren & als wir zusammen kamen hatte er nichts geraucht.) Dann gab es in seiner Familie einen Schicksalsschlag (Tod) und da schlich sich langsam aber sicher die Kifferei wieder ein.
Erst war es um den Tod der geliebten Person zu verarbeiten (3Wochen am Stück, er hatte Urlaub), ich sagte erst mal nichts und sah darüber hinweg, in dem Glauben das legt sich wieder. Als er dann wieder arbeiten musste war auch erst einmal wieder Ruhe... jedoch hielt diese nicht wirklich lange an. Hier mal ein Wochenende und da...Jetzt sind wir Umgezogen, haben momentan schon viele Probleme (finanziell usw.) und der Konsum vom Gras rauchen hat sich absolut verstärkt. Seit zwei Wochen raucht er jeden Tag zig Joints.
Ich habe das Gefühl er flüchtet sich in seine eigene Welt weit weg vom Alltag & Problemen. Ich habe ihn mehrfach schon gesagt das er ein heftiges Drogenproblem hat - doch dann wird alles beschwichtigt, dass heißt er erklärt mir dann das Gras ja nicht so schlimm wie Alkohol sei & man Gras teilweise sogar in der Medizin anwendet... Für mich ist das eine Droge und er ist süchtig danach. Er behauptet er hat alles im Griff und es würde ja zwischen uns nichts kaputt machen. Ich sehe das anders.
Ich finde er macht damit alles kaputt & wenn ich Ihm das dann sage dreht er den Spieß um und sagt, dass es an mir liegt, weil ich mich darüber aufrege und wir dann sehr viel streiten. Am Samstag ging es sogar soweit, dass ich die Polizei rufen wollte, damit er mal zur Vernunft kommt.
Denn jedenfalls anders als bei ihm, belastet mich diese Situation sehr. Übrigens er ist 35. Ich habe jetzt schon gelesen, dass wenn jemand sich nicht eingesteht süchtig zu sein - alle Mühe vergebens wäre?! Seine Schwester & ich sind uns einig, dass er in eine Therapie muss ... aber wie gesagt er sieht in seinem Konsum überhaupt kein Problem.
Was kann ich tun, was soll ich
Antwort von Sylvia
Dein Freund ist süchtig und Sucht ist eine Krankheit, die behandelt werden muss. Lass dich nicht von seinen Argumenten beeindrucken: Jeder Süchtiger behauptet er könnte jeder Zeit mit der Droge aufhören, dass er seinen Konsum unter Kontrolle hat. Du bist nicht die Ursache für seine Sucht und auch nicht für die Streitereien zwischen euch! Dein Freund ist leider nicht einsichtig, dass er krank ist und Hilfe braucht. In dem Fall kannst du ihm dann wenig helfen!
Du kannst ihm in einem ruhigen Moment vorschlagen, zusammen mit ihm eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen, wo er über seine Sucht und die damit verbundene Gefahr fachlich aufgeklärt wird. Lass ihn den Termin selber machen. Zwingen kannst du ihn nicht, der ist alt genug um die Verantwortung für sein Leben zu übernehmen.
Für dich wäre sicherlich sehr hilfreich, an einer Selbsthilfegruppe für Angehörige teilzunehmen, um mehr über Drogen und den Umgang mit Abhängigen zu erfahren. Das Leben mit Süchtigen ist sehr schwierig und du solltest es dir überlegen, ob du das wirklich willst! Alles Gute wünsche ich dir
Sonderglocke Anmerkung:
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