Trennung Suchtprobleme

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Frage: Trennung wegen Suchtproblemen

Hintergrund, notwendig zum Verstehen des "Jetzt":

Als ich meinen Freund kennen gelernt habe, vor ca. 1,5 Jahren, gab es das Thema Drogen nur in der Vergangenheitsform: dass er seit er 13 war regelmäßig und viel gekifft hat, Unmengen an Trips,Speed etc. eingeworfen hat an den Wochenenden, dass er selbst gedealt hat (noch unter 18), auch Kokain genommen hat (zuerst hieß es nur 1-2mal im Jahr, dann fiel mal im Nebensatz, dass er ein künstliches Nasenbein hat...also wohl doch nicht nur 1-2mal/jahr...),Schulabbruch (Gymnasium, er ist hochintelligent) wegen der Dealerei, Lehre dann beim Vater im Betrieb, weiterhin mit Drogen nebenher.

Mit den Drogen war -seine Angabe - Schluss, als er epileptische Anfälle bekommen hat und deshalb mehrfache Autounfälle gebaut hat. Therapie hat er nie gemacht, war ab und an bei Kontaktperson Hausarzt, aber hat das eingestellt. Stress mit Eltern hatte er in der Zeit wohl ohne Ende, ging auch um Kreditkartenklau. Abi hat er am Abendgymn. nachgemacht, allerdings da auch nicht drogenfrei - hat, bis er 24 Jahre alt war, Drogen genommen (und nebenbei gekellnert).

Laut Eigenaussage..er wohnte in einer anderen Region als ich, hab also alles nur aus seiner Sicht, seine Wahrheit.. Am 1.Tag als wir uns getroffen haben(!), hat er mir das alles erzählt, ohne dass ich gefragt hätte. Seine Haltung: weil ich wissen sollte, worauf ich mich einlasse - dass ich nicht davonrenne, wenn ich seine Vergangenheit kennen lerne, weil es ihm mit mir so wichtig ist. Ich selbst hab nix mit Drogen zu tun, rauch noch nicht mal und trinke selten Alkohol, hab auch wenig Erfahrung im Umgang mit Drogen/Freunde.

Entwicklung zwischen uns: ich war wg. der Infos zwar ernüchtert und skeptisch, aber hab entschieden, es einzugehen - die Gefühle waren noch nie sto stark wie bei ihm. Allerdings: es kam nach ca.6 Monaten raus, dass er kifft. Es gab Krach, weil er es mir verschwiegen hat, nicht nur das, er mich diesbzgl. sogar angelogen hat, als ich es bereits wusste und er dies verneint hat. Er hat weiterhin gesagt: kein Koks, keine anderen Sachen, die Kifferei ist seine Strategie, die Finger von allem anderen zu lassen.

Ich hab es toleriert, er wusste, dass ich es nicht akzeptiere, hab auch regelmäßig Kritik geübt, aber wir hatten auch andere Probleme, da wollte ich mit ihm Dinge nacheinander angehen. Andere Probleme = siehe nachfolgende: Fakten in unserer Beziehung, belastend ohne Ende für mich: er hatte permanent Geldprobleme, Antriebslosigkeit, sexuelle Unlust, körperliche Beschwerden und wollte nie zum Arzt (auch bei sehr ernsthaften Schmerzen; hat auch Untergewicht und wenig Regelmäßigkeit im Essen), am meisten belastet hat mich seine große Unruhe (Schlaflosigkeit, er hat so gut wie nie vor 5 Uhr geschlafen, auch wenn er länger nicht in seinem Job als Kellner gearbeitet hat), seine Schwierigkeiten, Grunsätzliches im Leben zu regeln (wie Überweisungen, Dinge erledigen, einkaufen, aufräumen..), seine Launenhaftigkeit und v.a. seine Aggression.

Ich hab zuerst viel beobachtet, war entsetzt, hab zuerst viel weggesehen und verharmlost aus Schock und Ratlosigkeit, dann aber auch Tacheles geredet. Wir haben oft darüber geredet, ich hab ihm ernsthaft und immer wieder schriftlich und mündlich zu verstehen gegeben, dass ich so nicht glücklich bin, dass ich nicht das Gefühl habe, dass er glücklich ist (das hat er mir auch mehrfach gesagt, dass er so wenig Sinn sieht), ich der Meinung bin, dass er mit professioneller Unterstützung an sich arbeiten sollte, auch damit sich zwischen uns was entwickeln kann, weil sich so alles nur im Kreis, um ihn und seine Probleme dreht und unsere Liebe gar keinen Raum kriegt, bzw. nur in der Form, dass ich einseitig für ihn da bin. Er hat das eingesehn, es tat ihm auch weh, mir weh zu tun - gemacht hat er in allen Fällen jedoch leider letztlich nichts, wenn man richtig ehrlich guckt (also weder Schuldenberatung, noch Arztbesuche, noch Arzt wg. Depression aufgesucht.. keine Ansätze von seiner Seite, außer im zwischenmenschlichen Umgang mit mir, dass er versucht hat, sich zu kontrollieren, liebevoller und rücksichtsvoller im Umgang zu sein.

Er hatte immer wieder Ansätze, hat oft zu mir gesagt, "ich will normal werden" (in Bezug auf seine "Vergangenheit")- und dass er sich mit mir alles vorstellen kann, hat auch sehr gelitten, dass er nichts auf die Reihe gekriegt hat, um uns zu entlasten. Dazu kommt: ich bin die einzige Person in seinem Umfeld, und wohl seine erste Freundin, die nichts mit Drogen zu tun hat. für ihn war das wichtig, er hatte aber immer auch eine wahnsinnige Angst, mich deshalb zu verlieren.

Es ging bei uns aber immer im größeren um seinen Umgang mit dem Leben, nicht um seine Drogen - da war ja - offiziell (siehe unten) "nur" das kiffen. Ich dachte deshalb schließlich, er hat evtl. mit Depression zu tun und es ging bei uns um vorsichtige erste Schritte, evtl. dieszbgl. mal eine Diagnose zu machen. Gleichzeitig hab ich aber für mich auch die Grenzen meiner Belastung gehabt, hab daher vor kurzem unsre gemeinsame Wohnsituation aufgelöst, weil ich nicht mehr konnte und hab ihm die Gründe dafür (alles in Zusammenhang mit obigem) auch versucht zu verstehen zu geben.

Er hat nicht darauf reagiert, nichts darauf geantwortet. Seitdem haben wir wenig Kontakt, allerdings hat er mir zu verstehen gegeben, dass er an unserer Beziehung festhalten möchte - trotz der momentan gr. Betroffenheit über die Entscheidung zum Auszug. Die aktuelle Situation, die Frage ans Forum: Nun habe ich -zeitlich nach dieser räumlichen Trennung- aus 3 Quellen erfahren (u.a. seinem Dealer selbst): er kokst doch regelmäßig und trotz Warnungen seiner "Freunde" (die selber das Zeug weniger oft nehmen, "nur" regelmäßig kiffen), dass das Doppelleben mit mir nicht gutgehen wird, hat er es weitergemacht.

Ich habe auch erfahren, dass er Speed genommen hat in der Zeit, als wir zusammen waren. Ich weiß nicht, wie ich mit diesen Informationen, mit dieser neuen Realität!, umgehen soll. Zudem: er weiß nicht, dass ich es weiß, und ich habe absichtlich- trotz der großen Wut und Verzweiflung in mir nichts in die Richtung unternommen, weil ich erst abklären möchte, was das alles heißt. Für mich. Für ihn. Und das braucht Zeit und Ordnen der Gedanken. Aber es steht für mich außer Frage, dass ich mit ihm ein Gespräch darüber führen möchte und werde. Und wenn es ein Abschlussgespräch ist. Die Verantwortung hab ich für ihn, und die hab ich für mich. Ich habe wenig Zweifel, dass die Information nicht stimmt.

Ich kann es mir bei ihm vorstellen, er war auch in anderen Dingen vorher nicht ehrlich mit mir, zudem weiß er ganz klar, dass wenn ich von einer Koksabhängigkeit erfahren würde, ich das nicht tolerieren würde und ihn, würde er weiterhin koksen und kein Ende dessen herbeiführen, ich ihn sofort verlassen würde. Es ist für mich Selbstzerstörung und da gibt es bei mir eine absolute Grenze. Das heißt nicht, dass ich nicht da wäre, wenn es um Therapie und Wege raus ginge, aber es ist ganz klar aus bei einem weitren Konsum. Denn dann ist Liebe nur Statistendasein und die Sucht im Zentrum aller energie. Meine Frage nun: Wie soll ich vorgehen?

Ich habe mir Termine in der Beratungsstelle geben lassen, das dauert aber noch 2 Wochen, und ich platze einfach - vor Wut, großer Enttäuschung über all die Lügen (er hat sogar in unserer Wohnung regelmäßig gekokst, ohne dass ich was mitbekommen habe),er hat mich mind. 6 Monate angelogen und ein Parallelleben geführt sondergleichen, das fühlt sich wie riesen Verrat an an unserer Verbindung miteinander - auch die totale Trauer (für ihn, dieses Ausmaß, dass diese sucht ihn so bestimmt), - aber auch total große Hilflosigkeit/Ratlosigkeit/Unsicherheit - was macht man bei so einer ausgeprägten (mehrfach) Drogenabhängigkeit? Wie ansprechen?

Wie für mich damit umgehen? Ich stelle unsere Beziehung vollkommen in Frage, weil es mir totale Angst macht, dass mehr als die Hälfte seines bewusst gelebten Lebens (d.h. alles ab Kindheit!!!) bei ihm nicht ohne Drogen ging - ich hatte immer Hoffnung, mit ihm gemeinsame Wege gehen zu können, eben weil! der Drogenkonsum Vergangenheit war - bis auf das kiffen, aber da hatte ich die Zuversicht, dass wir auch da gemeinsam einen Weg finden können. Weil er ja auch immer signalisiert hat, dass er sich ändern will (und ich interpretiert habe: nur nicht weiß, wie er das angehen kann...).

Hatte seine Ansätze immer als Willen interpretiert, was zu ändern. Und nun fühlt sich alles so anders an. Ich bin konfrontiert, dass die Zukunft, der Ausweg in absoluter Ferne ist, dass ich erkennen muss, dass ich noch nicht mal genau die Person kenne, mit der ich jetzt so lange zusammen war, dass ich erkennen muss, dass im Zentrum seines Lebens eine Sucht steht. Und ich liebe ihn sehr, ich konnte mir alles mit ihm vorstellen. Kinder, zusammensein alles.

Gibt es da- angesichts der großen Mengen, des täglichen Konsums (kiffen gehört zum Alltag, koksen scheins regelmäßig in Tagesabständen) überhaupt noch eine Lösung?? Ich habe konkret auch die Frage: wenn es so wäre, dass er einwilligt, eine Drogenberatungsstelle zu besuchen - ich kenne ihn, er würde sehr schnell aufgeben, wenn er nicht fühlt, dass ihm geholfen wird. Deshalb die Frage zur Orientierung vorab: was für Therapiemöglichkeiten gibt es für eine solch ausgeprägte Sucht?

Da habe ich Wissensdefizite, und wegen seiner jahrelangen Drogenrealität und seines Mischkonsums finde ich dazu auch keine Antworten in Nachschlagequellen. Was gibt es da für Erfahrungswissen? Und noch zu mir: ich will zusehen, dass ich als Angehörige, ungeachtet ob die Beziehung nun weitergeht oder nicht, diese Sache aufarbeite, denn es hat doch deutliche Hinweise gegeben, wie ich jetzt sehe, und ungeachtet dessen, dass ich echt keine Ahnung hatte von den Symptomen einer Kokssucht - das tendenzielle (zu lange) wegsehen und verharmlosen von meiner seite sagt ja auch was über mich aus, nicht nur über ihn.

Selbst jetz merke ich, dass ich tendenziell lieber für ihn Verantwortung übernehmen würde und noch immer dazu neige, Mitgefühl und Verständnis für seine Situation aufzubringen, als in mir konkret den Raum für Wut und Verzweiflung mal zu lassen und da auch konsequent zu sein. Wo kann ich also da hilfe finden, abseits von Drogenberatungsstellen - die ja auch nur beraten, wenn es um konkrete Angehörigkeit geht (die z.b. im Fall dessen, dass ich mich trenne, ja nicht mehr gegeben ist)? Danke im voraus für dieses online-angebot und Unterstützung.

Antwort von Silvia

Erstmal kann ich dir wirklich nur Respekt zollen, dass du eine so klare räumliche Trennung
durchgezogen hast, das war sicher nicht leicht. Es hört sich durchaus so an, als ob er dich geliebt
hat, nur ist es leider so, dass die Sucht - zumal bei Koks - stärker ist und wirklich (wie du ja auch
schon beschrieben hast) das ganze Leben dominiert.

Sein Hauptmotiv für die Lügerei war vermutlich wirklich die Angst, dich zu verlieren. Aber um eine Beziehung mit dir fortzusetzen, müsste er erstmal die Verantwortung für sein eigenes Leben übernehmen (die kannst und solltest du ihm nämlich nicht abnehmen) und eine stationäre Therapie in einer Klinik für Mehrfachabhängige machen.

Eine Therapie kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn der Klient, d.h. dein Freund, auch wirklich ernsthaft an sich arbeitet und die Zeit dort nicht absitzt. In diesem vorhaben könntest du ihn unterstützen, ansonsten
halte ich es vor allem für deine psychische Gesundheit für wichtig, dass du deine Grenzen klar
beibehältst.

Ein klärendes Gespräch mit ihm ist sicher ratsam, du solltest einen Moment erwischen, wenn
er nicht gerade völlig "zugedröhnt" ist, damit deine Botschaften auch wirklich halbwegs zu ihm
durchdringen. Was mich erstaunt ist, dass du gar nichts von Gesetzeskonflikten schreibst, die sind
manchmal auch ein auslösender Faktor für eine Therapie (Therapie statt Strafe, d.h. Gefängnis).

Wenn du etwas für dich selbst tun willst, schau doch vielleicht nach einer Selbsthilfegruppe für Angehörige,
die die meisten Suchtberatungsstellen anbieten. Dort triffst du Gleichgesinnte und fühlst dich
hoffentlich verstanden und bestärkt in deinen Entscheidungen. Ich wünsch dir weiterhin viel Klarheit
und pass gut auf DICH auf!

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