Arbeits-, Ordnungs- und Sauberkeitszwang

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Frage: Arbeits-, Ordnungs- und Sauberkeitszwang

Ich habe einen Arbeits-, Ordnungs- und Sauberkeitszwang.

Meine Wohnung ist super aufgeräumt. Alles hat seinen Platz, nichts darf rumliegen. Pullover, Bücher und alles Mögliche ist nach Größe, Farbe etc. geordnet. Mehrmals in der Woche muss ich die Wohnung putzen. Ich finde immer noch mal was.

Das Badezimmer könnte ich jeden Tag putzen. Ich ekle mich einfach sehr vor jeglicher Form von Schmutz. Bei meiner Arbeit als Fachangestellte in einer Arztpraxis muss ich die Arbeit immer perfekt machen. Ich nehme den anderen Mitarbeiterinnen sogar Arbeit ab, denn mich stört es, wenn die anderen "nachlässig" sind. Ich mache das dann gleich mit. Abends komme ich erschöpft nach hause. Doch ich gehe nach der Arbeit erst mal joggen. 5 Tage in der Woche zwischen 8 und 10km.

Nach dem Joggen gehe ich duschen und mache mich bettfertig. Das dauert im Bad dann schon etwas länger, denn auch in meiner Körperpflege bin ich sehr genau, sodass danach oft gar nicht mehr viel Zeit bleibt, um noch gemeinsam mit meinem Freund in Ruhe den Abend zu verbringen. Sex haben wir auch nur noch selten, obwohl wir uns erst 3 Jahre kennen. Meistens schlaf ich auf der Couch ein. Morgens werde ich oft viel früher wach und kann nicht mehr schlafen.

Dann setze ich mich manchmal vor den Fernseher, putze oder räume auf. Bevor ich mich für die Arbeit fertig mache, stehe ich schon sehr früh auf (5:30 Uhr). Dann mache ich Sportübungen (Sit-Ups, Gymnastik, Yoga), um fit und ausgeglichen zu bleiben. Ich habe in der Woche genaue Termine, an denen ich Einkaufen gehen muss und z.B. unter die Sonnenbank gehe. Das gilt auch für andere Sachen. Es muss nach Möglichkeit immer genau zu diesen Zeiten sein. Seit ich meine Wohnung aufgegeben habe und zu meinem Freund gezogen bin, ist es noch schlimmer geworden, vor allem mit dem Putzen. Vielleicht, weil er nicht so sauber ist wie ich und ich glaube, dass nun zu zweit in einer Wohnung noch mehr zu tun ist. Er ist der Meinung, 1 mal in der Woche alles gründlich putzen reicht.

In der Wohnung von meinem Freund habe ich schon alles umgeräumt, so wie es nach meiner Meinung sein sollte. Ihm gefiel es nicht so, aber er lässt es durchgehen. Das alles macht mich auch fertig. Aber es gelingt mir nicht, etwas weniger zu tun und Arbeit abzugeben, weil andere es ja nicht so gut machen, wie ich. Das gilt auch für meinen Freund. Oft glaube ich, er bemüht sich nicht richtig.

Er macht es nicht dann, wann ich es will und auch nicht so, wie ich es will. Aber wahrscheinlicher ist, dass er es mir nie recht machen könnte. Den Feierabend, aber auch die Wochenenden nutze ich selten zum relaxen. Stattdessen finde ich immer etwas, was ich noch tun kann. Sobald zwischendurch noch Zeit ist, sei es nur 10 Minuten, nutze ich die Gelegenheit, z.B. zum Bügeln. Mein Freund schüttelt dann nur noch den Kopf und allmählich wird das auch zu einer wirklichen Belastung zwischen uns. Als ich alleine gelebt habe, tat es mir eher gut, so zu sein. Ich glaube, ich habe all diese Zwänge, weil ich glaube, auf diese Art und Weise irgendwie "besser" zu leben.

Wenn ich auf Geheiß von meinem Freund auf meine Zwänge verzichte, was ich manchmal versuche, habe ich das Gefühl, ich bin eine Versagerin. Ich bin extrem unzufrieden, wenn ich diese Zwänge nicht auslebe. Ich habe mittlerweile das Gefühl, es bestimmt mein Leben. Es gibt natürlich jene Erlebnisse und Erfahrungen in meinem Leben, auf die man das alles zurückführen kann.

Dazu gehören Gewalt und Alkohol in meiner Familie als ich Kind war, mein mangelndes Selbstbewusstsein, das wohl dadurch entstanden ist, dass man mir immer gesagt hat, ich könnte nichts. Auch ein gewaltsamer Tod eines Partners spielt da eine große Rolle. Mein Partner sagt, ich solle eine Therapie machen. Aber ich habe Angst, dass die Aufarbeitung meiner Vergangenheit noch schlimmeres bewirken könnte. Außerdem war meine ältere Schwester bereits in einer Therapie, und es hat sie kein bisschen weitergebracht. -

Antwort von Silvia

Schade, dass deine Schwester offensichtlich keine positive Therapieerfahrung machen konnte. Vielleicht kann dir ja jemand eine gute Psychologin empfehlen? Ich würde dir jedenfalls zu einer Therapie raten, da dein zwanghaftes Verhalten dein Leben offensichtlich beeinträchtigt und inzwischen auch deine Beziehung darunter leidet. Sicher ist eine Therapie immer mit Arbeit und zumeist auch mit Schmerzen verbunden, aber wenn du am Ende "den Knoten gelöst" hast, fühlt es sich einfach gut an und du gewinnst an Lebensqualität und -freude.

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