süchtiger Vater

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Frage: süchtiger Vater - schwierige Situation

Vorweg muss ich sagen, dass ich viele Jahre meines Lebens keinen Kontakt zu meinem leiblichen Vater hatte. Er begann früh zu trinken, handelte so, dass meine Mutter ihn drei Jahre nach meiner Geburt verließ. Das war der Start seiner Drogenkarriere (Heroin).

Es folgte eine Zeit der Kommunikationslosigkeit. Als ich 17 war nahm ich dann eigeninitiativ Kontakt zu ihm auf. Er war seit vielen Jahren trocken und clean, schien halbwegs ein Leben mit Struktur zu führen. Ich stand dem insgesamt mit gemischten Gefühlen gegenüber, war jedoch auch froh, diese Lücke in meinem Leben zu schließen.

Habe insgeheim immer gehofft, dass sich daraus etwas entwickeln kann, zudem auch er interessiert und freudig schien. Leider blieb es nur bei sporadischem Kontakt und dem völligen Abbruch seinerseits vor zwei Jahren. Auf jegliche Fragen...kamen keine Antworten.

Da ich mein Studium begonnen habe und ihn somit zwangsläufig finden musste aufgrund des Bafögs...machte ich mich erneut auf die Suche. Zum heutigen Tage muss ich sagen, dass ich einen Mann im Koma vorgefunden habe, der die letzten Jahre intensiv Heroin konsumiert hat. Er hat das Haus, dass er vor ein paar Jahren erbte sowie alle Ersparnisse verjubelt...ausgegeben für die Drogen?

Oder die Leute die ihn des Geldes wegen attraktiv fanden. Alles ist weg...die Wohnung in der er zuletzt hauste, übertraf jegliche Vorstellungskraft.

Nur Müll..keine Schränke, kein Bild an der Wand, keine Persönlichkeit...nichts! Wobei man bedenken muss, dass er seit 2008 ca 100.000 Euro ausgegeben haben muss. Von seiner alkoholkranken Freundin durfte ich mir noch anhören, dass ich an allem Schuld sei, da ich nicht für ihn da war.

Rational gesehen weiß ich natürlich, dass diese Aussage nicht ernstzunehmen ist. Die Frage, die ich mir nun zu beantworten versuche ist die- ob ihn das Heroin vom Wesen her so verändert hat, dass ich ihm egal war?? Oder hat er sich geschämt?? Verändert das Heroin die Gehirnstruktur so nachhaltig...Hat für ihn nur noch die Sucht gezählt?

So wie es für mich aussieht- JA- aber vielleicht kann ja einer von euch aus Erfahrung oder Wissen erzählen inwiefern einen diese Droge beeinflusst. Es mag ja auch sein, dass er von Grund auf seiner Tochter abgeneigt war...Ich versuche für mich aktuell eine Entscheidung zu finden. Er liegt nun seit einigen Tagen im Pflegeheim...Ich weiß einfach nicht was jetzt richtig ist. Soll ich ihn noch besuchen? Ich weiß, ich sollte diesbezüglich auf mein Gefühl hören.

Aber ich kann daraus nichts klares ziehen. Mein Gefühl sagt mir ..ich sollte die Zeit , die er noch hat, für ihn da sein. Andererseits hat er für mich nichts getan...mir nicht einen Euro gegeben, mich angelogen, dass das Haus vermietet sei- jedoch still und heimlich verkauft hat. Er kann aktuell nicht reden, aufgrund einer Beatmung über einen Luftröhrenschnitt- jedoch ist er wieder wach und scheint halbwegs orientiert zu sein- er hat keinen Gehirnschaden davongetragen.

Die Momente in denen ich ihn besucht habe, sind sehr eigenartig. Er lächelt, freut sich, möchte meine Hand nehmen- aber dann muss ich wieder an die vergangenen Jahre denken, in denen ich ihm scheißegal war- er sich nicht gemeldet bzw gekümmert hat. Das Bild passt irgendwie nicht zusammen. Eine Frage noch - ist man im Methadonprogramm auch Wesensverändert? Dieses ist er wohl sehr häufig durchlaufen...und ich frage mich, weshalb er zumindest nicht in der Zeit meine Hilfe gesucht hat. Ich habe so viele offene Fragen, auf die ich wahrscheinlich keine Antwort mehr bekomme. Zumindest möchte ich jetzt versuchen zu verstehen und alleine die Zeilen niederzuschreiben, hat mir schon ein wenig geholfen :)

Antwort von Silvia

Deine Schilderung hat mich sehr berührt. Ja, es ist der Tat so, dass Heroin einen Menschen völlig verändert und sich das ganze Leben eines Abhängigen nur um Beschaffung und Konsum dreht.

Sicher hat er auch ein schlechtes Gewissen gehabt, dass er auf deine Fragen nicht geantwortet hat und um das schlechte Gewissen "wegzudrücken", hat er wieder konsumiert.

Ein wahrer Teufelskreis. Schuldgefühle und Scham spielen bei ihm vermutlich eine große Rolle. Natürlich ist es schwierig, dir von außen zu raten, ich kann dir nur sagen, was ICH persönlich tun würde: Trotz allem Nicht-für-dich-da-sein, Lügen, etc., er ist dein leiblicher Vater, d.h., ich würde ihn besuchen und versuchen, noch ein paar Antworten auf die offenen Fragen zu finden.

Ich denke, dass du so am ehesten deinen Frieden mit ihm machen kannst. Er hat nicht konsumiert, um dich zu verletzen, irgendetwas in seiner Lebensgeschichte hat dazu geführt, dass er eine Abhängigkeit entwickelt hat, die ihn alles andere - eben leider auch dich - in den Hintergrund rücken ließ.

Während man im Methadonprogramm ist, ist man klarer, aber ich vermute, dass er sich einfach nicht getraut hat, Kontakt zu dir aufzunehmen. Er konnte ja auch nicht wissen, wie du reagierst und die Angst vor Abweisung ist speziell bei Suchtkranken sehr ausgeprägt. Vielleicht kannst du ihm irgendwann verzeihen mit dem Wissen, dass er dich sicher liebt, aber es eben nicht so zeigen konnte, wie es für dich wichtig gewesen wäre. Vielleicht magst du mir ja kurz schreiben, wie du dich entschieden hast.

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