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Frage: andere Person in die Sucht gezogen
Ich bin 17 Jahre alt und habe auch schon Erfahrungen mit Drogen gemacht.
Ich würde selber nicht sagen, dass ich süchtig bin, ich habe Gras geraucht, mehrmals über ein Jahr lang verstreut. Es waren sicher 8, 9, 10 Mal.. sowas, mehr aber nicht. Schließlich ist es dazu gekommen, dass ich selber welches gekauft habe und zuhause gelagert habe, davor habe ich mit einem Freund mitgeraucht.
Das schlimme ist, dass ich noch eine andere Person mit reingezogen habe und mit dieser das gekaufte Gras geraucht habe! Diese Person ist meine Freundin, und ich habe so ein schlechtes Gewissen, sie da mit reingezogen zu haben.
Es tut mir weh, weil ich nicht weiß, wie ich mich bei dieser Person entschuldigen soll, weil ich nichts schlechtes für sie will, aber es doch getan habe. Meine Eltern haben also mein Gras gefunden, und auch wenn ich weiß, dass ich es nicht mehr rauchen werde, wie kann ich es meinen Eltern beweisen?
Ich habe Angst, dass sie mir nie wieder vertrauen werden und dass ich das mein Leben lang mit mir tragen muss.. diese Last, dieses Schuldgefühl. Ich weiß, ich darf die Sache nicht vergessen und ich muss mich dem stellen, aber wie soll ich das tun? Wenn ich weiß, es geht nur, wenn ich jedem Menschen, den ich liebe, sagen muss, dass ich es geraucht habe, dass ich Drogen konsumiert habe. Jedem, den ich liebe, bin ich die Wahrheit schuldig! .. Was sagt ihr dazu ? Wie kann ich das Vertrauen meiner Eltern wiedergewinnen? Wie kann ich mit dieser Last weiterleben ? -
Antwort von Silvia
Du hast ja wirklich eine gehörige Portion schlechtes Gewissen. Sicher ist Gras rauchen eine illegale Sache und es war nicht so toll, deine Freundin da mit reinzuziehen, andererseits: sie ist selbst alt genug und hat sich entschieden, es auch auszuprobieren, die Verantwortung trägst du also NICHT ALLEIN! Du kannst dich bei ihr entschuldigen, das wäre sicher eine gute Sache. Und deinen Eltern musst du einfach ein bißchen Zeit geben, dass sie den Schock verarbeiten. An deinem Verhalten werden sie merken, dass du nicht mehr konsumierst. Und wenn du offen über deine Erfahrungen mit Gras mit ihnen redest, werden sie erkennen, dass es dir Ernst ist, nichts mehr zu konsumieren und werden dir nach einer gewissen Zeit wieder vertrauen. Wichtig erscheint mir auch, dass du dir selbst verzeihen kannst. Jeder macht in seinem Leben Fehler, und es gibt immer wieder die Chance, sich neu zu entscheiden. In erster Linie hast du durch den Konsum dir selbst geschadet, niemandem sonst. -
Informationen Suchtausstieg: Orientierung | 1. Suchtberatung | 2. Entgiftung | 3. Sucht Therapie
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