Therapie statt Strafe

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Frage: Therapie statt Strafe

Mein Verlobter sitzt zur Zeit im Gefängnis. Er ist seit ca. 15 Jahren drogensüchtig. Er hat so ziemlich alles genommen, was es gibt.( Ich selbst hab kein Drogenproblem). Letztes Jahr hat er eine Therapie in der Forensik abgebrochen. Und musste daraufhin zurück in die JVA. In der Therapiezeit war er clean ( ca. 1Jahr). In dieser Zeit hatten wir sehr intensiven Kontakt.

Wir konnten täglich telefonieren und ich durfte ihn auch besuchen. Leider sind dann dort einige Dinge schief gelaufen. Er kam mit seinen ständig wechselnden Therapeuten nicht mehr zurecht. Wie gesagt, er ist dann zurück in die JVA. Nun ist es leider so, das wir kaum Kontakt haben können. Seit 6 Monaten ist es uns nur erlaubt, Briefe zu schreiben. Wir können nicht telefonieren und ich kann ihn auch nicht mehr besuchen. Er ist jetzt zu weit weg. Leider kann ich mir die Fahrt zu ihm aus finanziellen Gründen nicht leisten. Es würde mich 160 Eu kosten für eine Stunde Besuchszeit. Ich mache mir große Sorgen.

Er schreibt mir so alle zwei Wochen die schönsten Liebesbriefe. Aber ich weiß nicht, wie es ihm wirklich geht. Die Briefe werden alle gelesen und ich habe das Gefühl, dass er mir nicht alles schreiben will oder kann. Ich weiß nicht mal, ob er noch clean ist. Er hat mir mal geschrieben, dass er wegen seiner Suchtbearbeitung gefragt hat. Die Antwort war: Das geht jetzt nicht. Und es sieht auch nicht so aus, dass es mal irgendwann geht. Somit ist er seit 6 Monaten ohne jegliche Therapie.

Er ist darüber sehr enttäuscht und hat mir geschrieben, dass er dort nur verwahrt und nicht behandelt wird. Die JVA ist voll von Drogen. Und ich weiß nicht, wie lange er das noch aushält. Ich fühle mich total hilflos, verzweifelt und abgeschnitten von ihm. Ich möchte noch dazu sagen, dass er wirklich kämpft und von den Drogen weg will.

Ich weiß aber auch, dass es eine Krankheit ist und er jeder Zeit einen Rückfall bekommen kann. Ganz besonders wenn er mit Drogen jeglicher Art, jeden Tag konfrontiert wird. Er weiß, dass er seine Strafe absitzen muss und steht auch dazu. Aber hat er denn nicht das Recht behandelt zu werden? Er muss noch 2 Jahre absitzen. Wie soll das denn bloß gehen? So ganz ohne Therapie.

Ich leide ja auch mit. Am schlimmsten ist, dass ich nicht richtig weiß, was wirklich los ist. Wie gesagt wir können nur schreiben und die Briefe werden gelesen. Seine Briefe sind sehr lieb. Aber er schreibt nicht wirklich, was da los ist.

Ich habe ständig so ein ungutes Gefühl. Das macht mich fertig. Wenn das so weiter geht... Das halte ich nicht mehr aus. Ja, ich weiß, ich sollte mich um mich kümmern und nicht so viele Gedanken machen, das alles ist ja sein Problem. Ja, das geht aber nicht so leicht. Das ist nun mal der Mann, mit dem ich mein Leben verbringen will. Wir sind verlobt und wollen heiraten. Somit betrifft mich das alles ja auch.

Und unsere Beziehung spielt eine große Rolle für sein Leben danach. Durch mich hat er einen Halt und eine Zukunft. Aber wenn wir kaum Kontakt haben können, über so lange Zeit. Es besteht doch die Gefahr, dass wir das nicht schaffen. Das alles macht mir große Angst.

Ich würde gern wissen, was ich machen kann.
Gibt es nicht irgend eine Möglichkeit, dass er eine Therapie bekommen kann?
Vielleicht hat ja jemand einen Rat für mich.

Antwort von Silvia

Ich kann sehr gut verstehen, dass du verunsichert bist, weil du nur "gefilzte" Briefe lesen kannst und so weit weg von deinem Freund bist. Durch seinen Therapieabbruch hat er sich leider auch eine Chance verbaut. Dennoch gibt es die Möglichkeit, "Therapie statt Strafe" laut §35 BtmG, wenn die Reststrafe unter 2 Jahren beträgt. Wenn er es ernst meint, soll er - falls es keine eigene Suchtberatung in der JVA gibt - Briefkontakt zu seinem Suchtberater am Wohnort aufnehmen, der dann evtl. etwas für ihn tun kann. Er sollte glaubhaft darlegen können, warum er jetzt eine Therapie absolvieren möchte und warum es diesmal erfolgreich sein könnte. Falls gar nichts geht, muss er seine Zeit absitzen, dennoch sollte er danach an seiner Drogenthematik arbeiten, 15 Jahre Abhängigkeit sind sehr prägend für das weitere Leben. Dir bleibt leider nur, ihm zumindest brieflich zu versichern, dass du hinter ihm stehst und darauf zu vertrauen, dass eure Liebe das alles übersteht.

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