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Frage: Mein Sohn nimmt Drogen
Wie kann ich meinen Sohn sinnvoll unterstützen? Er nimmt seit 12 Jahren vorw. Cannabis u. andere Drogen. Hat zeitweise deutliche Anzeichen einer Psychose, Zwangshandlungen, Angstzustände u.s.w. Ist nicht mehr in der Lage, sein Leben zu regeln.
Drohende Obdachlosigkeit, verpaßt Termine beim Sozialamt, kein Geld, Kontosperrung u.s.w. Habe ihn 2X mit zur Drogenberatung genommen. Nächsten Termin geht er allein. Ist auch bereit, sich ärztlich untersuchen zu lassen. Möchte ihn zu einer Terapie bzw. umfassenden Behandlung evtl. auch beim Psychologen bewegen, da ich Angst habe, daß sich neg. Auswirkungen auf sein Gehirn irreparabel verstärken. Wie gehe ich unterstützend, vor, ohne seine Sucht zu unterstützen?
Habe das Gefühl ohne Coach schafft er das nicht mehr. Er war in einem erschreckenden Zustand. Ist jetzt besser drauf. Habe bei Aldi Essen u.s.w. gekauft und ihn aufs Amt begleitet u. kl. Wohnung gesichert, die demnächst d. Sozialamt bezahlt.(Hartz 4). Welche Suchtkliniken, Suchttherapeuten, evtl. Erstanlauf zur ärztl. Unteruchung gibt es im Raum Mainz u. Umland (Bodenheim, Mommenheim), evtl. Arzt, Psychologe mit Schwerpunkt Suchtproblematik? Viele Fragen, ich weiß, wäre sehr, sehr dankbar für Antworten. -
Antwort von Silvia
Bitte schau in der Datenbank nach einer Suchtberatungsstelle in Eurer Nähe bzw. schreibst du ja, dass er bereits zur Drogenberatung geht. Vermutlich ist es für deinen Sohn unterstützend, wenn du das erste Mal mitgehst. Allerdings sollte er perspektivisch selbst willens und in der Lage sein, aktiv etwas gegen seine Sucht zu tun. Die Suchtberatungsstelle kann dann alles weitere mit deinem Sohn gemeinsam in die Wege leiten (Entgiftung/Therapie). Dass du ihm etwas zu essen kaufst, ist sicher in Ordnung, Geld für essen zu geben, fände ich problematisch, da nicht sicher ist, was dann letztlich davon gekauft wird. Er sollte nicht nur zur Entgiftung, sondern am besten nahtlos danach zur stationären Langzeittherapie in einer Klinik für Doppeldiagnose-Patienten, da du ja von Psychoseanzeichen etc. schreibst. Wichtig ist, dass du die Verantwortung für sein Leben bei deinem Sohn belässt, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das als Mutter extrem schwierig ist. Vielleicht tust du ja auch etwas für dich, es gibt in jeder größeren Stadt auch Selbsthilfegruppen für Eltern suchtkranker Kinder, da erfährst du für dich etwas Unterstützung. -
Informationen Suchtausstieg: Orientierung | 1. Suchtberatung | 2. Entgiftung | 3. Sucht Therapie
Weiterführende Informationen Medikamente: Medikamentenabhängigkeit | Buchtipps Arzeneimittelsucht |
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