Mein Mann zittert - Alkohol

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Frage: Mein Mann zittert - Alkohol

Mein Mann trinkt seit Jahren meiner Meinung zu regelmäßig Alkohol, nun habe ich das erste Zittern bei ihm bemerkt. Nach heftigem Konsum zittern seine Hände am nächsten Vormittag. Immer Sonntags. Dann trinkt er ein Bier und gut ist. Trinkt er aber mal 2 Tage nichts (immer Dienstag und Mittwoch), ist kein zittern zu beobachten. Müsste es nicht dann nicht schlimmer werden? Habe Angst, dass er bereits abhängig ist.

Antwort von Sabine

Das von Ihnen geschilderte Trinkverhalten bzw. die körperlichen Symptome (Händezittern) lassen zumindest einen missbräuchlichen Umgang mit Alkohol vermuten. Als gefährdeter oder abhängiger Mensch, glaubt man, wenn man einige Zeit nichts trinkt, man hätte noch alles im Griff – oder zumindest die Möglichkeit, noch alles in den Griff zu bekommen und nicht süchtig zu sein oder zu werden („Morgen höre ich auf“, „Ab nächsten Montag trinke ich nur noch 4 Flaschen, danach die Woche nur 3“ u.ä.). 1.) Nehmen Sie Ihre eigene Wahrnehmung ernst. Viele Alkoholkranke können einige Tage oder auch Wochen ohne Alkohol auskommen, mit oder ohne Symptome. Der Übergang zwischen risikohaftem Trinken, Missbrauch und Abhängigkeit ist fließend, es gibt keine klaren Grenzen. 2.) Sprechen Sie Ihren Mann an, suchen Sie das offene Gespräch. Sagen Sie ihm, dass Sie sich Sorgen machen und wie Sie sein Trinkverhalten erleben. Aber rechnen Sie mit einer abwehrenden, abstreitenden ggf. sogar aggressivem Reaktion. Für einen Menschen, der zu viel trinkt, bedeutet es große Scham „ertappt", „durchschaut“ zu werden. Sagen Sie, dass Sie sich informiert haben, dass es Beratungs- bzw. Hilfsangebote gibt. Auch wenn jemand vehement abstreitet, überhaupt ein Alkoholproblem zu haben, so bewirkt doch jedes Offen-Machen, jedes Ansprechen ein kleines bisschen. Es macht demjenigen deutlich, dass sein Verhalten zumindest auffällig ist…

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