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Frage: Unser Sohn kifft
Mein Mann und ich machen uns Sorgen, dass unser Sohn regelmäßig kifft. Unser Sohn ist 17 Jahre alt. Schon desöfteren, wenn wir ihn abends abgeholt haben, fiel uns auf, dass er komisch roch, oftmals süßlich. In den letzten Monaten ist er oft sehr aggressiv. Bei jeder Kleinigkeit geht er in die Luft. Früher konnte er für die Schule sehr gut lernen, mittlerweile fehlt ihm jedoch die Konzentrationsfähigkeit. Am Wochenende fand ich einen Zettel seiner Ex-Freundin. Auf diesem hat mich ein Satz sehr geschockt. Er schrieb, sie solle bitte nicht Schluss machen, er habe Angst, dass er dann wieder die ganze Woche kiffen würde. Ich habe ihn darauf angesprochen und er sagte, das habe er nur so geschrieben. Er habe es "nur" einmal vor ein paar Wochen gemacht. Das glaube ich jedoch nicht, da man so etwas, meines Erachtens, nicht einfach so schreibt. Wir wissen nicht, wie wir uns jetzt verhalten sollen. Ich habe ihm gesagt, dass wenn er wirklich ein Problem damit hat, es sagen soll und wir könnten auch gemeinsam zur Drogenberatung gehen. Er streitet es immer wieder ab und hält uns vor, wir hätten kein Vertrauen zu ihm, da wir ihm nicht glauben würden. Kann man denn einfach so einen Drogentest machen und wenn ja, wie teuer ist so etwas?
Antwort von Silvia
Eine schwierige Situation, in der Sie da gerade stecken. Die nachlassende Konzentrationsfähigkeit, die Aggressivität und der Brief sprechen schon eine deutliche Sprache. Andererseits helfen Vorwürfe weder Ihnen noch Ihrem Sohn. In der heutigen Zeit gehört Kiffen (leider!) oft dazu, es ist halt eine Frage der Menge. Einen Drogentest halte ich nicht für zielführend, damit würden Sie ja nur beweisen wollen, dass Sie Recht haben, das ist für das Vertrauensverhältnis zu Ihrem Sohn sicher eher schlecht. Vermutlich hat ihn auch das Zettel-Lesen geärgert. Versuchen Sie einfach, mit ihm im Gespräch zu bleiben und zwar unabhängig vom Drogenthema. Fragen Sie, wie sein Tag war, wie es ihm geht, nehmen Sie sich Zeit für ihn. Und hören Sie dem zu, was er in aggressiver Stimmung sagt. Als Eltern ist es immer schwer, Kritik einzustecken, da wir ja eigentlich immer alles für unsere Kinder tun. Aber vielleicht kommen Sie so wieder miteinander ins Gespräch. Sie können auch selbst zu einer Beratungsstelle gehen, die betreuen auch Angehörige und haben gute Tipps parat. Viel Glück!
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