Freund hat Alkoholproblem

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Frage: Freund hat Alkoholproblem

Hallo liebes Sonderglocken-Team,

ich bin mir nicht sicher, ob mein Freund ein Alkoholproblem hat. Da ich selbst überhaupt keinen Alkohol trinke, sehe ich das Ganze vielleicht ernster als es ist. Wir streiten sehr viel, wenn es um das Thema Alkohol geht, da wir beide davon unterschiedliche Ansichten haben und ich mir wünschen würde, dass er, gerade was die Häufigkeit betrifft, weniger trinkt.

Hier eine Schilderung (aus meiner Sicht) seines Trinkverhaltens:
Er ist in einem Verein und hat daher 2 Mal die Woche Training und am Wochenende ein Spiel. Nach dem Training und den Spielen sitzt die Mannschaft immer zusammen und sie trinken gemeinsam Bier. Am Wochenende ist es dann häufig mehr, wenn sie zusammen weggehen. (Da kommen dann solche Trinkspiele dazu, wo auch Härteres getrunken wird, z.B. Jägermeister) Nach dem Training trinkt er (nach seinen Angaben)in der Regel 2-3 Flaschen Bier.
Hinzu kommt, dass er, durch die schlechte Wirtschaftslage zur Zeit, weniger arbeiten muss, viel freie Zeit hat und öfters unter der Woche z.B. abends beim Fußballschauen mit seinen Freunden, auch Bier trinkt. Alleine trinkt er eigentlich so gut wie nie und wenn dann auch mal ein alkoholfreies Bier.
Es kommt ca. 2-3 Mal im Monat vor, dass er (überwiegend am Wochenende) angetrunken oder betrunken ist. Kommt auch auf die Jahreszeit an, an Fasching ist es dann eher 3-4 Mal im Monat, bei der WM war es schon deutlich mehr, danach hat er aber den Alkoholkonsum wieder reduziert.
Heute ist es der 4. Tag, den er hintereinander Bier trinkt (zwischen 3 und 6 Flaschen ca. pro Tag). Das kommt allerdings nicht so oft vor und liegt meiner Meinung nach auch daran, das er zur Zeit weniger arbeiten muss. Es gibt dann aber auch mal ein paar Tage wo er nichts trinkt. Also zusammengefasst trinkt er regelmäßig an mindestens 3 bis 4 Tagen die Woche und ist ca. 2 Mal im Monat betrunken oder angetrunken .Ist das nicht ein bisschen zu häufig?
Was mir mehr Angst macht sind seine Gründe, die er angibt, wenn ich ihn Frage, wieso er Alkohol konsumiert:
- ich trinke eben mit meinen Freunden zusammen
- es macht mehr Spaß und es ist einfach lustiger, wenn wir Alkohol trinken.
- ohne Alkohl kann ich nicht so viel Spaß haben, wie mit!!!!
- es schmeckt mir (ich finde das riecht schon total eklig)
- heute ist der 1. Mai (Silvester, Fasching, Oktoberfest, WM/EM usw.) und da trinkt man halt was/da gehört das Trinken eben dazu
- wenn ich einmal angefangen habe, dann ist es schwer nicht weiter zurtrinken, weil es mir eben schmeckt
- ich möchte zeigen, dass ich mit Alkohol umgehen kann (sein Vater war Alkoholiker und hat sich das Leben genommen)!!

Hat mein Freund ein Alkoholproblem oder übertreibe ich, wenn ich ihn bitte weniger zu trinken? Er sagt, er kann auf sich aufpassen und weiß was er tut. Sehe ich das Ganze wirklich schlimmer, als es ist, weil ich total gegen Alkohol bin und selbst überhaupt nichts trinke?

Antwort von Silvia

Du hast ein sehr gutes Gespür dafür, dass das Trinkverhalten deines Freundes zumindest als problematisch einzustufen ist. Internationale Studien belegen, dass er durch die Vorgeschichte (Vater Alkoholiker) ein erhöhtes Risiko trägt, selbst abhängig zu werden, Gründe hierfür sind biologischer Art (Vererbung, mehr vertragen-können), Lernen am Modell (Problembewältigung mittels Alkohol wurde ihm vom Vater vorgelebt) und Griffnähe, d.h. frühe Verfügbarkeit von Alkohol im Elternhaus, also früher Einstieg in den Alkoholkonsum (auch hier gilt: je früher der Einstieg, umso höher das Risiko einer Abhängigkeitsentwicklung). Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hält Trinkmengen von mehr als 1 Liter Bier pro Tag bei Männern für Alkoholmissbrauch. Auch, dass er nicht aufhören kann, wenn er einmal angefangen hat, ist kein gutes Zeichen. Allerdings wirst du mit Vorwürfen und Diskussionen nicht weiterkommen, da dein Freund offenbar darauf besteht, selbst zu wissen, was gut für ihn ist. Alles, was du in meinen Augen tun kannst, ist, ihm zu sagen, dass du dir Sorgen um ihn machst und du dir wünschen würdest, dass er z.B. 2 Tage pro Woche keinen Alkohol trinkt und sich vielleicht unter der Woche auf die 1 Liter-Grenze "einpegelt".

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