trockener Alkoholiker

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Frage: trockener Alkoholiker

Als ich meinen Mann vor neun Jahren kennenlernte sagte er mir, dass er trockener Alkoholiker sei. Nach anderteinhalb Jahren kam der Rückfall. Zuerst habe ich erst gar nicht bemerkt. Konnte damit überhaupt nicht umgehen. Es hat mich total hinuntergezogen.

Er sagte er habe aus Dummheit wieder angefangen. Er hat eine Landwirtschaft. Dort in seinem Büro trinkt er und versteckt dann die büchsen und Flaschen. Ende 2002 hat er dann von sich aus einen Entzug in der Klinik gemacht, ging jedoch schief. Anfang 2003 war er wieder in der Klinik. Ich hab seinen Betrieb am laufen gehalten, sonst wäre er den Bach hinunter.

Von 2004 bis 2008 war er trocken. Wir haben dann 2006 einen zweiten Betrieb gepachtet, den ich mach, jedoch auf seinen Namen läuft. In den letzten eineinhalb Jahren gab es immer wieder Trinkattacken. Mit jeder zog es mich nicht mehr so nach unten. Jetzt trinkt er wieder seit über einer Woche.

Wir reden auch nicht mehr miteinander. Er ist der Meinung, er müsse es selbst schaffen- welch ein Trugschluss. Ich hab mich diesmal nicht nach unten ziehen lassen, mach mein Ding und es kümmert mich nicht, ob er "Seinen" Betrieb macht. Das Problem ist nur, die Tiere wollen was zu fressen.

Für den anderen "meinen" Betrieb zeigt er überhaupt kein Interesse. Als am Samstag die Fütterung ausfiel, kam er nicht, so musste ich selbst montieren. Muss ich mich von ihm trennen? Brauch ich selber Hilfe - habe das Gefühl ziehe die Alkoholkranken Männer an. Mein Vater - mein Ex-Mann. Habe mir in diesem Moment wohl schon selbst die Antwort gegeben.

Antwort von Sabine

Als seit 5 Jahren trockene Alkoholikerin, habe ich häufig den Satz gehört „Der Rückfall gehört zur Krankheit“ – und es steckt viel Wahrheit darin. Es ist wichtig für den Alkoholiker selbst, aber auch für seine Angehörigen, seine Abhängigkeit als (lebenslange) Krankheit zu akzeptieren. Aber auch als eine Krankheit, die man selbst zwar nicht heilen, aber zum Stillstand bringen kann. In diesem Zusammenhang ist das Herauskommen aus der Abhängigkeit ein Prozess, der verschiedene Stationen durchläuft – und eben auch Rückfälle beinhalten kann. Anfangs ist es ein Trockensein, weil man nicht mehr trinken will oder darf. Dann lernt man langsam, auch ohne Alkohol wieder Freude zu empfinden, Spaß zu haben – man entdeckt das Leben wieder völlig neu. Günstigenfalls erkennt man, warum man getrunken hat, warum man (in der Kindheit/Jugend) keine andere Möglichkeit gelernt hat, mit negativen Erlebnissen umzugehen. Und welche Möglichkeiten es für jeden Einzelnen gibt, sich abstinent anders zu verhalten. Und bestenfalls erreicht man irgendwann den Punkt, an dem der Alkohol keine Rolle mehr spielt, an dem man zufrieden abstinent leben kann. Ein Rückfall bedeutet meistens, dass an einer Stelle dieses Trocken-Werden-Prozesses noch „Knoten“ nicht aufgelöst wurden – diese sind immer auch eine Chance noch mal genau hinzuschauen, warum man genau jetzt wieder angefangen hat zu trinken. Es ist in jedem Fall gut, wenn Sie sich selber Hilfe holen, um Ihre eigene Situation und ihr Verhalten besprechen zu können und sich zu informieren. Suchen Sie (nochmals) das offene Gespräch mit Ihrem Partner, sagen Sie ihm, dass Sie sich Sorgen machen und wie Sie die Situation und Ihre Partnerschaft momentan erleben. Versuchen Sie ggf. eine Absprache bzgl. der Arbeitssituation oder Ihres Privatlebens zu treffen, aber gehen Sie nur Vereinbarungen ein, von denen Sie sicher sind, dass sowohl er als auch Sie selbst sie einhalten können – und bei deren Nicht-Einhalten Sie sich entsprechend konsequent verhalten können. Da er schon Klinikaufenthalte hinter sich hat, wird er wahrscheinlich schon einiges über seine Krankheit wissen. Vielleicht hat er Manches vom Kopf her verstanden, es ist aber noch nicht vom Gefühl her in seinen Bauch „durchgesackt“. Machen Sie ihm nochmals klar, dass es Beratungsangebote gibt (Suchtberatungsstellen, Selbsthilfegruppen, ambulante Therapie). Und machen Sie sich klar, dass Sie ihn nicht ändern können, ihn nicht trocken machen können – aber Sie können sich unabhängig machen, unabhängig von seinem Verhalten, in dem Sie Hilfe suchen/annehmen. Die Anlaufstellen sind dieselben (Selbsthilfegruppen für Angehörige, ambulante Therapie etc.)

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